Winteruniversiade 2021: Alle Augen auf Luzern gerichtet – Mit Video und Galerie

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Luzerns Stadtpräsident Beat Züsli hat an der Abschlusszeremonie in Krasnojarsk symbolisch die Fahne des internationalen Hochschulsportverbands FISU übernommen. zvg

Luzern wird in zwei Jahren zum Zentrum des internationalen Hochschulsports: Die 30. Winteruniversiade findet vom 21. bis 31. Januar 2021 in der Zentralschweiz statt. An der Schlussfeier der 29. Winteruniversiade im sibirischen Krasnojarsk hat der Luzerner Stadtpräsident Beat Züsli gestern die Fahne des internationalen Hochschulsportverbands FISU als nächste Host City übernommen und sich mit einer Rede an die rund 7000 Gäste, darunter den russischen Ministerpräsidenten Dmitri Medwedew, gewendet. Dabei versprach der Luzerner Stadtpräsident: «Wir werden alles dafür tun, dass sich die Athletinnen und Athleten aus aller Welt in der Schweiz wie zu Hause fühlen.» Auf die Rede folgte eine rund zehnminütige Show, bei der die Schweiz mit ihren Eigenheiten und Traditionen präsentiert wurde. Ein ganz besonderer Moment für den Geschäftsführer der Winteruniversiade 2021, Urs Hunkeler: «Im März 2016 haben wir von der FISU den Zuspruch zur Austragung der Winteruniversiade 2021 erhalten. Jetzt, drei Jahre später, sind die Augen der Welt auf uns gerichtet. Die nächste Winteruniversiade findet in der Schweiz statt und für uns beginnt die heisse Phase der Vorbereitungen.»

Inspiration, Tipps und viele Eindrücke

Für diese finale Phase der Vorbereitung konnte eine Delegation des Zentralschweizer Organisationskomitees direkt vor Ort in Sibirien wichtige Erfahrungen sammeln. Beim sogenannten «Observer Programm» bieten der aktuelle Veranstalter und der internationale Hochschulsportverband FISU einen Blick hinter die Kulisse des Anlasses. Dabei geben sie den kommenden Gastgebern in verschiedenen Bereichen wichtige Tipps für die weitere Vorbereitung. «Obschon hier vieles sehr viel grösser angelegt ist, nehme ich viele Eindrücke aus den Besuchen mit nach Hause. Konkret sind dies Inputs von Kamerapositionen über die Ideen zur Animation des Publikums bis hin zu Informationen zur Zusammenarbeit mit den Jurymitgliedern sowie den Athletinnen und Athleten», erklärt Françoise Schnydrig, die mit ihrem Team im Eiszentrum Luzern für die Sportarten Short Track- und Eiskunstlauf zuständig sein wird. Für die meisten Delegationsmitglieder ist es auch die erste Teilnahme an einer Universiade überhaupt: «Für uns ist es sehr wichtig, dass wir den Anlass, den wir organisieren und in zwei Jahren durchführen, einmal selber erleben», erklärt Philipp Häfliger, der in Sursee die Leitung des Eishockey-Turniers innehat.

«Olympische Spiele als Massstab»

Dennoch: «Unser Organisationskomitee ist sich sehr bewusst, dass wir eine ganze andere Universiade organisieren werden als wie sie jetzt stattgefunden hat», erklärt der Geschäftsführer Urs Hunkeler und führt aus: «Hier wurden die Olympischen Spiele als Massstab genommen. Es wurden modernste Anlagen neu erschaffen und ganz viel Personal ausgebildet.» Im Gegensatz dazu wird in der Zentralschweiz mit bestehender Infrastruktur gearbeitet und für den Biathlon im Sinne der Nachhaltigkeit auf die bestehende, erstklassige und weltcuptaugliche Anlage in der Lenzerheide ausgewichen. Im Sportbereich kann das Organisationskomitee zudem unter der Leitung des früheren Olympiateilnehmers in der nordischen Kombination und langjährigem Direktor der Sörenberg Bergbahnen, Karl Lustenberger, auf die Unterstützung von lokalen Experten und Expertinnen in allen Sportarten zählen. Ganz anders in Sibirien, wo die Winteruniversiade zum Anlass genommen wurde, eine ganze Region zu entwickeln. Die hohe nationale Bedeutung des Anlasses wurde mit den Besuchen des Präsidenten Wladimir Putin an der Eröffnungsfeier und bei Sportwettkämpfen sowie des Ministerpräsidenten Dmitri Medwedew an der Schlussfeier unterstrichen.

Starkes Heimteam löst Euphorie aus

Am meisten beeindruckt war der Geschäftsführer Urs Hunkeler aber nicht etwa von den modernen Sportanlagen, sondern vom enthusiastischen Publikum: «Die Stadien waren häufig voll und die Stimmung ausgezeichnet.» Dazu beigetragen haben nicht zuletzt die starken Leistungen der einheimischen Athletinnen und Athleten, die sich über 100 Medaillen sichern konnten. Im Hinblick auf die Universiade in der Schweiz sorgten in diesem Zusammenhang auch die starken Leistungen des Schweizer Teams für viel Freude. Insgesamt holte sich die 100-köpfige Delegation, die erstmals mit einem Männer- und Frauen-Eishockeyteam anreiste, sieben Medaillen. Mike Kurt, Präsident des nationalen Hochschulsportverbandes Swiss University Sports, freut sich dementsprechend und blickt positiv in Richtung 2021: «Wir wollen bei der Heim-Universiade in der Zentralschweiz ein starkes Team am Start haben. Die Universiade in Krasnojarsk hat gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.» Doch Medaillen sind nicht das einzige Ziel des ehemaligen Profi-Kanuten: «Die Universiade ist eine ideale Plattform, um unsere Bemühungen, die Vereinbarkeit von Spitzensport und Studium zu vereinfachen, weiterzuentwickeln. Gemeinsam mit Swiss Olympic arbeiten wir daran, dass dies ein zentrales Vermächtnis der Winteruniversiade 2021 wird.» Eine Winteruniversiade, die Luzern für elf Tage zum Zentrum des internationalen Hochschulsports machen wird. Der Countdown läuft.

2021 in der Zentralschweiz

Die Winteruniversiade ist nach den Olympischen Spielen der grösste Multisport-Anlass im Winter. 2021 findet die 30. Austragung dieses einzigartigen Anlasses in der Zentralschweiz statt. Es ist nach 59 Jahren das zweite Mal, dass eine Winteruniversiade in der Schweiz stattfindet. Die Durchführung ist ein gemeinsames Projekt der sechs Zentralschweizer Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Zug sowie der Stadt Luzern. Das Programm vom 21. bis 31. Januar 2021 besteht aus neun Sportarten, welche an sieben Austragungsorten stattfinden. Host City ist die Stadt Luzern. Teilnahmeberechtigt sind Studierende zwischen 17 und 25 Jahren. Insgesamt werden rund 1600 Athletinnen und Athleten aus über 540 Hochschulen und mehr als 50 Ländern in der Schweiz erwartet.

Austragungsorte

Andermatt-Realp: Langlauf

Engelberg: Snowboard, Freestyle Skiing, Curling

Hoch-Ybrig: Ski Alpin

Lenzerheide: Biathlon

Luzern: Short Track-, Eiskunstlauf

Sursee: Eishockey

Zug: Eishockey

Die zweieinhalbstündige Eröffnungsfeier mit der Rede von Wladimir Putin wird den Athletinnen und Athleten noch lange in Erinnerung bleiben. Swiss University Sports / Maria Schmid
Im Jahr 2021 wird in Engelberg Snowboard gefahren. Swiss University Sports / Maria Schmid
Die Schweizer Delegation holte sieben Medaillen. Swiss University Sports / Maria Schmid
Tim Huber mit Trainerin und Mutter Magdalena.Swiss University Sports / Maria Schmid
Das Curlingteam um Skip Jana Stritt beendete das Turnier mit einem 13:2-Sieg gegen Tschechien. Swiss University Sports / Maria Schmid
Im KO-Verfahren mussten sich die Ski-Cross-Athleten über Wellen und Kurven aus Schnee kämpfen und sich gegen ihre Konkurrenz behaupten. Swiss University Sports / Maria Schmid
Erstmals nahm nebst der Männermannschaft auch ein Schweizer Frauen-Eishockeyteam an der Winteruniversiade teil. Swiss University Sports / Maria Schmid
Das Komitee erhielt Tipps zur Animation des Publikums. Swiss University Sports / Maria Schmid
Geschäftsführer Urs Hunkeler im Interview mit dem lokalen sibirischen Fernsehen. res
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