Ein Herz für Bohnenkraut: Solothurner SVP-Nationalrat überredet Migros

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Christian Imark hat die Migros dazu gebracht, Bohnenkraut wieder ins Sortiment aufzunehmen. © key/zvg/Sven Altermatt. Montage: kob

Wenn es ums Thema Essen geht, finden sich auch unter der Bundeshauskuppel die verschiedensten Vorlieben: SVP-Nationalrat Christian Imark etwa mag Bohnensalat besonders. Damit die grünen Proteinbomben schön schmackhaft sind, würzt der Solothurner Politiker sie mit getrocknetem Bohnenkraut. «Ein wunderbar aromatisches Kraut», sagt Imark. Es passe im Übrigen keinesfalls nur zu Bohnen.

Doch als Imark jüngst eine Migros-Filiale im heimischen Schwarzbubenland aufsuchte, um sich Nachschub zu besorgen, stand er auf verlorenem Posten: Der Detailhändler hatte das Bohnenkraut im Glas kurzerhand aus dem Sortiment gekippt. «Jammerschade», fand der Gewürzliebhaber. Vom Verkaufspersonal liess sich Imark erklären, dass Bohnenkraut nur noch in kleinen, wiederverschliessbaren Sticks verkauft werde – und dies lediglich in den grösseren Filialen.

Sein geschätztes Bohnenkraut einfach aus den Regalen verbannt? Das wollte Imark nicht hinnehmen. Also nutzte er seine Kontakte im Bundeshaus. Der Politiker erkundigte sich bei einem Migros-Lobbyisten, ob man das Gewürz denn nicht wieder im Glas ins Sortiment aufnehmen könnte. Imark griff sogar in die Tasten und wandte sich an die Direktion für Wirtschaftspolitik bei der Migros.

Mehr Bohnenkraut-Liebhaber als gedacht

 
 

Die Reklamation kam an – offenbar ist die Fraktion der Bohnenkraut-Aficionados grösser als gedacht: Jedenfalls teilte der Migros-Lobbyist nun Imark mit, er sei nicht der Einzige, der das Gewürz vermisst habe. Es habe «diverse Kundenreaktionen» gegeben. Deswegen werde der Detailhändler das getrocknete Bohnenkraut im Glas wieder in den Verkauf bringen und damit auch die kleinen Filialen versorgen. Bereits in wenigen Wochen soll es so weit sein.

«Besten Dank an die Migros!», frohlockte Imark auf seinem Facebook-Profil. Die Reaktionen liessen freilich nicht lange auf sich warten: Seine Follower haben bereits diverse Ideen, wo der Nationalrat ebenfalls seinen Einfluss geltend machen könnte, um andere Produkte in die Regale der Schweizer Detailhändler zurückzubringen. 

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