Fusion: Zwei Gemeindepräsidenten - aber bald nur noch eine Gemeinde

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Die beiden Gemeindepräsidenten Thomas Roos und Urs Kaufmann befinden sich auf den Zielgeraden der Fusionsverhandlung. Katrin Petkovic

In den nächsten acht Monaten schmelzen die Gemeinden Ebersecken und Altishofen allmählich zusammen. Ab 1. Januar soll es nur noch die fusionierte Gemeinde Altishofen geben. Wie laufen die Vorbereitungen? Thomas Roos (39), Gemeindepräsident von Ebersecken, und Urs Kaufmann (61) gaben schriftlich und telefonisch Auskunft.

Was ist der aktuelle Stand der Fusionsverhandlung?

Kaufmann: Wir sind zurzeit an der Ortsplanungsrevision. Die Gemeinden sind verpflichtet, die Zonenpläne und die Bau- und Zonenreglemente bis spätestens Ende 2023 den neuen interkantonalen Bestimmungen anzupassen. Aufgrund der Fusion haben wir diese Aufgabe bereits gemeinsam angepackt.

Roos: Zudem sind wir daran, einen Aufgabenkatalog mit über 200 Positionen abzuarbeiten. Dazu gehören beispielsweise Musikschule und Spitex. Auch die Wahlen der Kommissionen und des Gemeinderats werden vorbereitet.

Von aussen scheint für die Fusion alles klar geregelt zu sein. Gibt es keine Unklarheiten?

Roos: Der äussere Schein entspricht in diesem Falle der Realität. Wir sind in allen Punkten gut auf Kurs.

Was ist Ihre Hauptaufgabe in den Fusionsvorbereitungen?

Kaufmann: Wir sind in den Steuerungsgruppen für die 200 Positionen und reissen die jeweiligen Themen an.

Roos: Speziell betreue ich den Zusammenschluss der Feuerwehren Altishofen-Nebikon mit deren von Ebersecken. Um einen reibungslosen Zusammenschluss sicherstellen zu können, kommen die Feuerwehrkommandanten mit den Exekutivverantwortlichen und der Gebäudeversicherung des Kantons Luzern regelmässig zusammen.

Herr Roos, vor kurzem gaben Sie bekannt, dass Sie mit den Altishofer Gemeinderäten Josef Szalai, Simon Schwizer, Stefan Meier und Esther Kipfer im September erneut kandidieren. Was ist Ihre Motivation, als Präsident für die fusionierte Gemeinde Altishofen anzutreten?

Roos: Die Vorbereitungsarbeiten zur Fusion waren intensiv und vielseitig. Es wurden viele Gespräche geführt und Abklärungen getätigt. Die Bevölkerung beider Gemeinden wurde regelmässig über den Stand der Arbeiten und die Fakten informiert. Das entgegengebrachte Vertrauen beider Ortsteile möchte ich nutzen, um die Fusionsversprechen nun auch einlösen zu können. Ich möchte ein Teil des neuen Gemeinderats sein und zugleich mein Wissen aus dem Ortsteil Ebersecken einbringen und weitergeben.

Bisher waren Sie ja Altishofer Gemeindepräsident, Herr Kaufmann. Wieso treten Sie nicht mehr an?

Kaufmann: Ich habe Ende Jahr 19 Jahre und vier Monate als Gemeinderat geamtet, ich glaube, das reicht (lacht).

Mit welchen Gefühlen werden Sie das Gremium verlassen?

Kaufmann: Da steckt natürlich viel Herzblut drin – das ist wie eine Geschäftsübergabe. Am 1. Januar 2020 werde ich aber keinen klaren Schlussstrich ziehen, sondern nach wie vor für ein halbes Jahr oder ein Jahr die Ortsplanungskommission leiten.

War es von vornherein klar, dass Sie nicht beide antreten werden?

Roos: Nein, das war nicht von Anfang an klar. Erst nach der Volksabstimmung haben wir uns konkret Gedanken über die Neugestaltung der neuen Exekutive gemacht. Für beide Gemeinderäte war klar, dass zumindest in der ersten Zeit nach der Fusion aus beiden Ortsteilen Gemeinderäte im neuen Gremium vertreten sein müssen, um das Ortswissen uneingeschränkt transferieren zu können.

Kaufmann: Ich hätte wohl auch nicht mehr kandidiert, wenn die Fusion nicht zustande gekommen wäre.

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