Rätselraten um Brandursache im Asylzentrum Oftringen — Strafuntersuchung läuft

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Die Asylunterkunft in Oftringen steht am Freitagabend in Vollbrand.

Das Asylzentrum am Langernweg 90 in Oftringen beherbergt seit über 20 Jahren Asylbewerber – oft jene mit einem negativen Entscheid, die Nothilfe beantragt haben. Gestern ging bei der Feuerwehr und der Polizei unmittelbar nach 18 Uhr der Alarm ein, dass das Zentrum in Flammen stehe. Sowohl die Bewohner als auch das zu ihrer Überwachung anwesende Sicherheitspersonal konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Da das Zentrum über keine stetigen Bewohner verfügt, war für die schnell angerückten Rettungskräfte lange nicht klar, ob sich tatsächlich alle anwesenden Personen nach draussen retten konnten. Die Problematik bestätigt auch Roland Pfister, Medienchef der Kantonspolizei Aargau. «Die Polizei führte in der Vergangenheit regelmässige Kontrollen durch und traf jedes Mal eine andere Anzahl Bewohner an», so Pfister. Bei Brandbeginn waren rund 15 Personen anwesend. Davon wurden drei wegen Verdacht auf eine Rauchvergiftung im Spital Zofingen untersucht. Alle anderen wurden von der Feuerwehr mit Wärmedecken versorgt.

Die drei Feuerwehren Aarburg, Oftringen und Zofingen konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Einfach sei die Situation für die Beteiligten aber nicht gewesen, sagt Roland Pfister. «Das Gebäude ist alt und mehrstöckig. Verschiedene Brandnester forderten den Feuerwehrleuten alles ab.» Herabfallende Ziegel etwa erschwerten die Löscharbeiten, da Schläuche in der unmittelbaren Nähe des Hauses beschädigt wurden.

Die Brandursache ist zur Zeit noch unbekannt. Gemäss Pfister hat die Kantonspolizei die Ermittlungen aufgenommen. Die zuständige Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm eröffnete umgehend eine Strafuntersuchung. «Es ist es aber noch zu gefährlich, das Gebäude zu betreten, da das Dach einsturzgefährdet ist.» Der Brandermittler werde seine Arbeit im Laufe des Wochenendes aufnehmen. Der Sachschaden wird auf mehrere hunderttausend Franken geschätzt.

Die Bewohner der Anlage, welche durch den Brand ihr weniges Hab und Gut verloren haben, werden momentan durch den kantonalen Sozialdienst betreut. Dieser versucht sie nun in anderen kantonalen Asylzentren, wie etwa in Holderbank oder Buchs, zu platzieren.

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