Ghürst-Schützen benötigen Geld für die Sanierung der Anlage

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Der Regionalschiessverein Kölliken ist ein Zusammenschluss von fünf Vereinen aus Kölliken, Muhen und Holziken. Er besitzt und verwaltet das Schützenhaus Ghürst zwischen Wald und A1. Die Zahl seiner Mitglieder ist rückläufig, dieses Jahr waren noch 133 lizenzierte Schützen dabei. Jungschützen haben sie dieses Jahr noch neun. «Das schwankt immer wieder», sagt Präsident Patrick Kyburz. Mit dem nächsten Eidgenössischen dürften es auch wieder etwas werden. «Aber wir spüren die Konkurrenz. Heute gibt es auswärts so viele Unterhaltungsmöglichkeiten, dass wir es schwer haben, für die Jungen interessant zu sein.» Seit sieben Jahren ist Kyburz Präsident des Regionalschiessvereins.

Dessen Anlage Ghürst steht vor grossen Herausforderungen. Allein letztes Jahr wurden in ihr 62 000 Schuss abgefeuert. Schon länger sollte der Kugelfang saniert werden, doch das Projekt wird immer wieder aufgeschoben. Und für 25 000 Franken wünscht sich der Vorstand den Ersatz der bald 40 Jahre alten Küche. Und um die Verluste des Schiessbetriebs zu decken, lässt der Verein Geld aus dem Betrieb der Schützenstube in diesen fliessen. Deshalb sammelt der Verein für die Küche Spenden. Und für den Schiessbetrieb will er bei der Gemeinde Kölliken vorstellig werden. Als Standortgemeinde ist sie erster Ansprechpartner für den Regionalschiessverein. Umliegende Gemeinden bezahlen ihm jedes Jahr einen Pauschalbetrag für jeden in den Gemeinden gemeldeten Schiesspflichtigen. So bekommt der Regionalschiessverein rund 40 Franken pro Schützen des Obligatorischen aus Holziken, Kölliken, Muhen und Uerkheim. Unterentfelden und Schöftland überweisen sogar 60 Franken pro Schützen. Doch so viel Geld, wie man sich einstweilen vorstellt, kommt da nicht zusammen. So habe Kölliken mit seinen 4400 Einwohnern noch rund 70 Schützen, für die die Gemeinde Beiträge überweist, so Kyburz. Und weil das Geld nicht reicht, um den Schiessbetrieb zu finanzieren, würde der Verein diese Beiträge nun gerne erhöhen. Um wie viel es geht, ist allerdings noch offen.

Es geht um viel Geld

Schiessen ist teuer: Bereits 2003 musste das Schützenhaus Ghürst mit Lärmschutzwänden abgeschirmt werden. Und 2008 wurden auf allen Distanzen künstliche Kugelfänge installiert. Und nun steht die Sanierung der Kugelfänge auf der 300-Meter-Anlage an, doch sie wird immer wieder verschoben. Der neue Termin ist nun auf den Sommer 2020 angesetzt, vorausgesetzt, es werden bis dann alle Gemeinden zugestimmt haben.

Unterstützung bekommt der Regionalschiessverein nun aus Bundesbern. Ende letzten Jahres hat der Ständerat als zweite Kammer eine Motion von Nationalrat Werner Salzmann (SVP) gutgeheissen. In dieser fordert er eine Überarbeitung der Kostenverteilung bei Kugelfangsanierungen. So soll der Bund in Zukunft nicht mehr pauschal 8000 Franken pro Schussscheibe, sondern 40 Prozent der Gesamtkosten tragen. Und ein Schiessverein soll nur noch maximal 10 000 Franken beisteuern. Einen Teil der Kosten müssen ausserdem weiter die Gemeinden tragen, in Zukunft nicht gedeckte Kosten müsste der Kanton übernehmen. Die Gemeinden müssen demnach auch entscheiden, ob sie die Umsetzung des Vorstosses von Salzmann abwarten wollen.

Vorstand ohne Nachfolger

Den Regionalschiessverein dürfte es freuen. An seiner Generalversammlung am Mittwoch im Schützenhaus Ghürst verabschiedete er die Jahresrechnung 2018 mit einem Verlust von 16 000 Franken. Die Einnahmen der Wirtschaft sind soweit eingebrochen, dass mittlerweile selbst die gelegentliche Vermietung der Schützenstube für 250 Franken pro Tag mehr Einnahmen bringt. Der Vorstand wurde bestätigt, wobei die Kassiererin gerne vor einem Jahr aufgehört hätte. Doch weil sie keinen Nachfolger gefunden hat, bleibt sie vorerst im Amt. Nun hat auch Präsident Patrick Kyburz seinen Rücktritt für 2020 bekannt gegeben. Für seine Nachfolge hat sich an der Generalversammlung noch niemand gemeldet. Dafür hob ein Schütze, der Geburtstag feierte, seine Hand: Er übernähme den Kaffee an diesem Abend. Eigentlich wäre angedacht gewesen, dass das die diesjährige Gastgemeinde tun würde. Doch von der Gemeinde Muhen war niemand anwesend; man hatte die Schützen vergessen.

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