Die Luzerner Polizei stösst personell an ihre Grenzen

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Bevölkerungs- und Verkehrswachstum sind mitunter die Gründe, weshalb die Luzerner Polizei personell an ihre Grenzen stösst. LUZERNER POLIZEI

Der Kommandant der Luzerner Polizei verwies dabei auf das Bevölkerungs- und Verkehrswachstum, aber auch auf die Digitalisierung und die damit zusammenhängende Internetkriminalität. Die Polizeidichte im Kanton nehme ab, erklärte er. Es gelte, den Handlungsspielraum der Polizei zu wahren.

2014 kamen im Kanton Luzern 578 Einwohner auf einen Polizisten, in diesem Jahr sind es 610. Der Schweizer Schnitt liegt bei 454 und ist somit deutlich tiefer. Der Kanton Luzern hatte den geplanten Ausbau der Polizei aus finanziellen Gründen verlangsamt.

Mehr komplexe Internetfälle
Die Luzerner Polizei registrierte 2018 24 182 Straftaten, 20 mehr als 2017. Bei den Delikten nach Strafgesetzbuch, auf die drei Viertel der Straftaten entfielen, wurde ein Rückgang registriert. Die Menge der Fälle sei abnehmend, die Komplexität der Fälle aber zunehmend, erklärte Jürg Wobmann, Chef der Kriminalpolizei.

Gemäss der Polizeistatistik ging 2018 die Zahl der gewaltorientierten Delikte zurück. Es gab zwei Tötungsdelikte, gegenüber drei 2017. Die Zahl der Tötungsversuche sank von acht auf sieben. Abnahmen gab es auch bei der Anzahl der Einbruchdiebstähle sowie der Trick- und Taschendiebstähle.

Zunehmend Arbeit bereitete der Kriminalpolizei die Drogen- und Internetkriminalität. Die Zahl der Delikte mit Betäubungsmitteln nahm von 2346 auf 3034 zu. Immer öfter handelten Drogenhändler im Darknet mit illegalen Substanzen, teilte die Polizei mit. Die Aufklärung solcher Fälle sei komplex. Auffällige Zunahmen gab es auch bei den Erpressungen, der Pornografie und den sexuellen Handlungen mit Kindern. Ein Grossteil dieser Delikte werde mittlerweile im Internet respektive mit dem Smartphone begangen, teilte die Polizei mit. Ein Grund für die Zunahme der Fälle von sexuellen Handlungen mit Kindern könne auch die Sensibilisierung der Bevölkerung sein, sagte Jürg Wobmann.

Mehr Kontrollen
Die Zahl der Verkehrsunfälle ging 2018 von 2205 auf 2125 zurück. Wie im Vorjahr starben 13 Personen im Strassenverkehr. Die Zahl der Verletzten sank von 1213 auf 1192. Pius Ludin, Chef der Sicherheits- und Verkehrspolizei, führte diese Tendenz auch auf präventive Verkehrskontrollen zurück.

Justiz- und Sicherheitsdirektor Paul Winiker kritisierte, dass Polizisten oft respektlos begegnet werde. 2018 seien 117 Luzerner Polizisten von Drohungen oder Gewalt betroffen gewesen. 45 Polizisten seien verletzt worden. (SDA)

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