«Vioce meets Piano» macht einen Ausflug in die Jazz-Ära

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Geraldine Granget, Fashion-Frau aus Suhr, im lachsfarbenen Kleid zwischen Sängerin Kristina Tajsic und Pianist Christoph Hegi. alfred weigel

Für den Abschluss des Programms des Kölliker Kulturvereins Späktrum – weiter gehts dann im September – waren am «Voice Meets Piano»-Konzert besondere musikalische Gäste eingeladen: Saxophonist Pius Baumgartner und Bassist Roman Dylag. «Wir spielen gerne mit Profis», kündigte Christoph Hegi die beiden Musikerstars an. Dass Bassist Roman Dylag und Pius Baumgartner mit Saxophon auch gern mit «Voice Meets Piano» zusammenarbeiten, stellte sich schnell heraus.

Sängerin Kristina Tajsic und Pianist Christoph Hegi entführten die Zuhörer in die 30er- bis 50er-Jazzjahre. Seit 17 Jahren steht das Paar gemeinsam auf der Bühne. 150 Lieder haben sie in ihrem Repertoire, rund 20 Titel präsentierten sie, darunter die bekannten Titel «Hit the road Jack» und «Route 66» des amerikanischen Jazzpianisten und Sängers Nat King Cole. Wohlklingende Namen wie Marilyn Monroe und Nina Simone reihten sich auf, denen Kristina Tajsic ihre Stimme lieh.

Kontroverse Schauspielerei zwischen Pianist und Sängerin hatten Unterhaltungswert. Ein Streitpunkt war der Text des Ella Fitzgerald Songs «Black Coffee», der zwar ihm, aber nicht ihr gefiel. Gesungen wird, was dem Publikum gefällt. Worum gehts darin? Die Ehefrau wartet in der Küche auf ihren Mann, während sie schwarzen Kaffee trinkt und Zigaretten raucht. Solche Zeiten sind längst vorbei, doch die Erinnerung lebt. Sie lebte auch mit Doris Days «Sentimental Journey» weiter.

Die damalige Zeit fasziniert Kristina Tajsic, nicht nur aufgrund der Musik, sondern viel mehr noch aufgrund des Zeitgeistes, der Möbel und der Mode. Was bei der Jazz-Ära nicht vergessen werden sollte, machte Christoph Hegi deutlich: Die Jazzmusiker zu jener Zeit waren «schwarz», das Publikum «weiss». Mit dem «The Mooche»-Song von Duke Ellington kam dies ganz speziell zum Ausdruck. Nicht fehlen durfte an diesem Abend auch Geraldine Granget, Fashion-Frau aus Suhr, die ein Outfit im Stil der 50er-Jahre trug. Christoph Hegi schätzt die Professionalität seiner Gastmusiker. Roman Dylag meint dazu nur: «Es ist nicht lustig, 81 zu sein.» Der legendäre Bassist arbeitete zeit seines Lebens mit vielen prominenten Musikern zusammen. Der begnadete Jazzmusiker Pius Baumgartner blies abwechselnd auf Tenor- und Sopransaxophon. Für seinen Einsatz bei «Perhaps, perhaps, perhaps» aus dem Film «Pillow Talk» – deutscher Titel «Bettgeflüster» – mit Doris Day und Rock Hudson erntete er spontanen Applaus. Der Graubündner aus dem Oberengadin spielt auch Ländler. Eine Kostprobe blieb er an diesem Abend jedoch schuldig.

Weiter gehts im «Späktrum»-Programm im September. Weitere Informationen sind unter www.spaektrum.ch zu finden.

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