Volksabstimmung «Sanierung Bahnhofplatz»: Infos erstmals auch per Video

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Visualisierung des neu gestalteten Bahnhofplatzes in Zofingen (Bild: Pixelschmiede GmbH, Ittigen)
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Visualisierung des ersten Untergeschosses mit Velostation links, Durchgang zur Altstadt, Treppe und Lift in der Mitte und Parking rechts (Bild: Pixelschmiede GmbH, Ittigen)

Der Bahnhof Zofingen ist eine wichtige Drehscheibe für den öffentlichen Verkehr in der Region. Dabei hat die Bedeutung des Bahnhofs als Ausgangs- und Verknüpfungspunkt von verschiedenen Verkehrsmitteln (Auto, Taxis, öffentlicher Verkehr, Velos und Motorräder) zugenommen. Der Stadtrat geht von einer weiteren Zunahme der Pendlerzahlen aus, dies nicht zuletzt als Folge des Ausbaus des öffentlichen Verkehrs und des Langsamverkehrs.

Velostation unter dem Bahnhofplatz
Heute gibt es beim Bahnhof 720 Veloabstellplätze, welche von Frühling bis Herbst sehr gut ausgelastet sind. Mit dieser Anzahl ist gemäss den massgeblichen Normen der Minimalbedarf nicht gedeckt. Bis ins Jahr 2030 rechnet der Stadtrat mit einem Bedarf von gesamthaft rund 1200 Veloabstellplätzen im Bereich des Bahnhofs. Davon soll die geplante Velostation unter dem Bahnhofplatz einen Drittel abdecken. Die Abstellplätze in der Velostation werden bewacht und sind kostenpflichtig. Die Zufahrt erfolgt über eine Rampe ab der Unteren Grabenstrasse.

Übersichtlicher Bahnhofplatz erleichtert Orientierung und verbessert Zugänge
Im Rahmen der Aufwertung und Sanierung des Bahnhofplatzes soll dieser übersichtlicher gestaltet werden. Die bestehende Velotribüne wird abgerissen. So können die Reisenden ungehindert zwischen Perrons, Bushaltestellen und Altstadt zirkulieren. Die Gestaltung des Platzes ist mit ein paar Bänken, der Linde, dem Brunnen und der bestehenden Wetterstation schlicht und soll ausschliesslich den Zufussgehenden und für Servicefahrten zur Verfügung stehen. In den Platz integriert wird wie bisher die Bushaltestelle. Diese sogenannte Kippstelle wird saniert und im Hinblick auf die zukünftigen Gelenkbusse etwas grösser gebaut als die bisherige. Ausserdem wird sie alters- und behindertengerecht gestaltet.

Der Bahnhofplatz wird vom "Würfel" mit Lift und Treppe dominiert. Er hat für die Zugänge zu den Perrons und zum Bahnhof-Parking eine wichtige Funktion. Seit Jahren steht eine Sanierung an, denn es gibt bauphysikalische Probleme, die Konstruktion ist angerostet, ausserdem bieten Treppen und Podeste zu wenig Platz und ein Vordach als Wetterschutz fehlt. Bereits erneuert wurde hingegen der Lift, welcher beim Unwetter vom Juli 2017 Totalschaden erlitt. Der Würfel soll neu mit dem Lift als Kernelement und einem ausladenden Dach umgestaltet werden, die Glaseinfassung wird entfernt. Gegenüber heute sind grössere Treppen und Podeste geplant. Die Parkplätze längs des Bezirksgebäudes für die Polizei, Taxis sowie die Kurzzeitparkplätze und die Busterminals werden weitgehend im heutigen Zustand belassen.

Vergrösserung des Parkings
Wird unter dem Bahnhofplatz im ersten Untergeschoss die Velostation gebaut, bietet sich die einmalige Chance, tiefer zu graben und im zweiten Untergeschoss als Verlängerung des bestehenden Parkings 32 zusätzliche Autoabstellplätze zu erstellen. Die Kosten pro Abstellplatz sind mit rund CHF 40'000 günstiger, als wenn sie separat in einer Tiefgarage erstellt werden müssten. Die Kosten für diesen Teil des Vorhabens belaufen sich auf knapp CHF 1,3 Mio.

Die Gesamtkosten für die Sanierung und Aufwertung des Bahnhofplatzes inkl. der Parking-Erweiterung und der neuen Velostation belaufen sich auf brutto rund CHF 9,3 Mio. Die Stadt kann mit Beiträgen des Bundes und des Kantons von insgesamt rund CHF 4 Mio. rechnen. Die Bundesgelder von CHF 3,3 Mio. aus dem Agglomerationsprogramm sind aber an die Bedingung geknüpft, dass das Projekt bis 2027 realisiert und mit dem Bund abgerechnet ist. Die Umsetzung dieses Agglomerationsprojekts ist für Zofingen ausserdem zentral, weil davon auch die Erfolgsaussichten künftiger Agglomerationsprojekte auf Bundesgelder abhängen. Am 26. November 2018 hat der Zofinger Einwohnerrat das Vorhaben einstimmig angenommen. Ob das für Zofingen strategisch wichtige Projekt umgesetzt wird, entscheidet am 19. Mai 2019 die Stimmbevölkerung.

Das Informations-Video wurde in Zusammenarbeit mit der Serviceagentur #ztplus der ZT-Medien AG erstellt, welche langjährige Erfahrungen im Bereich Videoproduktionen hat.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Velokeller werden nicht genutzt und sind teuer

Frido Stutz
schrieb am 26.04.2019 18:59
Um das Fahrradfahren zu fördern, muss das Verhalten und die Bedürfnisse dieser bekannt sein. Wenn die Velofahrer etwas nicht lieben, sind es die zentralen grossen Velokeller, welche nur über Rampen und Treppen umständlich erreichbar sind. Der Velofahrer wählt das Zweirad, weil er damit flexibler ist und nahe an seiner Destination sein Velo sicher und schnell parken möchte. Solche Untergrund-Anlagen sind teuer und die Umwelt wird mit dem Transport von vielen Tausend Kubikmeter Aushub und Beton belastet. Müsste man die Kosten dafür dem Velofahrer übertragen, würde das kein einziger bezahlen. Es wird also vom Steuerzahler bezahlt. Dazu kommen noch die Betriebskosten. Wenn die Anlagen 7/24 bewacht sein sollen, braucht es drei Schichten Personal. Wenn nicht, werden diese nicht genutzt, oder der Velofahrer bestellt nach dem Ausgang am Abend ein Taxi für die Heimfahrt. Velotürme hingegen kosten einen Bruchteil davon, benötigen weniger Raum, tragen zum Bild einer Stadt bei, können dezentral in kleinen Nischen und Baulücken nahe der Destination errichtet und jederzeit dem aktuellen Bedarf angepasst werden.
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