Sie kämpfen für die Artenvielfalt

Die Sechstklässler waren fleissig damit beschäftigt, die dominanten Haselzweige zu kürzen. Fotos: Emil Stöckli
In diesem Jahr endet die Unterstützung der Köchlin-Stiftung für das Hecken-Projekt.
Basil: «Ich beurteile das Projekt positiv, lernten wir doch Pflanzen und den Lebensraum verschiedener Tiere näher kennen. Die Arbeit an der frischen Luft bereitete Spass und stellte eine willkommene Abwechslung zum Aufenthalt im Klassenzimmer dar. Bei den praktischen Einsätzen waren sowohl der Kopf wie auch die Muskeln gefragt. Zudem ist jeweils gut ersichtlich, was unsere Arbeit bewirkte.»
Erich Tschopp: «Die Einsätze der Schülerinnen und Schüler während der letzten acht Jahre lohnten sich – eine zuvor eintönige Hecke präsentiert sich nun mit vielfältigen Pflanzen. Sie bietet zudem verschiedenen Tieren, vom Schmetterling bis zu einigen Säugetieren, einen idealen Lebensraum. Hecken sind für Flora und Fauna äusserst wertvoll. Mir hat die Arbeit zusammen mit den Schülern viel Freude bereitet.»
Gaby Peter: «Dieses Projekt bot uns die Möglichkeit, Unterricht vor Ort zu betreiben. Als Anschauungsobjekte dienten nicht Bilder, sondern echte Pflanzen und auch Tiere. Die Kinder erfuhren in freier Natur, warum solche Hecken wichtig sind. Die körperliche Arbeit war fordernd und der Umgang mit den verschiedenen Werkzeugen lehrreich. Es ist deutlich wahrnehmbar, wie sich das Aussehen der Hecke in den letzten acht Jahren verändert hat.»
Sarah: «Durch unseren Einsatz ermöglichten wir das Wachstum verschiedener Pflanzen. Ich hatte viel Spass an diesen Stunden ausserhalb des Schulzimmers, obwohl ich mich danach jeweils ziemlich müde fühlte. Das «Hecken-Projekt» werde ich in guter Erinnerung behalten, habe ich doch dabei viel Neues erfahren. Es bot mir auch die Gelegenheit, einen aktiven Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt zu leisten.»

«Super, Larina», lobt die Sechstklasslehrerin eine ihrer Schülerinnen, die am steilen Wegrand mit dem Zurückschneiden von Haselstauden beschäftigt ist. «Auch mit dem diesjährigen Frühlingseinsatz schaffen wir Platz und Licht für andere einheimische Pflanzen (Eberesche, Pfaffenhütchen, Schwarzdorn, Schwarzer Holunder, Hartriegel, Hundsrose und wolliger Schneeball), die wir zu Beginn des Projekts angepflanzt haben», erklärt Gaby Peter. Die Werkzeuge für diesen praktischen Einsatz brachten die Schüler von zu Hause mit oder entnahmen sie dem von der Köchlin-Stiftung zur Verfügung gestellten Set. Nach einer Stunde Arbeit erlahmte zwar der Eifer bei einigen Kindern sichtlich. Doch ein aufmunternder Aufruf durch die Lehrerin oder den Betreuer zeigte die gewünschte Wirkung – engagiert wurde weitergearbeitet. «Mit diesem Projekt schaffen wir den nötigen Platz für Pflanzen und Lebensraum für verschiedene Tiere», sagt Erich Tschopp, der als Förster das Projekt fachlich betreut. «Gleichzeitig werden die Kinder für die Geschehnisse in der Natur sensibilisiert, lernen Pflanzen kennen und haben beim Arbeiten viel Ausdauer zu zeigen», ergänzt Gaby Peter. Diese bewies die engagierte Lehrerin, die im Schuljahr 2011/12 mit dem Projekt startete. Mittlerweile waren schon vier verschiedene Klassen bei der Umsetzung tätig, die jährlich bis zu zwei Halbtage beansprucht.

In diesem Jahr endet die Unterstützung durch die Köchlin-Stiftung und das Projekt gilt als abgeschlossen. Es bedürfe jedoch weiterhin jährliche «Säuberungsaktionen», bei denen die dominanten Haselstauden zurückgeschnitten werden müssten, bemerkt Erich Tschopp.

Wie weiter mit der Stumpen-Hecke? Die Frage ist noch absolut offen. Das Tandem «Tschopp-Peter» wird nach Möglichkeiten suchen, damit die geschaffene Artenvielfalt von Flora und Fauna weiterhin erhalten bleibt. Lehrerin Gaby Peter bezeichnet dieses Langzeitprojekt als gelungene Sache. Es eigne sich – auch nach Lehrplan 21 – ideal als Unterrichtsthema in den Bereichen Biodiversität / Ökosysteme.

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