Stadt denkt grüner: PET-Flaschen und Alu-Dosen werden nur noch mit Jeton verkauft

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Zu jeder verkauften PET-Flasche und Alu-Dose wird ein Jeton im Wert von zwei Franken abgegeben. (Bild: schwe)
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«Mit dieser Massnahme möchten wir die Leute sensibilisieren, dass sie ihren persönlichen Beitrag für die Umwelt leisten.» Peter Siegrist, Stadtrat Zofingen

Am diesjährigen Zapfenstreich verkauft die Stadt Zofingen den Besucherinnen und Besuchern erstmals Mehrwegbecher, die in einem originellen Design und nach dem Motto «Stadtfest Zofingen 2019» daherkommen sollen. Der entsprechende Wettbewerb ist bereits lanciert und dauert bis zum 22. April. Ebenfalls wird ein Pfandsystem für PET-Flaschen und Alu-Dosen eingeführt. Wie das System konkret funktioniert und wieso es eingeführt wird, erklärt der zuständige Stadtrat Peter Siegrist im Interview.

Wie funktioniert das PET- und Alu-Dosen-Pfandsystem?

Zu jeder verkauften PET-Flasche und Alu-Dose wird ein Jeton im Wert von zwei Franken abgegeben. Um das Geld zurückzubekommen, muss man die Flasche oder die Dose mit dem Jeton zurückgeben.

Wie viel kostet der Mehrwegbecher und weshalb erhält man nur einen Teil des Kaufpreises zurück?

Der Mehrwegbecher wird zwei Franken kosten. Die Idee ist, dass die Leute den Becher nach Hause nehmen und ihn im Privaten benutzen – sie können beispielsweise an einem Picknick aus ihm trinken. Diejenigen, welche den Becher nicht nach Hause nehmen wollen, können ihn an einer Sammelstelle zurückgeben und erhalten einen Franken zurück. Mit dem anderen Franken werden die Kosten der Reinigung gedeckt. Mit dieser Massnahme möchten wir die Leute sensibilisieren, dass sie ihren persönlichen Beitrag für die Umwelt leisten.

Bei welchen Anlässen soll das Pfandsystem respektive der Mehrwegbecher angewendet werden?

Der diesjährige Zapfenstreich ist das Pilotprojekt des Pfandsystems und des Mehrwegbechers. Für alle anderen Veranstaltungen, wie zum Beispiel das Aargauer Kantonalschwingfest, gilt noch der Status quo. Anschliessend an den Zapfenstreich werden wir die Erfahrungen analysieren. Allfällige Korrekturen lassen wir in das Gesamtkonzept, welches für das Jahr 2020 angedacht ist, einfliessen.

Ist auch Mehrweggeschirr in Planung?

Die Einführung von Mehrweggeschirr muss man sich überlegen. Das ist aber wesentlich komplexer als die Einführung eines Mehrwegbechers und eines Pfandsystems für PET-Flaschen und Alu-Dosen. Denn Mehrweggeschirr ist eine «Never-ending-Story»: Bleibt es bei Tellern und Pommes-frites-Schalen oder sollen auch Mehrwegfleischspiesse und -Servietten zum Einsatz kommen?

Wird es jedes Jahr ein neues Sujet geben?

Ja und nein. Wir werden serienweise produzieren. Das heisst, erst wenn die produzierte Anzahl an Mehrwegbechern aufgebraucht ist, wird eine neue Serie mit einem neuen Sujet lanciert. Wie gross die Menge sein wird, zeigt sich später.

Seit wann kursiert diese Idee? Ist die Zeit für den Design-Wettbewerb – Einsendeschluss ist der 22. April – nicht etwas knapp bemessen?

Die Idee eines Mehrwegbechers und eines Pfandsystems für PET-Flaschen und Alu-Dosen existiert schon länger. In einer Stadt drehen sich die Räder aber ein wenig langsamer, als sie das in der Privatwirtschaft tun. Die Einreichungsfrist für die Gestaltungsideen des Mehrwegbechers ist aufgrund der Lieferfristen der Becher eher knapp bemessen. Es ist aber eine Illusion, dass das Ergebnis besser wird, wenn einem mehr Zeit zur Verfügung steht. Wir warten gespannt auf möglichst viele kreative Sujets.

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