Reider Stimmbevölkerung will weiterhin eine Badi im Dorf

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Die Badi in Reiden kann nach Annahme des Sonderkredits saniert.

Die Badi Reiden kann 20 weitere Jahre betrieben werden. Die Reider Stimmbevölkerung hat an der heutigen Doppelabstimmung deutlich Ja gesagt zum Weiterbetrieb beziehungsweise zum Sonderkredit von 16 Millionen Franken. 65 Prozent legten ein Ja für den Weiterbetrieb in die Urne. Sogar 79 sagte bei der Doppelabstimmung Nein zur Stilllegung beziehungsweise zu einem 2,5 Millionen Kredit dafür. Die Stimmbeteilung lag bei 51,4 Prozent.

Gegen die Abstimmungsvorlage ist beim Regierungsrat des Kantons Luzern im Vorfeld eine Stimmrechtsbeschwerde eingegangen (wir berichteten). Privatpersonen kritisieren darin, dass die Abstimmungsbotschaft nicht ausgewogen, objektiv, neutral und wahr sei. Der entsprechende Beschwerdeentscheid stehe noch aus, schreibt die Gemeinde Reiden in einer Mitteilung. Falls der Regierungsrat der Beschwerde stattgibt, müsste die Abstimmung wiederholt werden. 

Die Sanierung der Badi Reiden ist seit mehreren Jahren ein Thema. Teile der Infrastruktur bestehen seit der Eröffnung vor 45 Jahren. Gleichzeitig geriet die Gründer-Genossenschaft in finanzielle Schieflage und wurde im Sommer 2017 durch die Badi Reiden AG abgelöst; Eigentümerin ist die Gemeinde Reiden, die die Badi von Anfang an erhalten wollte. 

Deshalb erhielt die Badi Reiden AG den Auftrag, die Badeanstalt attraktiver zu machen und zugleich die Ertragslage zu verbessern. Einen Vorschlag präsentierte der Verwaltungsrat bereits letztes Jahr. Unter anderem mit einem grossen Spa-Bereich und Stellplätzen für Wohnwagen wollte man die Standbeine erweitern, den Betrieb für die Zukunft wappnen. Die Badi Reiden AG rechnete damals mit Gesamtkosten von 9,5 Millionen Franken. Diese Kosten hätten aber den Rahmen gesprengt, so der Gemeinderat.

Anschliessend hat er die Badi Reiden AG beauftragt, das Projekt zu redimensionieren. Die Sanierung für 7,3 Millionen Franken wurde nun der Bevölkerung zur Abstimmung vorgelegt. In der Vorlage waren auch die Kosten für den Weiterbetrieb mit jährlichen Betriebsbeiträgen inkludiert. Insgesamt betrug der Sonderkredit deshalb 16 Millionen Franken. Die Sanierungskosten werden mit Fremdkapital gedeckt. Falls die Badi Reiden die nächsten 20Jahre gut wirtschaftet und entsprechend dem vorgestellten und von einem Wirtschaftsprüfungsunternehmen als realisierbar taxierten Finanzplan schwarze Zahlen schreibt, würde die Gemeinde (nur) für die jährlichen Betriebskosten von 430 000 Franken aufkommen.

Die SP, CVP und FDP kämpften im Vorfeld für den Weiterbetrieb der Badi. Die SP schrieb nach der Bekanntabe des Resultats entsprechend: "Die SP freut sich, dass mit der Badi ein wichtiger Treffpunkt für Jung und Alt weiter betrieben wird." Die IG Reiden stellte sich klar gegen das Sanierungsprojekt und aber auch gegen den Rückbau. Sie setzte sich für eine Drittlösung ein, weil das 16-Millionen-Projekt finanziell nicht tragbar sei. Auch die SVP wollte eine Alternative. Ihr war das der Vorschlag des Gemeinderats ebenfalls zu teuer. 

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