Kleinkunst mit einer Heiratsempfehlung

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Gitarrist Christian Hugelshofer, Bassist Patrik Meier und Monika Schär rockten das Palass in Zofingen. AW

«I mixe Dir en Liebestrank – nanana ... und mache Di vor Liebi chrank – nanana», singt Monika Schär mit anmachender Stimme zum Auftakt des Trottinett-Konzerts im vollbesetzten Palass. Die Mixtur für einen Liebestrank haben sie sicher nicht gefunden, aber die richtige Mischung, ihr Publikum zu begeistern. Sogar in der Palass-Galerie oben leuchteten die Augen. Fan-Gemeinde wie Neugierige warteten sehnlichst auf die Präsentation der vier Mini-Album-Lieder. Das Album gab es gratis am Eingang, mit bester Werbung für die junge Formation, bestehend aus Christian Hugelshofer (Gitarre), Patrik Meier (Bass) und Monika Schär (Gesang). Auf Schlagzeug verzichteten die drei, das übernahm eine Drum-Loop-Station auf dem als Bühne dienenden 5 mal 4 Meter breiten Orientteppich, an manchen Stellen schon reichlich abgenutzt. Nicht abgenutzt hören sich die selbstkomponierten Lieder des Trios an. Dass sie auch für den Alpentainer Trauffer Lieder schrieben und mit ihm auf der Bühne stehen, ordnet sie in das Genre «Mundart» ein.

Die temperamentvollen Lieder leben von der eine Oktave umfassenden Stimme der Wiliberger Gesangskünstlerin. Wenn sie einmal nicht singt, dann pfeift sie. Natürlich nicht auf das Publikum, das klatscht und singt begeistert den Refrain der Lieder mit. «Wenn D’wottsch hürote muesch en Aebi ha» singt sie in einem anderen Lied. Was man unter einem «Aebi» zu verstehen hat, erklärt sie gleich mit – es handle sich dabei um ein Motorfahrzeug mit einem Stern auf der Kühlerhaube.

Trottinett rockt den «Teppich», ein fulminanter Hit folgt dem nächsten. Zu Feuerwehr, Polizei und Sanität pflegen Trottinett eine besondere Beziehung. Anders ist die Lobeshymne «En Ma in Uniform» nicht zu verstehen, oder «Du bischt enfach de bescht» nach dem Tina-Turner-Song «Simply the best».

«Mängisch füehlsch di gross und mängisch chlii, drum gniess es jetzt, es isch so schnäll verbii» heisst es in einem anderen «Liedli». Schnell vorbei ging dagegen der Konzertabend, aber nicht ohne Zugabe. Der «Liebestrank» musste nochmals herhalten.

Welchen Ursprung «Trottinett» hat, fand seine Aufklärung. Ein Trottinett ist gewöhnlich ein zweirädriges Kleinfahrzeug mit bodennahem Trittbrett. Entstanden ist der Name auf einem Geburtstagsfest, an dem die drei Lieder einstudieren wollten. Wie man hören und sehen konnte, wurde mehr daraus: Eine eindrückliche Formation, der man in nächster Zeit noch an vielen Events begegnen kann.

Publikum wird einbezogen

Fast mehr weibliches Publikum als männliches war im Palass auszumachen. Woran das gelegen haben könnte? Man ist geneigt, von einer treuen Trottinett-Familie zu sprechen. Die Nähe zum Publikum ist frappierend. Es wird unentwegt einbezogen und zum Mitmachen animiert. Dabei bezeichnet Monika Schär die Trottinett-Auftritte als Kleinkunst ohne intellektuellen Anspruch – schön, wer es glaubt.

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