Migros Aare schuf im vergangenen Jahr 165 Vollzeitjobs

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Das beliebteste Menü im Migros-Restaurant: Bratwurst mit Pommes frites. (Keystone)

Die Migros Aare ist mit 11 874 Mitarbeitenden (7802 Vollzeitstellen, plus 165) die grösste private Arbeitgeberin in den Kantonen Aargau, Bern und Solothurn. Sie ist derart kerngesund, dass es möglich ist, zuerst einige Nebensächlichkeiten aus dem gestern publizierten Jahresbericht näher zu beleuchten. Zum Beispiel, was in den Restaurants der Migros Aare am meisten gegessen wurde:

1. Bratwurst mit Pommes frites

2. Wienerschnitzel mit Pommes frites

3. Spaghetti Bolognese

Demnach sind die Migros Gastro-Kunden weder besonders vegetarisch, noch besonders gesundheitsbewusst. Spannend ist auch, welche Kurse in der Klubschule am meisten besucht wurden: Englisch? Fehlanzeige. Am häufigsten besucht wurde Deutsch, vor Pilates und Yoga. Angesichts dieser Reihenfolge erstaunt es nicht, dass 70 Prozent der 44 882 Klubschul-Besucher Frauen waren.

Fast so viel Energy-Drink wie Milch

Und was wurde in den Supermärkten am meisten verkauft? Rund 23 Millionen Bananen (Offenverkauf), 4,49 Millionen «Wiesenmilch» (M-Drink Past), 3,97 Millonen Gurken. Weitere Spitzenplätze belegen: 3,21 Millionen Mocca-Joghurt (M-Classic), 2,42 Millionen Die Butter, 2,38 Millionen Energy-Drink M-Budget. Topprodukt in der der «Do it + Garden»-Welt waren mit 95 605 verkauften Einheiten die Geranien.

Umsatzrendite 1 Prozent

«Die Migros Aare ist ein solides, innovatives und profitables Unternehmen», heisst es im Jahresbericht. Wie solid der mittelländische Detailhandelsriese ist, zeigen folgende Fakten: «Mit dem erarbeiteten Cash Flow von 219 Millionen konnten die laufenden Investitionen in das Verkaufsstellennetz und die neue Logistikplattform vollständig aus eigenen Mitteln finanziert werden. Zugleich wurde das Fremdkapital um 7,2 Millionen reduziert und das Eigenkapital um 35,3 Millionen auf 476,4 Millionen Franken erhöht.»

Der Gesamtumsatz stieg im Jubiläumsjahr – die Migros Aare wurde 20 – um 2,5 Prozent auf 3,4 Milliarden Franken. «Das Umsatzwachstum wurde hauptsächlich im Detailhandel und Grosshandel erzielt und ist auf die erfolgreiche Marktbearbeitung, wie auch auf die Modernisierung und Erweiterung des Verkaufsstellennetzes zurückzuführen», sagt CEO Anton Gäumann. Die Migros Aare habe damit ihre führende Position im Detailhandelsmarkt des Wirtschaftsgebietes Aargau, Bern und Solothurn erfolgreich ausbauen können. «Dies trotz eines schwierigen Marktumfeldes mit zunehmender Internationalisierung des Wettbewerbs durch ausländische Anbieter sowohl im stationären als auch im Online-Handel», so Gäumann.

Die Betriebskosten sind im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent leicht unter dem Umsatzwachstum gestiegen. Der Unternehmensgewinn, der bei einer Genossenschaft wie der Migros Aare von beschränkter Aussagekraft ist, beträgt 35,1 Millionen oder 1 Prozent des Nettoumsatzes. Die Umsatzrendite ist damit okay, aber nicht wahnsinnig hoch.

Effizienprogramm gestartet

Die Migros Aare hat sich mit «Polaaris» eine neue Strategie gegeben. Damit verbunden ist das Effizienzprogramm «Fokus», das wohl auch gewisse Sparmassnahmen mit sich bringen dürfte. «Wir brauchen Mittel, um in die Zukunft investieren zu können», erklärt Gäumann. Das Marktumfeld verändere sich rasant. «Die grosse Herausforderung besteht darin, im bisherigen Kerngeschäft weiter erfolgreich zu sein und zugleich neue Geschäftsmodelle voranzutreiben, die Migros Aare die Umsätze der Zukunft sichern», so Gäumann.

Erwähnt werden in der Medienmitteilung etwa die gekühlten PickMup-Boxen. Damit wird an drei Standorten (Buchs, Brügg und Lenzburg) ein neues, flexibles Abholsystem für Onlineeinkäufe getestet. «Wenn sich auch dieser Pilot als Erfolg herausstellt, wird das Abholnetz schweizweit ausgedehnt», heisst es.

80 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet die Migros Aare mit ihren 126 Supermärkten. Der Umsatz steig real um 0,4 Prozent auf 2,65 Milliarden Franken. 232 Millionen Franken (plus 7) wurden mit den 1478 «Aus der Region»Artikeln erzielt.

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