Jetzt wird es grün: Naturgarten als Ort der Inspiration

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Barbara Wiget-Liebi und Margreth Ehrismann vom Naturschutzverein Rothrist freuen sich, dass auf dem Miescherheimet-Areal ein Naturgarten entsteht. (Bild: Emiliana Salvisberg)

Es tut sich was hinter der Bibliothek und dem Museum in Rothrist. Der Bagger ist aufgefahren und trägt auf der 450 Quadratmeter grossen Fläche Erdschicht um Erdschicht ab und füllt sie mit Wandkies auf. Auf dem Miescherheimet-Areal entsteht ein Muster-Naturgarten. «Gedacht ist er als Erholungsort zum Sein und um sich Ideen zu holen», erklären Margreth Ehrismann und Barbara Wiget-Liebi. Die beiden Rothristerinnen engagieren sich aktiv im Naturschutzverein Rothrist, der hinter dem Vorhaben steht. Die Idee dazu gab das Projekt «Natur findet Stadt», das der Kanton Aargau und das Naturama in Aarau fördern.

In Aarau, Baden, Mellingen und Wohlen hat sich die Natur bereits im Siedlungsraum eingenistet. Diese Gemeinden unterstützen die naturnahe Gestaltung auf Arealen, öffentlichen Flächen und in privaten Gärten. Als fünfte Gemeinde folgt nun Rothrist. «Sinn und Zweck dieses Muster-Naturgartens ist es, einen inspirierenden Ort zum Verweilen zu schaffen sowie Garten- und Balkonbesitzer zu motivieren, bei sich einen Platz für die Natur zu schaffen», sagt Gemeinderat Hans-Rudolf Sägesser. Die Gemeinde Rothrist unterstützt das Vorhaben mit 2100 Franken. Ein Teil davon fliesst in Gartenberatungen und Apérokörbe.

Kostenlose Gartenberatungsstunde
«Rothristerinnen und Rothrister können sich für eine einstündige, einmalige und kostenlose Gartenberatung anmelden», erklärt Margreth Ehrismann. Zwei Fachfrauen vom Naturschutzverein Vordemwald stehen bei der Gestaltung der Privatgärten mit Rat und Tat zur Seite und stellen auch sicher, dass die Aufwertung standortgerecht erfolgt. «Was man umsetzen will, muss vor der Beratung klar sein», betont Barbara Wiget-Liebi und zeigt auf das Anmeldeformular. Der Ideen-Katalog hält eine Palette an Möglichkeiten bereit. Diese reichen von einfach und selber umsetzbaren Sofortmassnahmen wie einem Ast- und Steinhaufen bis hin zum Weiher oder zur Trockenmauer, die platz- und arbeitsintensiv sind und unter Umständen einen Profi für die Umsetzung erfordern.

«In jedem Garten findet sich bestimmt eine Ecke für einen Ast- oder Steinhaufen, der zahlreiche Nützlinge anlockt», sagt Barbara Wiget-Liebi. Sie erzählt vom Igel, der Schnecken aus dem Beet frisst, den Eidechsen, die im Gras Insekten nachstellen, und Vögeln, die nach Eidechsen und Mäusen Ausschau halten. «Die Natur arbeitet in einem Kreislauf», sagt Barbara Wiget-Liebi und Margreth Ehrismann ergänzt: «Die Erde ernährt die Pflanzen, die Pflanzen ernähren die Tiere, die Tiere ernähren die Erde. Und dann wieder von vorn.»

Tupperware-Party-Prinzip
Die beiden engagierten Frauen erzählen freudig und begeistert von ihren eigenen Gärten, in denen heimische Bäume, Hecken, Blumen und Pflanzen gedeihen und in denen sich Libellen ebenso wie Heuschrecken wohlfühlen. «Manchmal hüpft eine Heuschrecke ins Haus, aber bald auch wieder raus», sagt Margreth Ehrismann und lacht. Genauso wie das Lachen ansteckend wirkt, will es auch «Natur findet Stadt» sein und setzt auf das Tupperware-Party-Prinzip. Der Gastgeber lädt Bekannte, Freunde und Nachbarn zum Anstossen in seine kleine oder grosse Naturoase ein. Zur Unterstützung der geselligen Treffen gibt es den finanzierten Apérokorb. Auf Wunsch steht eine Fachperson den Gästen Red und Antwort. Auf diese Weise soll die Idee von naturnahen Grünflächen und der Gartengestaltung weiterverbreitet werden. «Ziel ist, dass sich bald ein Netz naturnaher Oasen über die Gemeinde Rothrist legt», sagen Margreth Ehrismann und Barbara Wiget-Liebi.

Der erste Schritt mit dem Vorzeigeprojekt der Gemeinde ist im über 9100 Einwohner zählenden Rothrist am Entstehen. Weitere Schritte folgen. Mit dem Arbeitstag «Mach mit!» am Samstag, 23. März, soll der Muster-Naturgarten in Rothrist Form annehmen. Da das Miteinander im Zentrum des Muster-Naturgarten-Projekts steht, findet die Eröffnung am 4. Mai mit einem gemeinsamen Anlass der Bibliothek sowie dem Verein Begegnungszentrum und seinem angrenzenden, naturnahen Erlebnisspielplatz Drachenäscht statt. Ab dann sollen sich auf dem Miescherheimet-Areal Flora und Fauna ausbreiten, damit sie Menschen jeden Alters entdecken können.

«Mach mit!»

Der Naturschutzverein Rothrist möchte den Muster-Naturgarten mit Freiwilligen gestalten. Am Samstag, 23. März findet ab 9 Uhr ein Arbeitseinsatz statt. Gemeinsam gilt es, Heckensträucher anzupflanzen und erste Elemente aufzubauen. Mehr Informationen auf der Website www.natur-rothrist.ch des Rothrister Naturschutzvereins.

 

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Naturgarten

Anonym Rothrist
schrieb am 09.03.2019 11:27
Super tolle Idee mit Frauen Power, freue mich im Naturgarten zu verweilen.
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