Das Bekenntnis aus Aarau zum Spital Zofingen beruhigt den Spitalverein

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Die Referenten an der GV des Vereins Spital Zofingen waren CEO Dr. Christian Reize und Dr. med. Tobias Ehmann. Rahela Syed ist Präsidentin des Spitalvereins und Erich Schnyder dessen Sekretär (v. l.). (Bild: Kurt Buchmüller)

Zwar könne der Vorstand an jeder Sitzung neue Mitglieder aufnehmen, aber gleichzeitig müsse er auch von einer noch grösseren Anzahl an Austritten aus Altersgründen Kenntnis nehmen, lautete das Fazit an der Generalversammlung des Spitalvereins. Der Höchststand von 449 Mitgliedern im Jahr 2007 ist inzwischen um 117 Personen gesunken. Das hinterlässt auch Spuren in der Einnahmenseite der Erfolgsrechnung. Das Anlagevermögen ist im Berichtsjahr um 70 000 Franken gesunken, hat sich jedoch im ersten Quartal 2019 wieder um 50 000 Franken erholt. Finanziell unterstützt wurden 2018 die Mitgliederwerbung, musikalische Darbietungen im Pflegezentrum, der Dankeschönanlass für freiwillige Helfer und die Sportgruppe des Personals. Jahresbericht, Vereinsrechnung und das Budget 2019 wurden darauf diskussionslos genehmigt. «Wichtig für uns ist, dass das Kantonsspital Aarau als heutiger Eigentümer unseres Spitals ein Bekenntnis zum Spital Zofingen abgegeben hat und die Zusammenarbeit weiter vertiefen will», erklärte Vereinspräsidentin und Stadträtin Rahela Syed (SP), «der Standort wird dadurch gestärkt und langfristig gesichert.»

Neuigkeiten im Spitalbetrieb

Darüber orientierte Dr. Christian Reize, CEO der Spital Zofingen AG. Die Notfallfrequenzen sind von 13 723 im Jahr 2017 auf 13 828 anno 2018 gestiegen. In der Hausarztpraxis sind sie leicht um 56 Fälle auf 1566 gesunken (2017: 1622). Dem Verwaltungsrat des Spitals Zofingen gehört neu Dr. Christoph Egger an. Präsident ist Dr. med. Robert Rhiner, weitere Mitglieder sind Thomas Fischer, Dr. med. Exec. MBA HSG Christian Reize und Prof. Dr. med. Mark Hartel. Nach knapp einjähriger Bauzeit nahm am 2. Oktober 2018 die aarReha den Betrieb auf, womit eine integrierte Versorgung der Region gewährleistet ist. Zwischen dem Frühjahr 2018 und 2019 entstand auch das Partnerhaus, in dem dieses Jahr mindestens acht verschiedene medizinische Institutionen Einzug nehmen werden. Von Oktober 2017 bis Mitte 2019 unterstützte die Spital Zofingen AG das Asana Spital Menziken beim Aufbau der kaderärztlichen Chirurgie und der Anbindung der Radiologie (Computertomographie) an das Kantonsspital Aarau und somit in der medizinischen Grundversorgung der Region. Erweitert wurde die ambulante Tagesklinik mit der Vorgabe «ambulant vor stationär». Aus der Entflechtung von ambulanten und stationären Patientenpfaden entstanden sieben Patientenbehandlungsplätze inklusive der medizinischen und administrativen Infrastruktur. Auch die Urologie-Sprechstunden wurden erweitert durch die Verlegung der Sprechstunde in die Tagesklinik und die Einführung von Doppelsprechstunden an zwei Tagen pro Woche. Zurzeit wird am Ausbau der Endoskopie (Gastroenterologie) gearbeitet um dem Bedarf gerecht zu werden. Man sieht: Der Mensch (Patient) steht im Mittelpunkt.

Fasten hat viele Facetten

Über dieses Thema referierte Dr. med. Tobias Ehmann, Chefarzt Innere Medizin. Fasten heisse freiwilliges Verzichten auf feste Nahrung und Genussmittel auf eine beschränkte Zeit. Es gebe verschiedene Formen: Geschichtliches, religiöses, heilendes, therapeutisches Fasten, Mythen und Sterbefasten. Ist Fasten etwas Gutes? laute die Frage. Nur bedingt: Beim bewussten Fasten stufe das Bewertungszentrum in der Hirnrinde die Situation als «nicht bedrohlich» ein, andernfalls signalisiere das Hirn «Hungersnot»: Statt Glücksgefühle seien dann Stresshormone das Resultat. Gefährdet vom Fasten seien Kinder, schwangere, stillende, ältere und kranke Menschen im Allgemeinen. Generell werde Fasten nur mit fachkundiger Begleitung empfohlen. Gemäss Schulmedizin sei eine Entschlackung und Entgiftung des Körpers nicht nötig, denn er reinige sich selbst. Fasten müsse nicht Hungern bedeuten, sondern Einhalten einer bestimmten Diät. Gegen Fasten zur spirituellen Erfahrung sei nichts einzuwenden, wohl aber als Mittel zur Gewichtsreduktion. Fasten könne den Anstoss geben, die eigenen Essgewohnheiten und den Lebensstil zu überdenken und achtsamer damit umzugehen. Im anschliessenden Apéro mit Leckerbissen fand schon die erste praktische Prüfung statt ...

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