Kleinste Gemeinde im Kanton will Ruftaxi einführen

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Zum Fahrplanwechsel 2008 wurde die Buslinie Reiden–Wiliberg eingestellt. (Archivbild: Barbara Vogt)

Wiliberg ist nicht nur die kleinste Gemeinde im Aargau, sondern seit 2008 als einzige Gemeinde im Bezirk – und eine der wenigen im Kanton – auch ohne Anschluss an den öffentlichen Verkehr. Das soll sich nun aber wieder ändern. Es wird zwar keine neue Buslinie eröffnet, wie sie bis Ende 2008 nach Wiliberg noch bestanden hatte. Die Einführung eines Ruftaxis ist geplant.

Deshalb stellt der Gemeinderat sein Konzept für eine Anbindung an den öffentlichen Verkehr anlässlich eines Infoabends am Donnerstag, 21. März, 20 Uhr, in der Turnhalle Wiliberg vor. Nebst dem Gemeinderat werden auch Jürg Bitterli, Projektleiter öffentlicher Verkehr des Kantons Aargau, und Markus Zinniker, Geschäftsführer der Walter Tschannen AG aus Zofingen, informieren.

«Der Gemeinderat erachtet den Anschluss an das öffentliche Netz als wichtig für eine aktive, lebendige Gemeinde», heisst es in der Mitteilung des Wiliberger Gemeinderats. Dass sich dieser mit dem Thema der Wiedereinführung der Anbindung an den öffentlichen Verkehr beschäftigen muss, ist auch auf einen Antrag des Nationalrats Thomas Burgherr (SVP, Wiliberg) zurückzuführen. Dieser hat die beiden Gemeinderäte von Wiliberg und Wikon, zu dem auch der Weiler Hintermoos gehört, aufgefordert, eine Lösung des Problems auszuarbeiten. Als Möglichkeit schlug er unter anderem ein Ruftaxi vor, wie es die Gemeinde Kallern seit 2012 betreibt.

Fahrgemeinschaften haben sich in den letzten Jahren in der Gemeinde Wiliberg kaum gebildet, weiss Holzbauunternehmer Burgherr. Trotzdem ist er der Ansicht, dass gerade Menschen ohne eigenes Auto oder mit eingeschränkter Mobilität die Möglichkeit haben sollten, die Gemeinden zu erreichen. Das «normale» Taxi sei keine Alternative, sagt Thomas Burgherr: «Eine Fahrt von Zofingen auf den Wiliberg kostet über 50 Franken, das weiss ich aus eigener Erfahrung.»

Kallern als Vorbild

Die Gemeinde Kallern (370 Einwohner) im Freiamt gehört ebenfalls zu den (wenigen) Orten im Kanton, die keine Anbindung an den öffentlichen Verkehr haben. Deshalb lancierten die Gemeindeverantwortlichen vor etwas mehr als sechs Jahren zusammen mit einem Taxibetrieb und dem Kanton Aargau ein Ruftaxi. Dieses bringt die Einwohner von Kallern für acht Franken von der Haustüre an die Bahnhöfe von Wohlen oder Boswil und für weitere acht Franken auch wieder zurück. Und das im 24-Stunden-Service und während sieben Tagen in der Woche. «Das Ruftaxi ist für uns eine Superlösung und wird auch rege genutzt», sagt Cécile Banz, Gemeindeschreiberin von Kallern. Das Defizit übernehmen Gemeinde und Kanton.

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