Männerchor Mättenwil: Überzeugend in Melodie und Text

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Präsident Fritz Lanz (M.) begrüsst das Publikum zum Liederkonzert des Männerchors Mättenwil mit anschliessendem Theater.
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Die Gemeindepräsidentin (Sonja Lerch) verweigert dem verzweifelten Automechaniker (Peter Lerch) den Verkauf von Gemeindeland. KBB

Seit 16 Jahren leitet Heinrich Pürro den kleinen, aber feinen Männerchor. «Wir gehören zusammen», erklärte Präsident Fritz Lanz in der Begrüssung. Das äussert sich in einem kameradschaftlichen Verhältnis und einem Repertoire, das traditionelles Liedgut und immer wieder gerne Gehörtes pflegt. Darin vereinigt sich der Geschmack von Dirigent und Chor mit jenem des Publikums und schafft so ein Gefühl des Wohlbefindens. Das begann mit «Morgenwanderung», wo der Gesang der Nachtigall das Vorbild des Chores ist, setzte sich fort mit den freien Gedanken, die kein Mensch wissen kann, besang die blühenden Schneeballen im Mai und das herrliche Weinland, erfreute sich am neuen Jahrgang des Rebensaftes, der unter anderem hilft, die Grillen und Sorgen zu beseitigen, und liess schliesslich in Salzburg zu Sankt Peter die Becher hell erklingen. Roland Bolliger erklärte jeweils Ursprung und andere Eigenschaften der Lieder. Dass sie beim Publikum ankamen, dafür sorgten das ausgewogene Klangbild des Chores, seine Reinheit in der Stimmbildung und vor allem der Sinn für Eintracht und Freude am Gesang, was alle 16 Mitglieder überzeugend einbrachten.

Gute Lügen sichern das Überleben

Die Suche nach Ausweichmanövern war das Dauerthema des Schwanks in drei Akten von Bernd Gombold mit dem Titel «Gueti Lüge läbed länger». Sie gab Anstoss zu hitzigen Wortgefechten, Irrungen und Wirrungen, Tricks und Täuschungen und immer wieder auch zu urkomischen Situationen und Zwischenfällen. Rede und Gegenrede trieben die Handlung voran; ihre nahtlose Vernetzung war die Herausforderung der zehn Mitwirkenden und ausnahmslos alle wirkten an diesem Geflecht mit erstaunlichem Geschick und punktgenauer Schlagfertigkeit mit. «Es ist sicher das schwierigste und anspruchsvollste Stück, das wir bisher aufgeführt haben», erklärte Regisseur Peter Hess. Mit der Einstudierung habe die Theatergruppe im November begonnen. Wohl konnten neun Mitwirkende auf Theatererfahrung aufbauen. Neu hinzugekommen ist Fabian Nyfeler, und zwar gerade mit der tragenden und trickreichen Rolle des polnischen Schwarzarbeiters Kasimir. Umso erstaunlicher ist die Präzision und Theaterkunst, mit denen die verwickelte Handlung eingefädelt und überzeugend abgewickelt wurde.

Am Rand des Ruins

Schauplatz oder Tatort der Betrugsversuche ist das Wohnzimmer des Automechanikers Manfred Müller (Peter Lerch) und seiner Frau Monika (Brigitte Planzer). Mit von der Partie ist auch Mathias Müller (Simon Röthlisberger), ein Tüftler, der ständig an automatischen Geräten für die Küche bastelt. Unter anderen konstruiert er einen Stuhl mit geheizter Sitzfläche, die den Gästen wie Bankdirektor Dr. Peter Geier (Fritz Lanz) den Hosenboden heiss macht, als erfolglos über einen Kredit zum Ausbau der Autowerkstatt verhandelt wird. Der Betrieb ist nämlich hoch verschuldet, weshalb die Gemeindepräsidentin Sabine Bölsterli-Blum (Sonja Lerch) kein Gemeindeland an Müller für eine neue Werkstatt verkaufen will. Die Lage scheint hoffnungslos zu sein. Kasimir macht den Vorschlag, den Mercedes von Dr. Geier zu klauen und das Auto in Polen zu verkaufen. Inzwischen war auch Henriette Bingelli (Miryam Ammann) vom Arbeitsamt aufgetaucht, die Wind von einem Schwarzarbeiter erhalten hatte. Kasimir hatte sich jedoch als Grossmutter verkleidet unter der Decke des Sofas versteckt. Zwischendurch kamen Kasimirs schrullige Tanten namens Stanislava (Silvia Kreienbühl) und Olga (Ursula Hess) auf Besuch, die eine von ihnen mit einem altmodischen Hörgerät. Trotzdem verwechselte sie ständig die Worte, was stets für Lachsalven sorgte.

Dann bringt die Briefträgerin Paula (Manuela Lanz) Post, wonach der Bastler Mathias Müller ein Gerät erfunden habe, das wie ein Staubsauger mit einem Schlauch das Autoabgas abfange, es in Treibstoff verwandle und mit dem zweiten Schlauch wieder in den Motor leite. Geiser wittert ein Bombengeschäft, zuckt auf dem Stuhl, den Müller nun mit einem Stromschlag ausgerüstet hatte, und verspricht finanziell das Blaue vom Himmel herunter. Natürlich geht die Rechnung nicht auf. Weshalb sei hier nicht verraten, nur so viel: Das Lachen wird zum Dauerzustand.

Weitere Aufführungen: 26., 27., 29. und 30. März um 20 Uhr im Restaurant Fennern.

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