Männerchor Langnau: Ohrwürmer und ein Alptraum

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Der Männerchor Langnau sorgte mit seinem überzeugenden Auftritt beim Publikum für grosse Begeisterung. Emil Stöckli
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Willi Schneider (Markus Papis) und seine Frau Barbara (Liselotte Erni) haben viel miteinander zu diskutieren, derweil Tochter Tanja (Andrea Zimmermann) die Situation als cool empfindet.

Wer kennt es nicht – das erfolgreiche Gesangs-Trio Eugster aus Dübendorf. Die drei Brüder Alex, Guido und Vic avancierten mit ihren Mundart-Liedern in den Siebzigerjahren zu Hitparadenstürmern. Die meist von Alex komponierten Melodien gelten heute noch als Ohrwürmer. Die Liedtexte mit den markanten Refrains stammten in der Regel von befreundeten Autoren wie Radiomoderator Max Rüeger oder Kabarettist Fredy Lienhard.

Der Männerchor Langnau trug unter der Direktion von Christoph Moor einige dieser Gassenhauer – von Matthias Heep arrangiert – vor. Von Cathrin Sarasin am E-Piano begleitet, begeisterten die Sänger das Publikum. Darunter waren bekannte Songs wie «Ganz de Bappe», «Mer send vo de Füürwehr», «En Kafi met Schnaps» oder «Oh läck du mer». Die von Solisten oder Kleinformationen vorgetragenen Passagen hatten wesentlichen Anteil am gelungenen Auftritt des Chors. Lautstarker Beifall war der verdiente Lohn für den Dirigenten und den Chor. Präsident Vinzenz Hirsiger durfte zahlreiche Delegationen willkommen heissen. Er bedankte sich bei den grosszügigen Spendern, auf deren Unterstützung der Chor immer wieder zählen darf.

Grossvater mischt den Alltag auf

Im zweiten Teil sorgte die Theatergruppe mit dem Lustspiel «Familie-Zuewachs» (G. Pfaus) in der Dialektbearbeitung von Fritz Klein für arge Strapazierung der Lachmuskeln. Barbara (Liselotte Erni) und Willi Schneider (Markus Papis) wollen ihre Finanzen aufbessern, indem sie Singles einen Aufenthalt in ihrer Familie anbieten. Da sich Willis Mutter (Ruth Emmenegger) auf einer Kreuzfahrt befindet, ist der Zeitpunkt günstig.

Die Suche der Eheleute ist erfolgreich. Barbara findet Jürg Klein (Valentin Gilli), einen scheuen Junggesellen. Willi gewinnt seine Arbeitskollegin Melanie Gross (Jolanda Hodel) für das Vorhaben. Sie wünscht sich, für zwei Wochen in einer Familie mit einem Grossvater zu leben. Dieser fehlt jedoch bei Schneiders. Willi löst das Problem, indem er den Vater von Hanna (Carolina Alfano) – einer Freundin des Hauses – in seine Familie aufnimmt.

Laufend komische Situationen

Der schlitzohrige Opa Sommer (Bäni Kneubühler) merkt jedoch bald, dass er Mittel zum Zweck ist und kostet seine Rolle in vollen Zügen aus. Dies führt laufend zu komischen Situationen. Tanja (Andrea Zimmermann), die Tochter des Ehepaars Schneider, findet es cool, temporär mit einen Grossvater zusammenzuleben, obwohl sich durch den Familienzuwachs bei Schneiders Probleme mit den Schlafplätzen ergeben. Die vorzeitige Rückkehr von Willis Mutter trägt keineswegs zur Behebung der chaotischen Zustände bei. Barbara wird zudem eifersüchtig, glaubt sie doch, ihr Mann habe ein Verhältnis

mit seiner Arbeitskollegin. Indessen fühlt Jürg Schmetterlinge im Bauch. Ihm fehlen jedoch die passenden Worte, um Melanie seine Zuneigung mitzuteilen. «Pseudo-Grossvater» Sommer nervt seine «Pseudo-Frau» Trudi, was zu weiteren turbulenten Szenen führt. Trotzdem schätzen sich letztlich nicht alle glücklich, als Hanna Gerber ihren Vater wieder nach Hause holen will.

Einmal mehr ist es Regisseurin Priska Alfano-Döös gelungen, ein Stück einzustudieren, das für ihre Laienspieler passend ist. Diese mimen – dank seriöser Probenarbeit – ihre Rollen hervorragend und sorgen fast ohne Unterlass für Situationskomik, die ganz dem Gusto des Publikums entspricht.

Mit Ausnahme von heute Dienstag, 5. Februar, 20 Uhr sind sämtliche weiteren Aufführungen ausverkauft.

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