Die Brass Band MG Reiden präsentiert ihr Potenzial

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Die Jugendbrassband Reiden unter der Leitung von Philipp Renggli erwies sich als leistungsfähiger Hoffnungsträger im Nachwuchs. KBB
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Dirigent Roland Fröscher kann sich in der Brass Band Reiden auf eine ganze Reihe hervorragender Solisten stützen.

Die Brass Band Musikgesellschaft gebe dieses Jahr ein klassisches Konzert, versprach das Programm. Es war denn auch ganz dem spezifischen Stil und Klangbild einer solchen Formation angepasst. Die Brass Band Reiden kannte dabei keine Grenzen, sowohl in der Auswahl wie in den Anforderungen. So kam es zu Kostproben aus dem Norden, Balkan und Lateinamerika, Vivaldis Jahreszeiten und mit dem unendlichen Universum. Kurz: Es war ein Höhenflug in die Klangräume brillanter Brass-Band-Literatur und stets gelang eine zielgenaue Landung.

Es braucht einiges zu einem solch überzeugenden Musizieren. Die Jugendbrassband Reiden ist dazu bestens unterwegs. Wie die Seniorenmusik gehört auch sie zur Musikgesellschaft Reiden. 1994 gegründet, belegt sie eine Spitzenposition in den Luzerner Jugendmusikgruppen und ist fest verankert in der lokalen Musikkultur. Dies bestätigte ihr Auftritt am Samstagabend. In strammer Disziplin eröffnete sie das Jahreskonzert mit dem «March of the 13th Regiment» (Stephan Jaeggi). Hohe Anforderungen stellen die drei Sätze von «The three Towers» (Marc Jeanbourquin). Das beginnt mit einem turbulenten Auftakt aus allen Trichtern, dann leiten die Bässe den besinnlichen zweiten Satz ein, garniert mit Soloeinlagen von Cornet und Trompete. Im dritten Teil bricht Euphorie aus durch dröhnende Einlagen des Schlagzeugs und in wechselnden Einsätzen der Register. Nicht aus dem Staunen heraus kam das Publikum im Stück «Visions» von Mario Bürki. Darin steckt alles an wechselnden Stimmungsbildern, was eine gut geschulte Brassband erzeugen kann, und das ist die von Philipp Renggli geleitete Jugendbrassband. Die Vision lautet: Für ebenbürtigen Nachwuchs der Musikgesellschaft ist gesorgt.

Höhenflug im Bereich Brass Band

Seit 2015 steht die Brass Band unter der Leitung von Roland Fröscher, er sei zum Glücksfall für den Verein geworden, stellte Kurt Zurfluh in der Begrüssung fest. Weshalb war im Konzert rasch erkennbar: Er vermag das Orchester mitzunehmen in die Auslegung seiner musikalischen Auffassung, kann zum Mitwirken begeistern und inspirieren. Das zeigte sich schon darin, wie schneidig die «Knight Templar (Georg Allan) in Marsch gesetzt wurden, unterstützt von Soli des Cornets. Dann kündigte Moderator Louis Schibli einen Raumflug in das Universum aus der Sicht von «Music oft the Spheres (Philipp Sparke) an und erklärte die Gedankenwelt von Pythagoras über den Urknall, der die Entstehung der Erde und Zivilisation in Gang brachte. Das begann krachend, donnernd und chaotisch, besänftigte sich zunehmend und mündete in Harmonie. An eine solche Interpretation darf sich nur wagen, wer über absolute Sicherheit in präzisen Einsätzen, im nahtlosen Zusammenspiel und über eine kompakte Stimmführung in allen Registern verfügt. Und genau dies ist die Stärke der Brass Band. Dass auch die Fähigkeit zur Nuancierung dazu gehört, zeigte die hauchfeine Einleitung zu «Nordic Polska» (Edenroth & Kallio). Hier konnte die Brass Band auch beweisen, dass sie über mehrere Bläser im Rang von Solisten mit makellosem Zusammenspiel verfügt.

Grosse Bandbreite im Repertoire

Der zweite Teil des Programms gab Einblick in unterschiedliche Stilrichtungen vom Barock bis in die Neuzeit. Da begegneten sich ein Ausschnitt aus «Vier Jahreszeiten» (Vivaldi) und «Live and Let Die» (McCartney) mit dem unsterblichen James Bond und Thomas Arnold (Eb-Cornet) als Solist. Dem folgten «Balkan Sounds» (Traditionell) im Wechsel zwischen Sehnsucht und Temperament und einem Motiv, das in den Registern hin und her wanderte und mit einen knallharten Schluss endete. In «Latin of Brass» (Goodwin/Rutz/Laube) schlug das Schlagzeug einen rüttelnden Rhythmus an, musste dann aber einer schmeichelnden Melodie mit Soloeinlagen der Posaune wie der Trompete weichen. Im abschliessenden «Funky Brass» (Otto M. Schwarz) funkte nochmals eine ganze Reihe hervorragender Solisten mit. Nach so viel beschwingter Musik war als Zugabe etwas Beschauliches, fast Sakrales, fällig. Dies brachte Edward Elgar in «Nimrod» stimmungsvoll zum Erklingen. Mit dem triumphierenden «Victory» (Roman Hardimann) musste sich das Publikum endgültig zufrieden geben.

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