«Sommerhalde»: Die ersten 12 Häuser kommen

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Oberhalb der Hinterwilerstrasse entstehen 43 Terrassenhäuser. © Flurina Dünki

Wie ein Haufen Akupunkturnadeln steckten sie letzten Sommer im Hang oberhalb der Hinterwilerstrasse: Die unzähligen Bauprofile, die Uerkheims Grossüberbauung «Sommerhalde» ankündigten. Die neue Dorfsiedlung wird nach ihrer Fertigstellung (um 2027) 43 Terrassenhäuser umfassen, die meisten mit 4,5 Zimmern und jedes mit einer Terrasse à 45 Quadratmeter.

Die wenigen Häuser, die heute schon am Hang gegenüber der Uerkner Kirche stehen, werden also bald reichlich Gesellschaft bekommen. Inzwischen hat die Bauherrin, die Rulero AG aus Wilen bei Wollerau SZ, von der Gemeinde die Baubewilligung erhalten. Zwar gingen gegen das Baugesuch Einwendungen ein, wie Gemeindeschreiber Hans Stadler mitteilt, diese konnten aber bereinigt werden. Schon morgen muss das erste Stückchen Hang dem neuen Quartier weichen: Am Vormittag findet der offizielle Spatenstich statt.

Für Uerkheim ist die Überbauung ein Segen, ist das Dorf mit 1335 Einwohnern doch im letzten Jahr von allen Aargau-West-Gemeinden am stärksten geschrumpft (-1,6 Prozent).

«Sehr willkommen»

 

Gemeindeammann Herbert Räbmatter ist entsprechend erfreut, dass mit den Bauarbeiten begonnen werden kann: «Diese Häuser sind sehr willkommen, wir brauchen Bevölkerungswachstum», sagt er. Das Projekt sei deshalb für Uerkheim sehr wichtig. Vor allem junge Leute und Familien hat das Dorf nötig. Es gebe viele Häuser, die von älteren Personen bewohnt würden, so Räbmatter. Mit der neuen Siedlung hofft die Gemeinde, neue Einwohner jüngeren Semesters zu gewinnen. Werden alle Häuser belegt, so könnten in Uerkheim bis in zehn Jahren gegen 100 zusätzliche Personen wohnen, was gut 7 Prozent Zuwachs entspricht.

In einem Streich wird der Hügel neben der Hinterwilerstrasse jedoch nicht überbaut. In den kommenden Monaten kommen in einer ersten Etappe 12 Terrassenhäuser am westlichen Teil des Hangs zu stehen. Acht davon mit 4,5 Zimmern, zwei mit 5,5 und zwei Maisonettewohnungen mit 6,5 Zimmern. Verkauft werden sie ab 850'000 Franken aufwärts. Nachfrage sei bereits rege vorhanden, heisst es vom Zürcher Architekturbüro Diethelm und Spillmann. Offizieller Verkaufsstart für die ersten 12 Häuser ist der 30. März.

Der nächste (und grösste) Schub ist für 2022 geplant. Dann sollen 21 weitere Terrassenhäuser gebaut werden. Der letzte Teil der Siedlung mit zehn Häusern folgt erst ab 2026.

Wäre es nach dem ursprünglichen Bauherrn gegangen, so stünde die Überbauung bereits. Erste Pläne zum neuen Quartier existierten bereits im Jahre 2000. Auch ein Erschliessungsplan wurde erstellt, danach wurde das Vorhaben jedoch abgebrochen, da der Hauptinitiant, alt Ammann Peter Bolliger verstarb. Erst 2010 wurde das Projekt wieder aufgenommen, mit der Rulero AG als neuer Grundeigentümerin.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Segen für Uerkheim

Margrit Liechti Uerkheim
schrieb am 22.03.2019 08:44
Ob es ein Segen wird, wird sich zeigen, wenn die Häuser bewohnt und verkauft sind. Mir tun die unmittelbaren Häuserbesitzer leid. Mit 125% Steuerfuss, wird sich der Eine oder Andere noch zweimal überlegen, ob er tatsächlich in Uerkheim wohnen möchte.
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