Die Schliessung der Bezirksschule Aarburg ist zu überdenken

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Nun scheint es definitiv. Die Bezirksschule Aarburg soll aufgegeben werden. Die neue Vorgabe betreffend Schülerzahl wird wohl bis 2021/22 nicht ganz erfüllt werden. Dass dies tatsächlich so ist, wissen wir aber noch nicht. Die Prognose der Schülerzahlen ist ja keine exakte Wissenschaft und daher relativ schwierig zu prognostizieren.

Auf Grund der hohen Bautätigkeit in Aarburg – es sind einige grosse Projekte mit vielen qualitativ hochstehenden Wohnungen in der Realisierungsphase – kann davon ausgegangen werden, dass die Schülerzahlen weiter steigen. Dies sieht man ja auch an den neu zu erstellenden Kindergärten. Es scheint deshalb voreilig, wenn man jetzt die Aufgabe der Bezirksschule plant und nicht versucht, vom Kanton eine Ausnahmebewilligung zu erhalten. Denn es ist klar: Wenn die Bezirksschule einmal weg ist, ist das definitiv. Für Aarburg bedeutet dies einen klaren Verlust an Attraktivität. Wie soll sich Aarburg als stark wachsende Gemeinde positiv entwickeln, wenn durch den Wegfall der Bezirksschule der Standort geschwächt wird? Der Kanton kann ja auch kein Interesse daran haben, dass er Aarburg, welches grosse Probleme zu bewältigen hat, zusätzlich schwächt. Probleme notabene, an welchen er nicht unschuldig ist.

Immerhin hat der Kanton vor wenigen Jahren über 100 Asylbewerber nach Aarburg verlegt, welche nun zum überwiegenden Teil in der Sozialhilfe angelangt sind und Aarburg zum absoluten Spitzenreiter in der betreffenden Statistik verholfen haben. Der Kanton wusste bei seinem Entscheid damals, dass Aarburg seine Quote an Asylbewerbern bereits mehr als doppelt erfüllte. Aarburg stellt sich der grossen Herausforderung, und der Abschluss 2018 ist ein Indiz dafür, dass sich die schwierige finanzielle Situation stabilisiert. Der Kanton kann ein solches Gesuch kaum ablehnen, trägt er mit einer Ausnahmebewilligung doch dazu bei, dass Aarburg seine Attraktivität bewahrt und die Zukunft meistern kann. Der Kanton dürfte mit der Schliessung der Bezirksschule Aarburg zudem kaum Kosten sparen. Für die Gemeinde, welche finanziell weiterhin sehr angespannt ist, dürften hingegen wohl höhere Kosten entstehen, und mit der Schwächung des Standorts wird die weitere Entwicklung zusätzlich erschwert.

Paul Sutter und Karl Grob, ehemalige Gemeindeammänner, Aarburg

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