Kantonspital Aarau nur mit Mini-Gewinn – er liegt deutlich unter den Erwartungen des Kantons

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Archivbild AZ

Das Kantonsspital Aarau (KSA) weist für 2018 einen Gewinn von 0,3 Millionen Franken aus. Das teilt es am Montagmorgen zum Jahresabschluss mit. Die Gewinnmarge liegt bei 5,8 Prozent (in Fachspracch Ebitda genannt). Und diese liegt deutlich unter dem Ziel von 10 Prozent, das die Aargauer Regierung den Kantonsspitälern vorgibt. Hintergrund: Dieses Geld benötigen die Spitäler, um Aus- und Umbauten zu finanzieren.

Damit schwankt die Ebita-Marge beim Kantonsspital Aarau in den letzten fünf Jahren zwischen 0,9 und 6,1 Prozent. Besserung, sprich die Erreichung des 10-Prozent-Ziels soll erst möglich sein, wenn der 600-Millionen-Franken-Neubau realisiert ist. Laut aktuellem Businessplan wird das ab 2026 möglich. Damit würden "bedeutende Unterhalts- und Betriebskosten für die Gebäude" wegfallen. Zudem würden Abläufe und Prozesse verbessert, sprich die Kosten dafür reduzieren sich.

12 Millionen weniger Einnahmen

Das Betriebsergebnis für 2018 liegt bei 661,2 Millionen Franken (+2,1 Prozent). 34,1 Prozent der Patienten wurden ambulant (im Unterschied zu stationär) behandelt. Dieser Ambulantisierungsgrad sei einer der höchsten der Schweiz. Der Bundesrat hat die ambulanten Ärztetarife geändert. Für das KSA habe das zu «substanziellen Mindereinnahmen von rund 12 Millionen Franken» geführt. «Dies hat einen bedeutenden Einfluss auf die Ertragskraft, zeigt aber gleichzeitig, dass die KSA AG in diesem Bereich eine Vorreiterrolle einnimmt», zitiert das KSA Felix Schönle, Vizepräsident des Verwaltungsrats. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund schreibt das KSA in seiner Mitteilung von einem "herausforderndem Umfeld". 

Der Mini-Gewinn bedeute aber keine Entspannung. Wichtige Weichen für einen höheren Gewinn seien schon 2018 umgesetzt worden. Das KSA nennt die Reorganisation der Geschäftsleitung und ein neues Lohnmodell für Kaderärzte. Das KSA will zudem weitere Ertragsverbesserungen umsetzen. Konkret nennt es bessere Prozesse oder tiefere Kosten für Material und Medikamente. «Daneben werden wir die Punkte Schärfung der Strategie, Stabilität in der Führung sowie Infrastrukturerneuerung angehen», erklärt Verwaltungsratspräsident Peter Suter.

Weitere Zahlen zu 2018: 

  • 28'803 Patientinnen und Patienten wurden stationär behandelt (+1.7 %)
  • 520'779 ambulante Behandlungen (+1.6 %).
  • Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sank 2018 um rund 2 % auf 5,5 Tage.
  • Der sogenannte CMI (Case Mix Index), die durchschnittliche Fallschwere und Vergleichskritierium für die Kostenstruktur, ist gegenüber 2017 um 0.9 % auf 1,137 leicht zurückgegangen. Grund ist die Verschiebung hin zu Fällen mit tieferem Fallgewicht infolge des starken Wachstums in der Frauen- und der Kinderklinik (+6.6 %). 
  • 2018 kamen im KSA 2048 (+12.9 %) Kinder auf die Welt.
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