Die Stände am Freizytmärt sind heiss begehrt

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Es sind nicht einfach ein paar Neugierige, die da in den Gestellen der Kölliker Brocki Edelweiss stöbern. Die drei Frauen und zwei Männer sind Flohmarkt-Fans und zwecks Inspiration hier. Denn so wie hier, in der Brocki ihrer Freunde Markus und Tina Ragoni, soll es an den Flohmis ihres Vereins «Freizytmärt» auch aussehen: dort das Schränkchen mit Bauernmalerei aus Grossmutters Estrich, hier das Tee-Set aus Porzellan und am Kleiderbügel ein transparentes Etwas aus Spitze.

In drei Wochen wird sich erweisen, ob Jeannine und Patrik Peter, Fabienne Kasper, Stefan Segessenmann und Janine Urben einen attraktiven Flohmarkt auf die Beine stellen können: Am Samstag, 4. Mai, hat ihr erster Freizytmärt Premiere. 41 Plätze warten dann in der Mehrzweckhalle Kölliken darauf, mit alter Silberware, Retro-Guetzlidosen oder alten Kinderbüchern belegt zu werden. «Auch vor der Halle gibt es noch Platz für Stände, deshalb hoffen wir alle auf gutes Wetter, sagt Jeannine Peter. Nicht nur Gebrauchtes und Antikes ist am Freizytmärt willkommen. «Ein paar Stände haben wir für Selbstgemachtes reserviert, wie Strick- oder Holzsachen. Wenn das Konzept ankommt, will der Verein etwa zweimal jährlich einen Märt organisieren.

Fast alle gedeckten Stände weg

«Wir sind an einen gedeckten Flohmarkt nach Uster gefahren, um von einem Vergleichsbeispiel zu lernen», so Jeannine Peter. Vor allem sicherheitstechnisch sei ein Markt in einer Halle anspruchsvoll. Dem Aufruf der fünf, an ihrem Freizytmärt teilzunehmen, sind bereits zahlreiche Flohmi-Angefressene aus der Region gefolgt: Bis auf drei Stände sind schon alle innerhalb der Halle reserviert.

Finden in der Region zu wenige Flohmärkte statt, dass der Freizytmärt ins Leben gerufen wurde? «Wir gehen alle gerne in Brockenhäuser und auf Flohmärkte», sagt Jeannine Peter. «In den Städten finden regelmässig welche statt, bei uns draussen aber weniger.»

Der grösste Flohmi-Fan in der Gruppe ist Stefan Segessenmann. Kaum ein Flohmarkt, von dem er nicht mit einem Schnapsgläsli für seine Sammlung heimkehrt. Auch in der Brocki der Ragonis hat er schon welche erspäht. An zweiter Stelle ist der kleine Herr, der eben mit zwei Händen voller Spielzeugautos hinter den Gestellen hervorkommt: Noé, der Sohn von Jeannine Peter. Und es gibt noch mehr, das ihm gefällt: «Können wir diese Lampe da oben mit nach Hause nehmen», fragt der Knabe. Mami Jeannine Peter schüttelt den Kopf: «Aber Noé, wir haben doch fast dieselbe schon bei uns zu Hause.»

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