Für den «Bally Park» in Schönenwerd werden Baumspender gesucht

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Der Sturm Burglind entwurzelte unter anderem eine grosse Buche, die Teile des Pfahlbauerhauses zerstörte (Bruno Kissling)
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Der Sturm Burglind entwurzelte unter anderem eine grosse Buche, die Teile des Pfahlbauerhauses zerstörte (Bruno Kissling)
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Im Bally Park müssen regelmässig Bäume gefällt und neu angepflanzt werden. © zvg

Der Hitzesommer vom vergangenen Jahr ist noch bestens in Erinnerung. Doch nicht nur in Erinnerung: Die Folgen davon sind auch in der Region nach wie vor konkret spürbar. So zum Beispiel im «Bally Park» in Schönenwerd. «Aufgrund der starken Stürme und des heissen Sommers 2018 wurden übermässig viele Bäume geschädigt», schreibt Silvia Glanzmann von der Betriebskommission des «Bally Parks» in einer Mitteilung. Deshalb mussten in den vergangenen Tagen mehrere Bäume gefällt werden.

So zum Beispiel mehrere Fichten beim Spielplatz, wie der Mitteilung weiter zu entnehmen ist. Diese seien durch die lange Trockenphase verdorrt. «Die braunen Äste zeigten deutlich, dass diese Bäume nicht mehr zu retten waren und gefällt werden mussten», schreibt Glanzmann.

«Burglind» lässt grüssen

Und auch eine über 100-jährige Blutbuche musste diesen Winter gefällt werden. Dabei kommen Erinnerungen an eine andere Buche, die neben dem jetzt gefällten Baum stand, auf: Etwas über ein Jahr ist es her, dass der Sturm «Burglind» durch die Schweiz fegte. Die Windböen entwurzelten damals schweizweit tausende Bäume. Auch im «Bally Park» fielen drei Bäume dem Sturm zum Opfer. Damit kam man zwar insgesamt glimpflich davon. Allerdings fiel einer der Bäume, eine grosse Buche, auf zwei Pfahlbauten. Der Dachfirst eines der Häuschen wurde geradewegs gespalten.

Zwar deckte die Versicherung die Instandstellung der beiden Bauten, allerdings nur einmalig. Deshalb, und aus Sicherheitsgründen, habe man sich nun entschlossen, die über 100-jährige Blutbuche zu fällen, so Glanzmann. Dass diese Entscheidung richtig war, habe sich nach dem Fällen gezeigt: «Der Wurzelstock war stark vom Hallimasch befallen. Dieser Pilz schwächt das Wurzelwerk unbemerkt im Boden, dadurch verringert sich die Verankerung des Baumes und das Risiko einer Entwurzelung durch starke Winde steigt.»

Einfach so können Bäume aber nicht gefällt werden. Das Parkpflegewerk schreibt vor, welche Bäume in welcher Grösse und Altersklasse im Park bestand haben sollen. Denn der «einzigartige Charakter» des Parkes sei unbedingt zu wahren. Deshalb holt die Betriebskommission bei jeder Fällung den Rat von Fachspezialisten ein.

Baumspender gesucht

Die gefällten Bäume wollen ersetzt werden. Regelmässig werden deshalb im Park neue Bäume angepflanzt. Im Moment sind es aber so viele, dass das Budget der Verantwortlichen arg strapaziert wird. 30 Neu-Pflanzungen sind laut Mitteilung vorgesehen. Zwei-Drittel davon könne man mit dem laufenden Budget finanzieren. Für die restlichen 10 Bäume sei man jedoch auf «Baum-Spender» angewiesen. Ein Baum kostet, je nach Art, 600 Franken oder mehr. Damit sind die Kosten für den Baum selber, für die Pfähle und Schutzmassnahmen (gegen Biber etwa), für den Transport und für die eigentliche Pflanzung gedeckt. Die Betriebskommission des Parks arbeitet ehrenamtlich.

Baumpflanzungen finden im Frühjahr und im Herbst statt. Baum-Spender können jeweils bei der Pflanzung mithelfen, zudem werden sie auf der Gönnertafel beim Waldhaus aufgeführt.

Wer kleinere Beiträge spenden möchte, kann dies auf folgendem Konto machen:

  • Konto Nr. 50-2945-1
  • CHE10 8096 5000 0116 2130 7
  • Raiffeisenbank Niedergösgen
  • Einfache Gesellschaft Bally-Park
  • 5012 Schönenwerd
Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Wo sind die Bally-Millionen

steven schneider
schrieb am 06.02.2019 15:48
Interessant, Früher waren es die reichsten Arbeitgeber in der Region und nun sollen die Einwohner denen Geld (Bäume) spenden.
Wo sind die vielen Bally-Millionen geblieben.
Wie heisst es so schön: Wenn es ums Geld verdienen geht, sind die Manager/Firmenbesitzer da. Steuern sind des Teufels. Und wenn es ihnen nicht mehr gut geht, soll der Staat das richten.
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