Würdige Jubiläumsfeier und Fahnenweihe des Musikvereins

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Die Paten der neuen Fahne: Max Dürr und Lotti Stänz, flankiert von Marlis Monhart und Yvonne Vonäsch. KBB

Die Sympathie zeigte sich deutlich im Grossaufmarsch zum Jubiläumskonzert und in der Solidarität bei der Spendenbereitschaft für die neue Fahne. Die bisherige Fahne sei 55 Jahre alt, altersschwach und ihr Ersatz nötig geworden, erklärte Fähnrich Mario Dürr. Sie sei immer präsent gewesen bei wichtigen Anlässen in der Gemeinde: An der Einweihung von öffentlichen Gebäuden, an Dorffesten und Gewerbeausstellungen, auch an Kirchenkonzerten sei sie dabei gewesen und habe den letzten Gang von verstorbenen Mitgliedern begleitet. Nach dem Jubiläumskonzert mache sie sich ebenfalls auf die letzte Reise, und zwar in eine Vitrine des Dorfmuseums. Sie wurde ebenso ehrenvoll verabschiedet wie die neue Fahne empfangen.

Schallende Fanfaren

Diszipliniert, sympathisch, fröhlich – so stellte sich die Musikgesellschaft Strengelbach im Programmheft vor. Moderator Thomas Hurschler begrüsste das Publikum mit den Worten: «Ladys and Gentlemen, begrüssen Sie auf der Bühne die einzigartige und hochkarätige Musikgesellschaft von ganz Westeuropa unter der Leitung von Ivo Müller.» Wieso dem so ist, zeigte sich in «Music forever» (Musik für immer). Christoph Walter widmete es 2010 dem damaligen Regierungsrat Ernst Hasler als OK-Präsident des Eidgenössischen Schützenfestes in Aarau. Er war anwesend und dürfte sich an den schallenden Fanfaren im Wechsel mit besinnlicher Melodik ebenso angesprochen gefühlt haben wie das Publikum.

Danach folgte mit «Concerto d’Amore» (Jacob de Haan) das Selbstwahlstück am diesjährigen Musiktag in Möhlin. Das Orchester erwies sich darin als stilsicher in glanzvollen Barockklängen wie in beschwingten Pop- und Swingpartien. Mit «Sweet Caroline» (Neil Diamond) folgte ein Klassiker der Popkultur, dessen Charme und Melodie heute noch fasziniert. Im darin vorkommenden «oh, oh oh» machte spontan auch das Publikum mit. Ebenso mitreissend war der feurige «Maxlaner Zigeunermarsch». Schlagzeug und Bässe trieben den ziehenden Rhythmus an, und zwar so gründlich, dass der Saal nochmals darin schwelgen wollte und Wiederholung verlangte.

Und wieder war ein Stimmungswechsel fällig, und zwar mit der Liebeserklärung von Peter Reber an seine Frau: Ohne sie fühle er sich wie «E Vogel ohni Flügel». Auch dieses Stück wurde so innig vorgetragen, dass es sofort ankam im Publikum. Der erste Teil des Programms endete mit «Summer Winds» (Christoph Walter). Hoffentlich hat die Musikgesellschaft damit auch Rückenwind am Musiktag in Möhlin.

Nach der Pause hatten sich hinten im Saal die Fähnriche umliegender Vereine aufgestellt. Es war ein erhabener Anblick, als sie zu den Klängen des Fahnenmarsches der Schweizer Armee vor die Bühne marschierten und dort im Takt ihre Fahnen schwenkten. Der kommende Festakt wurde mit dem «Bundesrat-Gnägi-Marsch» (Albert Benz) musikalisch untermalt. Präsident Marcel Dürr, Initiant der neuen Fahne, schilderte ihren Werdegang, bedankte sich bei der Fahnenkommission für ihr umsichtiges und erfolgreiches Wirken, würdigte die Sponsoren für ihre grosszügigen Spenden und übergab dem Grafiker Ueli Burkhalter eine Ehrenurkunde mit den Unterschriften aller Mitglieder. Dann begab sich Gemeindeammann Stephan Wullschleger an das Rednerpult. Der 27. April sei ein besonderer Tag für ganz Strengelbach, gefüllt mit Freude, Stolz und Spenden von total 17 000 Franken. Giuseppe Di Simone als Vertreter des Aargauischen Musikverbandes bezeichnete die Fahne als Symbol eines gemeinsamen Ideals, das keine falschen Töne im Vereinsleben und Musizieren aufkommen lasse. Während des langsamen Entrollens der neuen Fahne durch Fahnengotte Lotti Stänz und Götti Max Dürr spielte das Orchester «North and South» (Bill Conti); während der Begrüssung der Fahnendelegationen erklang «Schwyzer Soldaten» (Ernst Lüthold). Die feierliche Walliser Hymne «Martignan» (Jean Daetwyler) setzte den passenden Schusspunkt unter die Fahnenweihe.

Das Jubiläumskonzert war damit noch nicht zu Ende. Es wurde fortgesetzt mit dem Medley «Coldplay Classics». Der schwungvolle «Swiss Ländler» mit dem Solo für zwei Euphonium zeigte nochmals, wie flexibel und begeisternd hier musiziert wird. Der Vorhang schloss sich erst nach einer Zugabe.

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