Waffenrecht-Gegner werfen Nationalrat Flach vor, Fake-News zu verbreiten – dieser kontert

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Beat Flach hantiert für das Fernsehen mit seinem Sturmgewehr 57. Eigentlich ist er Pistolenschütze. (Bild: Screenshot SRF)

Nationalrat Beat Flach wird scharf angegriffen. «Fake-News-Schütze Beat Flach fliegt auf» lautet die Schlagzeile auf der Internetseite des Komitees «Nein zum Entwaffnungs-Diktat der EU».

Der Hintergrund: Die EU hat die Rahmenbedingungen zum Erwerb von Waffen verschärft. Die Schweiz stimmt am 19.Mai darüber ab, ob sie dieses Recht übernehmen will.

Der Aargauer Nationalrat Flach setzt sich für das neue Waffenrecht ein. In einem Tagesschau-Beitrag vom Sonntag war er zur Hauptsendezeit als Befürworter zu sehen und wurde von einem Sprecher als Sportschütze bezeichnet.

Das wiederum nimmt das Komitee zum Anlass, Flach der Verbreitung von Falsch-Meldungen zu bezichtigen. Er sei weder in einem Schützenverein, noch in einem Schützenverband und habe in den letzten zehn Jahren weder an einem Obligatorischen Schiessen noch an einem Feldschiessen teilgenommen. Das hatte Flach im Übrigen nie behauptet.

«Ich schiesse gerne»

Auf den Angriff angesprochen erklärt Flach: «Es tut mir leid, wenn dieser Eindruck erweckt wurde. Doch ich bin Schütze.» Weiter sagt er: «Ich schiesse gerne, weil es ein meditativer Sport ist.»

Das Sturmgewehr nutzt er nur sehr selten. Flach schiesst üblicherweise mit einer geerbten Ordonanz-Pistole, einer privaten 9-Millimeter-Faustfeuerwaffe und anderen Faustfeuerwaffen. Diese Waffen bewahrt er sicher im Safe auf. Zum Schiessen geht Flach in private Schiesskeller. Doch er räumt ein, aus Zeitmangel in den letzten paar Jahren nicht mehr geschossen zu haben.

Was bei Kühen geht, geht auch bei Waffen

Für das Waffenrecht setzt sich Flach als Mitglied der sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrats ein. Dort habe er mitgeholfen, eine taugliche Gesetzesvorlage für die Schweiz zu erarbeiten, die von der EU akzeptiert wird. So dürfen halbautomatische Waffen mit grossen Magazinen in der Schweiz auch künftig gekauft werden, wenn der Besitzer entweder Mitglied eines Sportvereins ist, oder nachweist, dass er Schiessübungen absolviert hat. Beides erst nach fünf Jahren. Allerdings müssen diese Waffen eventuell noch registriert werden. Niemandem wird die Waffe weggenommen und Gewehr- und Pistolenschützen können ihrem Sport weiter betreiben.

Die Gegner des neuen Waffenrechts behaupten, das Gesetz sei das Ende der Schiessvereine. Dem widerspricht Flach. In einem Land, in dem jede Kuh registriert sei, könne man verlangen, dass jemand ein Formular ausfülle, wenn er eine Waffe kaufen wolle.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Entwaffnung

albert steinegger
schrieb am 07.03.2019 11:18
Nur die Leute die einen klaren Bedürfnisnachweis(in Form von aktiver Mitgliedschaft in einem Schützenverein) KÖNNEN (müssen aber nicht!) eine Ausnahmebewilligung bekommen. D.h. die Beamten z.B. könnten auch einfach generell keine Bewilligung geben; z.B. auf Druck der EU. Der Rest wird entwaffnet; hinzu kommt ein zentrales Waffenregister. Was das zur Folge haben kann, zeigt das Bsp. d. 2. Weltkrieges, wo die Deutschen bei gewissen Länder nur die zentralen anwenden mussten, um diese Länder bei deren Besetzung zu entwaffnen (z.B. CSR). Die kantonalen Delegierten des Schweizer Offiziersverband waren ausSicherheitsbedenken einstimmig dagegen. Artikels 17 der EU-Waffenrichtlinie bringt zudem de facto alle 5 Jahre eine automatischenVerschärfungsmechanismus.
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