Patrick Räbmatter vor dem Heimspiel und der Bestätigung

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Der Spitzenschwinger Patrick Räbmatter will – wie hier gegen den Walterswiler Willi Schillig – möglichst oft obenauf sein. (Bild: Keystone)

Als sehr intensiv bezeichnet Patrick Räbmatter die Vorbereitung auf die Saison 2019, die für ihn am Sonntag in Oberarth mit einem Ex-aequo-Sieg sehr positiv startete: «Pro Woche habe ich fünf bis sechs Einheiten absolviert.» Zu den Trainings im Kraftraum kamen diejenigen im Sägemehl. «Ich war nicht nur im Schwingkeller in Zofingen, sondern habe auch regelmässig in Möriken mit den Eidgenossen Nick Alpiger und David Schmid sowie einigen Jungen trainiert. Hinzu kamen die Zusammenzüge des Nordwestschweizer Verbandes.» Nachdem «Räbi» im vergangenen Jahr ohne persönliche schwingerische Betreuung unterwegs war, konnte er sich wieder die Dienste des ehemaligen Kranzschwingers Matthias Arnold sichern. «Er hat mich bereits 2016 ans Eidgenössische begleitet», so der 27-jährige Lastwagenchauffeur, «ich habe ihn wieder angefragt und er hat glücklicherweise zugesagt.» Das erfolgreiche Duo Arnold/Räbmatter will an erfolgreiche vergangene Zeiten anknüpfen. «Wir haben viel investiert, körperlich und schwingerisch», erzählt Patrick Räbmatter, «ich habe zwei neue Schwünge dazugelernt, was mich natürlich unberechenbarer macht. Jetzt fühle ich mich bereit für den Start.»

Auch eine Zusammenarbeit mit dem dreifachen Eidgenossen Bruno Gisler wurde nach dessen Rücktritt besprochen, kam aber nicht zustande: «Er wollte etwas Abstand gewinnen.»

Gegen 20 Schwingfeste stehen für Patrick Räbmatter bis im September auf dem Programm – inklusive zwei ganz grossen Höhepunkten. «Das Aargauer Kantonalschwingfest Ende Mai in Zofingen ist ein Heimspiel und deshalb sehr speziell», sagt «Räbi», der dort auch als Helfer im Einsatz stehen wird, «ausserdem bin ich natürlich sehr gespannt auf das Eidgenössische Ende August in Zug.» Dafür muss sich der Uerkner Brocken zwar zuerst qualifizieren, bei einem «normalen» Saisonverlauf ohne Verletzungen oder Krankheiten sollte das aber kein Problem sein.

Und was würden er nehmen, wenn er wählen könnte: Den Sieg auf dem Thutplatz oder einen zweiten Eidgenössischen Kranz? «Das ist eine ganz schwierige Frage», sagt Patrick Räbmatter, «am liebsten natürlich beides. Normalerweise bin ich jeweils gegen Ende der Saison immer besser in Fahrt gekommen. Das habe ich nun aber versucht zu ändern. Ich möchte schon früh und bis zum Schluss in guter Form sein. Ich will mich in Zofingen von der besten Seite zeigen und würde natürlich auch gerne einen zweiten Eidgenössischen Kranz holen. Und wenn es nicht klappen sollte, will ich am Ende des Tages zumindest sagen können: Du hast alles gegeben.»

32 Kränze zählt Räbmatter mittlerweile sein Eigen. 2016 hatte er sechs geholt, 2017 deren vier und im vergangenen Jahr erkämpfte er sechs der begehrten Auszeichnungen. «Acht oder neun Kränze könnten es dieses Jahr werden», sagt Räbmatter, «sieben sind mein Ziel. Im Schwingen kann es aber schnell gehen und du landest weiter hinten. Deshalb mache ich es ganz einfach und schaue nur von Fest zu Fest.» 

 

An mehreren Fronten gefordert 

Im Schwingklub Zofingen und Umgebung hat sich im Vergleich zum letzten Jahr an der Schwingerfront wenig verändert. «Es sind immer noch etwa die gleichen dabei», sagt der technische Leiter Simon Schär, «wieder dazugekommen ist Jonas Schär. Ausserdem werde ich nicht mehr aktiv eingreifen, unter anderem, weil ich wegen meiner Schulterverletzung eine Operation über mich ergehen lassen müsste, um wieder schwingen zu können.» Wie die schwingerische Zukunft des Siegers des Eidgenössischen Nachwuchsschwingertags 2018, Yanik Bucher, aussieht, ist noch nicht klar, weil er den Sprung ins nationale Kader der Ringer geschafft hat.

Der Schwingklub Zofingen wird in der Saison 2019 nicht nur im Sägemehl gefordert sein, sondern auch als Organisator. Mit dem 113. Aargauer Kantonalschwingfest am 24. bis 26. Mai auf dem Thutplatz in Zofingen kommt «etwas sehr Spezielles auf uns zu», wie der 28-jährige Schöftler Simon Schär erklärt, «wir freuen uns sehr.» Um Ende Mai nicht nur im Hintergrund erfolgreich zu sein, hat der SK Zofingen eine intensive Vorbereitung absolviert. «Am Anfang des Wintertrainings war der Besuch sehr gut», so Simon Schär, «und die ambitionierten Schwinger haben es auch bis jetzt durchgezogen.» Zu diesen gehören neben dem Aushängeschild Patrick Räbmatter sicher auch die beiden Kranzschwinger Aaron Rüegger und Kornel Arnold. «Es wäre schön, wenn ‹Räbi› den Eidgenössischen Kranz und Aaron den Kranz vom letzten Jahr bestätigen könnten», sagt der technische Leiter Simon Schär, «und vielleicht schafft ja nicht nur ‹Räbi› die Qualifikation für das Eidgenössische.» 

 

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