Startschuss für eine sichere Amphibienwanderung

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Die Erdkröte ist eine der unzähligen Arten, die in dieser Zeit ihre Laichplätze aufsuchen. heidi jost

Sobald in feuchten Nächten die Temperaturen wenige Grad über der Nullgradgrenze liegen, beginnen verschiedene Amphibienarten ihre Laichplätze aufzusuchen, darunter vor allem Erdkröten, Grasfrösche und Bergmolche. Auf ihrem Weg vom Winterquartier zum Laichgewässer legen sie Strecken von mehreren hundert Metern bis zu einigen Kilometern zurück. Dabei sind sie oft gezwungen, Wege und Strassen zu überqueren, so auch im Gebiet Altental/Gishalden in Langnau sowie südlich des Scharletenweihers in Pfaffnau. Da die Tiere meist in grossen Zügen unterwegs sind, werden sie von den Fahrzeugen in Massen überrollt, was nicht nur den Fortbestand der Amphibienpopulationen, sondern auch die Verkehrssicherheit gefährdet.

Im Kanton Luzern sind rund 30 Stellen mit Massenwanderungen bekannt. An einigen der Strassenabschnitte erlauben feste Amphibienschutzanlagen oder temporäre Strassensperrungen eine sichere Wanderung der Amphibien. Wie in Reiden und Pfaffnau haben auch auf einem Grossteil der Strassenabschnitte im Kanton freiwillige Helfer und Helferinnen temporäre Zäune zum Schutz der Amphibien aufgestellt. Amphibien, welche zum Zaun gelangen, laufen an diesem entlang und fallen in eingegrabene Kessel. Die Helfer und Helferinnen bringen die Amphibien einmal täglich sicher über die Strasse, von wo sie ihre Wanderung zum Laichplatz fortführen können. Überqueren die Tiere jedoch die Strassen auf einem längeren Abschnitt, sind Zäune zu aufwendig. In diesen Fällen prüft die Dienststelle Landwirtschaft und Wald (lawa), ob die Strasse während den stärksten Zugnächten gesperrt werden kann. Dies ist momentan an drei Orten im Kanton der Fall, unter anderem zwischen Lupfen, Altental und Gishalden in Langnau.

Kooperation mit Anwohnern

In Reiden vollbringt diese Arbeit unter der Woche bereits das zweite Jahr der Werkdienst um Lukas Wüest. Am Wochenende kümmern sich Anwohner um die Wanderer. Weil die Tiere statistisch erfasst werden, weiss Wüest, dass sein Team bislang lediglich knapp fünfzehn Tiere in Reiden abfangen konnte. «Normalerweise sind es zu dieser Zeit bis zu 50», so Wüest. Er erklärt diese Diskrepanz mit den trockenen Monaten in der Vergangenheit. Auch Priska Strickler, Fachbearbeiterin Arten und Lebensräume bei Landwirtschaft und Wald, weiss um den Einfluss des Wetters auf die Wanderungen: «Plus oder minus ein Grad kann bei den Amphibien enorm viel bewirken.» Als Dienststelle ist das lawa für die Anlieferung des Materials zuständig, sprich Zäune, Kessel und Strassentafeln. Die Koordination vor Ort übernehmen dann Einheimische, die von der lawa einen symbolischen Betrag für ihre Freiwilligenarbeit erhalten. Die Zäune und Strassensperrungen sind in Reiden und Pfaffnau bereits seit Anfang des Monats aufgestellt. Die Amphibienwanderung dauert in der Regel bis Mitte April.

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