Jahreskonzert Musikgesellschaft: Musik sendet verbindende Signale aus

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Als Kantonale Veteranen ehrte Co-Präsidentin Carolina Ammann (3. v. l.) Jacqueline Erismann (Cornet) und Daniel Widmer (Trompete) sowie als eidgenössischen Veteranen Albert Furrer (Posaune, r.).
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Vom Orchester begleitet, überraschten Anne Köhn und Annamaria Gamp mit brillantem Flötenspiel. Kurt Buchmüller

Gute, handgemachte Unterhaltungsmusik biete das Jahreskonzert. So lautet das Versprechen im Programmheft. Es wurde hundertprozentig und passgenau eingehalten. Aber auch an anderen Anlässen gab die Musikgesellschaft Kölliken (MGK) den Ton und den Charakter der Stimmung an. Wann und wo genau, dokumentierten vor dem Konzert auf die Leinwand projizierte Bilder. Sie zeigten, wie nah die Musikgesellschaft am Puls und Herz der Dorfgemeinschaft tickt: Da erscheint der Rückblick auf Geburtstagsständchen und eine Hochzeitsfeier, auf Proben vor wichtigen Anlässen wie ein Kirchenkonzert oder die Erstkommunion, das Blasmusikkonzert im Wiesental des Südschwarzwaldes mit dem befreundeten Musikverein Utzenfeld unter dem Motto «Polka, Pop und Poesie», die Bundesfeier und der Auftritt im Zelt des Zirkus Stey.

Hohe Kompetenz

Die Spannweite des Repertoires der MGK reicht über Polka, Pop und Poesie hinaus bis zur Gospelmusik. Mit einem Donnerschlag des Schlagzeugs und gleitender Posaune wurde ein Medley mit dem Titel «Happy Marching Band» eröffnet, worin «When the Saints go Marching in» und «Down by the River Side» vorkamen, mitreissend im Schwung, gelenkt von Peter Dietiker. Er vertrat Hansjörg Ammann während eines Unfalls mit Spitalaufenthalt, gab Co-Präsidentin Carolina Ammann in der Begrüssung bekannt. Beim folgenden «Sierra Madre del Sur» (Wolfgang Roloff / Hans Hee) übernahm dann Hansjörg Ammann wieder die Führung, entlockte den mittleren Tonhöhen wehmütige Melodik, in die nach und nach auch andere Register einstimmten. Ein Leckerbissen für alle, die sich an diesen einstigen Hit erinnerten. Den nächsten Höhenflug hinauf in die zwitschernden Stimmen von «Die beiden kleinen Finken» (Henry Adrien Louis Kling) unternahmen Anne Köhn und Annamaria Gamp auf den Sopraninoblockflöten. Das war nun wirklich Spitzenklasse, wie die beiden Solistinnen ein bezauberndes Zusammenspiel im Einklang mit dem subtil begleitenden Orchester entfalteten, virtuose Partien unbeschwert meisterten und so brillant spielten, als sei dies selbstverständlich. Das Publikum war fassungslos und verlangte da capo.

Was die oberschwäbischen Dorfmusikanten können, gelingt auch ihren Kölliker Kollegen, nämlich die «Kuschelpolka» (Peter Schad) in Schwung zu bringen. Wenn nötig, gab Ammann mit einem Hüpfer den Ansporn dazu. Das war der Auftakt zur Ehrung von Albert Furrer (Posaune) als eidgenössischem Veteranen (35 Jahre) sowie Jacqueline Erismann (Cornet) und Daniel Widmer (Trompete) als kantonalen Veteranen (25 Jahre). Der erste Teil des Konzertes endete mit dem «Happy Sound» der «Golden Hits» des unvergänglichen James Last. Er habe mehr Platten verkauft als die «Beatles», gab Moderator Raphael Dobmann bekannt.

Ein «Sentimental Evening»

Nach der Pause wurde wieder ein Strauss handverlesener Preziosen aus guter alter Unterhaltungsmusik zusammengetragen. Das begann mit «Beyond the Sea» (Charles Trenet / Albert Lasry / Jack Lawrence), worin der Sänger Bobby Darin beschliesst, die Musik zu seinem Lebensinhalt zu machen. Dasselbe ist offensichtlich auch bei der MGK geschehen, wie ihre Begeisterung und das Können bei der Auslegung unterschiedlicher Stilmerkmale und Gefühlsebenen belegen. Das zwiespältige «A Whiter Shade of pale» kann nicht genau zugeordnet werden. Beim sehnsüchtigen «To all the Girls I’ve loved before» ist das eher möglich. Im «Sentimental Journey» ist der Fall klar. Darin werden die Erinnerungen an die Vergangenheit beschrieben, es gilt längst als Jazzstandard und wurde vor allem durch Doris Day bekannt. In das gleiche Zeitfenster gehört auch «Diana» (Paul Albert Anka). «Quando, quando» (Tony Renis) ist ein italienischer Popsong aus dem Jahr 1962 und wird wohl vielen Anwesenden im Saal noch in den Ohren klingen. Das Orchester auf der Bühne, in diesem Stück von Peter Dietiker geleitet, hat jedenfalls dem Publikum einen sentimentalen Abend mit erinnerungsreichen Rhythmen und Klangbildern von anno dazumal beschert. Dies bestätigte auch die Zugabe «Happy Day» (Georg Stich) und zum Schluss selbstverständlich der «Kölliker Marsch» von Kurt Brogli.

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