Zofingen betreibt eine kostengünstige und effiziente Berufsfachschule

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«Zofingen kann eindrückliche Leistungszahlen ausweisen.» René Küng Leiter Finanzen der Stadt Zofingen

Ziel der noch nicht beschlossenen regierungsrätlichen Berufsfachschulreform ist die Bildung von Kompetenzzentren für einzelne Berufsgruppen. Dieses Qualitätsziel soll mit Synergien und mit Einsparungen in der Grössenordnung von drei bis sieben Millionen Franken verknüpft werden. Wie wirtschaftlich, wie kosteneffizient arbeitet die Berufsfachschule Zofingen? René Küng, Leiter Finanzen und Controlling der Stadt, hat die Zahlen analysiert und mit jenen anderen Berufsfachschulen verglichen: «Zofingen kann eindrückliche Leistungszahlen ausweisen», ist sein Fazit und er beginnt seine Ausführungen beim «Mengengerüst».

Im Jahr 2017 besuchten 1162 Lernende die Berufsfachschule (208 KV und 954 gewerblich-industrielle Berufe) in total 83 Klassen. «Es wurden 36 036 Lektionen unterrichtet», stellt Küng fest. Die Weiterbildung, an welche der Kanton und die Gemeinden keine Beiträge leisten, wurde von 1029 Lernenden in 114 Klassen bei 5005 Lektionen besucht. Dazu Küng: «Ein Benchmark-Vergleich zeigt, dass Zofingen beim Aufwand pro Lektion mit 275 Franken den zweittiefsten Wert aller Aargauer Berufsschulen aufweist und damit knapp 10 Prozent unter dem Durchschnitt von 305 Franken liegt.» Beim Aufwand pro Klasse stellt er Ähnliches fest: «Mit 119 219 Franken weist Zofingen den zweittiefsten Wert aller Schulen auf und liegt damit satte 23 Prozent unter dem Durchschnitt aller Schulen mit 154 745 Franken.»

Was Küng nicht zur Verfügung steht, sind Zahlen pro Beruf. Was kostet es in Zofingen, den einzelnen Lernenden im KV-Bereich, die einzelne Lernende im Maschinenbau auszubilden? «An der Berufsfachschule Zofingen werden viele Berufe unterrichtet, welche kleine Schülerzahlen und somit kleine Klassenbestände aufweisen.» Dies dürfte sich für den Finanzfachmann im Aufwand pro Schüler von 8516 Franken widerspiegeln, womit Zofingen hier im Mittelfeld rangiert – aber immer noch 9,5 Prozent unter dem kantonalen Schnitt liegt.

Tiefe Strukturkosten

Was der Chef Controlling der Stadt Zofingen besonders hervorhebt, sind die tiefen Infrastruktur- und Betriebskosten. «Setzt man sie in ein Verhältnis zum Gesamtertrag, zeigt sich, dass Zofingen auch hier einen sehr guten Wert präsentieren kann», sagt Küng. «Die beiden Kostenblöcke liegen mit 22,7 Prozentunter dem Durchschnitt von 26,6 Prozent.» Dies dürfte im Zusammenhang mit dem einmaligen Modell des BZZ-Campus stehen, sagt Küng, aber auch: «Die Infrastrukturkosten werden mit der anstehenden baulichen Sanierung des Bildungszentrums Zofingen ansteigen – das versteht sich von selbst.» Wobei anzumerken ist, dass Sanierungen in den nächsten Jahren auch bei anderen Schulen anstehen dürften.

Erfolgreicher Campus

Das Fazit des Finanzexperten Küng: «Dank dem erfolgreichen Modell des BZZ-Campus, in welchem neben der Berufsschule eine höhere Fachschule, die Kantonsschule, die Primarschule und die Heilpädagogische Schule geführt werden, können die Betriebs- und Infrastrukturkosten tief gehalten werden.» Küng ist sich deshalb sicher: «Zofingen betreibt eine sehr kostengünstige und effiziente Schule.» (bkr)

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