Zwei Stelen als Zeichen für die Verbundenheit der fusionierten Gemeinden

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Gemeinderat Uwe Matthiessen und Martin Rüdiger von der Kultur- und Landschaftskommission präsentieren das Modell der Stele mit dem Schriftzug Reitnau.
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Der Schriftzug Reitnau und Attelwil, jeweils auf einer Stele. Bei Einfahrt in den Dorfteil Attelwil steht «Attelwil» vorne, «Reitnau» hinten. Bei Einfahrt in Reitnau umgekehrt. zvg

Dass Reitnau und Attelwil seit Anfang Jahr zusammengehören, soll künftig auch sehen, wer ins vereinte Dorf einfährt. Ab Mitte Jahr werden zwei Stelen mit den Schriftzügen Reitnau und Attelwil die Reisenden begrüssen. Von den ersten Ideen bis zur definitiven Umsetzung wird es dann gut zwei Jahre gedauert haben. «Die bestehenden Dorfeingangstafeln von Reitnau stammen vom letzten Dorffest vor 25 Jahren und sind nicht mehr in Top-Zustand. Und auch an den Adler-Skulpturen des Attelwiler Künstlers Toni Lüthi hat der Zahn der Zeit genagt», erklärt Martin Rüdiger. Er ist von der Kultur- und Landschaftskommission (KLK) zuständig für die neuen Dorfeingangsschilder. 2017 hat er den Auftrag erhalten, sich um die Schilder zu kümmern. Die KLK sammelte Vorschläge, führte Gespräche mit Kreativen aus der Region, entwickelte Ideen und verwarf viele davon wieder. «In der Fusionsphase war es nicht einfach, an den Dorfeingangsschildern weiterzuarbeiten», erinnert sich Martin Rüdiger. So kam es auch mehrfach zum Stillstand der Bemühungen. Erst als klar war, dass Reitnau und Attelwil tatsächlich fusionieren, konnte das Projekt, unter neuen Gesichtspunkten, weitergeführt werden.

Kein Ortsteil bevorzugt

Im September des letzten Jahres gelangte die KLK mit vier Vorschlägen an den Fusionsausschuss. Dieser entschied sich für die mehr als zwei Meter hohen Stelen mit den Schriftzügen «Reitnau» und «Attelwil», kreiert von Andrea Stahl von der Stahlfactory in Oberentfelden. Sie werden an den Dorfeingängen aufgestellt. «Bei Einfahrt in den Dorfteil Attelwil steht der Schriftzug Attelwil vorne, der Schriftzug Reitnau hinten. Bei Einfahrt in den Dorfteil Reitnau ist es umgekehrt», erklärt Gemeinderat Uwe Matthiessen. Er ist im Gemeinderat für den neuen Auftritt der Gemeinde zuständig – nicht nur an den Dorfeingängen, sondern auch auf Briefpapier oder im Internet. Matthiessen betont, dass die neuen Dorfeingänge möglichst neutral gestaltet sein sollen und keiner der beiden Ortsteile bevorzugt werde. «Darum haben wir beispielsweise darauf verzichtet, mit den Wappen der Gemeinden zu arbeiten.»

Die Ideenfindung für die neuen Dorfeingangsschilder war nur ein Teil der Arbeit. «Mich erstaunt sehr, wie viel Zeit der ganze Prozess und die Bürokratie in Anspruch nehmen», sagt Martin Rüdiger. Ende Dezember konnte ein Anfrage-Baugesuch beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons eingereicht werden. Die Stellungnahme führte zu notwendigen Anpassungen. Das Baugesuch steht nun kurz vor der definitiven Einreichung bei Kanton und Gemeinde. Gleichzeitig mussten auch Gespräche geführt werden mit den Eigentümern und den Pächtern des Grundes, auf dem die Stelen zu stehen kommen werden. «Dabei hat sich gezeigt, dass der zuerst gewünschte Platz nicht immer auch der definitive Platz ist», sagt Uwe Matthiessen. Wichtig sei auch gewesen, sich über die Befestigung der Stelen Gedanken zu machen. Denn beispielsweise fürs Reitnauer Bergrennen müssen diese ohne grossen Aufwand entfernt werden können.

Ersatz für die Häuschen

Mit den Stelen werden die Häuschen mit dem Schriftzug Reitnau ersetzt. Ebenfalls ersetzt wird der Adler am Ortseingang von Attelwil. Der Ast, auf dem das Tier sitzt, ist morsch und droht in absehbarer Zeit abzubrechen. Der Attelwiler Adler wird dann – in welcher Form auch immer – in seinem Heimatort erhalten bleiben. Bestehen bleiben hingegen das Spinnennetz zwischen Attelwil und Reitnau sowie die Anschlagtafel in Attelwil. Ob Letztere auch noch nach der Einführung des «Digitalen Schwarzen Brettes» erhalten bleibt, das unter anderem den Dorfvereinen eine Plattform bieten soll, ist noch offen.

Am Neujahrsempfang zu Ehren der fusionierten Gemeinde hat der Gemeinderat Reitnau ein Modell der neuen Dorfeingangsschilder vorgestellt: die ersten beiden Buchstaben des Schriftzuges Reitnau in Originalgrösse. «Wir haben aus der Bevölkerung viele positive Rückmeldungen erhalten», sagt Gemeinderat Uwe Matthiessen. Er und Martin Rüdiger hoffen nun, dass sie bis Mitte dieses Jahres mehr als nur zwei Buchstaben der Bevölkerung präsentieren können.

In der Galerie (unten) sehen Sie die aktuelle "Beschilderungs-Situation"

Der Schriftzug Reitnau und Attelwil, jeweils auf einer Stele. Bei Einfahrt in den Dorfteil Attelwil steht «Attelwil» vorne, «Reitnau» hinten. Bei Einfahrt in Reitnau umgekehrt. zvg
Zwischen Reitnau und Attelwil.
Mitten in Attelwil.
Dorfeingang Attelwil.
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