«Hoffnungslos»: So kommentiert die SVP den Parteiaustritt von Franziska Roth

Burgherr_Roth.jpg
Thomas Burgherr spart nicht Kritik an Regierungsrätin Franziska Roth © Severin Bigler/Alex Spichale

Wie Roth das Regierungsamt - nun ohne helfende Partei - weiterführen will, sei der SVP schleierhaft, schrieb die Partei am Dienstag in einer Stellungnahme. Ohne massive Erhöhung ihres persönlichen Einsatzes und ohne die Annahme von Hilfe sei dies nicht möglich.

Mit dem Parteiaustritt ist laut SVP kein einziges Problem gelöst. Ein Rücktritt vom Amt wäre für den Kanton Aargau das Beste. Die SVP Aargau müsse anerkennen, dass sie das Leistungsvermögen von Franziska Roth falsch eingeschätzt habe.

SVP hat sich getäuscht

Die Partei bittet die Aargauerinnen und Aargauer in aller Form um Entschuldigung für die 2016 beschlossene Nomination zur Regierungsratskandidatin. Zweieinhalb Jahre später sehe die SVP ein, dass sie sich damals getäuscht habe. Franziska Roth mangle es an Willen, Interesse und Talent, das Regierungsamt auszufüllen.

Die Vorwürfe von Seiten der Parteispitze seien spätestens im Februar 2018 sehr konkret formuliert worden, konterte die SVP Aargau entsprechende Vorwürfe von Roth. Als Beispiele nennt die Partei die angekündigte, aber nie vorgelegte Strategie für das Departement.

Weiter wirft die SVP Roth vor, jeweils am Montagmorgen nicht vor 10 Uhr zur Arbeit zu erscheinen. Weitere Kritik übt die Partei bezüglich fehlender Leadership, fehlendem Bezug zur Gesundheitsdirektorenkonferenz, Desinteresse für das Gesundheitswesen und die wichtigen Geschäfte sowie fehlender Präsenz an Sitzungen und Veranstaltungen.

Keine weitere Zusammenarbeit möglich

In den vergangenen Monaten sei ihre Arbeit und ihr Departement Gesundheit und Soziales (DGS) einer Dauerkritik ausgesetzt gewesen, hatte Roth am Dienstag vor den Medien in Aarau erklärt. Die diffusen Vorwürfe seien mehrheitlich von Seiten der Parteileitung der SVP Aargau gekommen.

Trotz mehrmaligem Nachfragen bei den Kritikern seien diese Vorwürfe bis heute nicht konkretisiert, geschweige denn mit Fakten belegt worden. Sie habe erkennen müssen, dass eine weitere Zusammenarbeit mit der Fraktionsspitze und der Geschäftsleitung der SVP Aargau nicht mehr möglich sei.

Sie habe sich deshalb entschlossen, die SVP des Kantons Aargau zu verlassen und als parteilose Regierungsrätin ihr Amt weiterzuführen, sagte sie. Das Parteipräsidium der SVP Aargau und der Aargauer Landammann Urs Hofmann (SP) wurden am Dienstagmorgen über ihren Entscheid informiert.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.
Keine Kommentare vorhanden
Heute auf zofingertagblatt.ch
Frage des Tages
Marktplatz
regiostellen.ch
Landbeck AG Aarau
Detailhandelsfachfrau 15-20%, Mitarbeiter, Aarau
Allenspach Medical AG
Einkäufer/Qualitätsverantwortlicher, 4710 Balsthal, Mitarbeiter, Balsthal
INSIDE
Inside, Mitarbeiter,
Affolter Haushaltapparate GmbH
Einbau-Monteur, Service-Techniker, 4528 Zuchwil, Mitarbeiter, Zuchwil
Alphüsli AG
Marktverkäufer m/w, 4538 Oberbipp, Mitarbeiter,
Bucherer AG
Polisseur / Oberflächenveredler m/w, 6000 Luzern, Mitarbeiter,
regioimmo.ch
Abo-Service

Normal-Abo (e-Paper/Digital inkl.)

Schnupper-Abo / Probe-Abo

Digital-Abo

Leserangebote
Partner