Gemeinderats-Kandidaten: Dreifache Motivation für ein attraktives Rothrist

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Martin Bossert, Marianne Kamber und Stefan Schmitter (v. l.) stellten sich am Donnerstag im Gemeindesaal Breiten den Fragen der Bevölkerung. Die drei möchten am 19. Mai in den Rothrister Gemeinderat gewählt werden. Frei wird der Sitz von Adrian Schmitter. twa

Marianne Kamber hört die Wünsche und Sorgen der Rothrister Bevölkerung immer aus erster Hand von ihren Kundinnen und Kunden. Die 59-Jährige ist Geschäftsführerin eines Coiffeursalons. Für die SVP möchte sie nun den Gemeinderatssitz des abtretenden Adrian Schmitter ergattern. «Wichtig ist mir, dass wir in diesem Bereich nicht sparen», meinte sie, als mit dem Bildungsstandort Rothrist das erste Thema des Podiums angeschnitten wurde.

Im Rahmen der Ressourcierung will der Kanton Aargau den Schulgemeinden pro Schüler künftig eine Pauschale auszahlen. Die Gemeinden können dann autonom entscheiden, wie das Geld eingesetzt werden soll. «Wir müssen nun selbst darauf Acht geben, dass beispielsweise die Heilpädagogik nicht zu kurz kommt», meinte Kamber. Während für den parteilosen Swisscom-Angestellten und Rothrister Ortsbürger Stefan Schmitter (50) die Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnik (ICT) an den Schulen im Zentrum steht, ist es Martin Bossert (47) von der EDU ein Anliegen, dass möglichst viele Schulen in Rothrist selbst angeboten werden. «Wenn ich in der Zeitung lesen muss, dass die Bezirksschule Aarburg 2022 schliessen muss, finde ich das sehr bedenklich. Wir müssen unbedingt in die Bezirksschule in Rothrist investieren.»

Bossert ist vor vielen Jahren aus dem Kanton Zürich nach Rothrist gezogen, da seine Frau hier ihre Wurzeln hat. Mittlerweile besitzt auch er das Ortsbürgerrecht und ist Vizepräsident der Schulpflege.

Querschnitt der Sorgen

Rund 70 Personen wohnten der von ZT-Chefredaktor Philippe Pfister moderierten Diskussion bei. Thematisiert wurde auch die Rothrister Raumplanung. Alle drei Kandidierenden waren sich einig, dass die Gemeinde gut daran tut, mit Immobilien- und Landkäufen die Entwicklung von Rothrist mit zu steuern. Martin Bossert sah ausserdem grossen Handlungsbedarf beim niedergebrannten Strebel-Areal: «Was da passiert ist – und vor allem weshalb es passiert ist – ist nicht das, was ich unter einer attraktiven Gemeinde verstehe.» Auf die Frage, was sie im Gemeinderat als Erstes anpacken würde, nannte Stefan Schmitter wiederum den pädagogischen ICT-Support an den Schulen. Martin Bossert will auf keinen Fall die Steuern erhöhen und stattdessen sparen, wo es möglich ist: «Dazu gehört auch, dass wir beispielsweise hinterfragen, ob es an der Schule nicht auch mit dem einen oder anderen Drucker weniger ginge.»

Marianne Kamber möchte sich dem Verkehr annehmen. «Wir müssen uns überlegen, wo wir die Autos durchleiten wollen und wo wir Begegnungszonen schaffen möchten. Es kann nicht sein, dass alles durch die Bernstrasse fährt.»

Als das Mikrofon für Fragen aus der Bevölkerung an die drei Kandidierenden durch das Publikum gereicht wurde, ergab dies einen guten Überblick über die aktuellen Sorgen der Bewohnerinnen und Bewohner von Rothrist. Es wurden Fragen zur ÖV-Anbindung der Gemeinde, zum Hallenbad, Littering, Vandalismus, Bevölkerungswachstum und zu allfälligen Gemeindefusionen gestellt.

Bei letzterem Thema waren sich die Kandidierenden wiederum einig: «Rothrist soll eigenständig bleiben, aber wenn eine andere Gemeinde zu uns kommen will, dann prüfen wir das.» Zum Ende des Podiums durften alle drei einen kurzen Werbespot für sich halten. «Ich bin teamfähig, sachlich, schaue aber genau hin und kritisiere auch», beschrieb sich Marianne Kamber, während Martin Bossert sein Verantwortungsbewusstsein hervorhob. «Ich will mich für diese Anliegen einsetzen, die Sie beschäftigen», sagte er. Und Stefan Schmitter betonte, er wolle Rothrist mit Kompromissen weiter bringen, auch wenn man es natürlich nie allen recht machen könne. «Wählen Sie mich, weil ich der einzige Kandidat bin, der nicht von einem Parteibüechli abhängig ist», warb Schmitter und hatte die Lacher des Publikums auf seiner Seite. Die Ersatzwahl findet am 19. Mai statt.

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