Vorsicht auf engen Strassen - Gemeinsame Übung der Feuerwehr Brittnau mit der Stützpunktfeuerwehr

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Grosseinsatz der Feuerwehr Brittnau, der Stützpunktfeuerwehr Zofingen und des Rettungsdiensts am Unfallort auf der Fennernstrasse. ALFRED WEIGEL
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Mit schwerem Gerät wird die Heckklappe aufgebrochen. aw
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Der Gerettete wird vor dem Abtransport untersucht.

Ein schwerer Unfall zwischen einem Traktor und einem Personenwagen ereignete sich in den Abendstunden kurz vor Sonnenuntergang an der Fennernstrasse in Brittnau, so die Übungsannahme. Auf der engen und kurvigen Strasse kam einem Kleinwagen bergauf ein in der Mitte fahrender grüner Traktor entgegen. Der Autofahrer versuchte dem Landwirtschaftsfahrzeug auszuweichen, lenkte aber den Wagen rechts eine Böschung hoch. Dabei überschlug sich das Fahrzeug. Der Lenker wurde in der Fahrzeugkabine eingeklemmt und konnte sich aufgrund seiner Verletzungen nicht selbst befreien. Statt Hilfe zu holen, irrte der Traktorfahrer wild gestikulierend umher. Zufällig vorbeikommende Passanten wählten die 117. Erste Hilfe konnten sie nicht leisten, da sie an den Verunfallten im Wagen nicht herankamen.

Sieben Minuten nach dem Notruf ist die Feuerwehr Brittnau mit dem Tanklöschfahrzeug am Unfallort. Der geschockte Traktorfahrer wird beruhigt und vom Unfallort geführt. Ein Rettungssanitäter kümmert sich um den im Auto Eingeschlossenen durch das geborstene Seitenfenster. Der Verunfallte ist ansprechbar. Erste medizinische und psychologische Hilfe wird, so gut es geht, geleistet. 20 Minuten später trifft die Stützpunktfeuerwehr Zofingen ein. Treibstoff und Öl sind ausgelaufen. Eine Schaumleitung wird gelegt, Ölbinder verhindert eine weitere Verunreinigung der abschüssigen Strasse. Mit schwerem Werkzeug wird die Heckklappe aufgebrochen, Blechteile mit einer Hydraulikschere abgetrennt und der Wagen gespreizt. Nach rund einer Stunde kann der Verunfallte aus dem Wagen geholt werden.

Gelungene Übung
Sicherheit hatte bei dem Übungseinsatz Vorrang. Für den Verunfallten bestand trotz Brüchen und Schockzustand zu keiner Zeit Lebens- oder Explosionsgefahr durch ausgelaufenen Treibstoff. Der Einsatz wurde schnell und korrekt durchgeführt, resümierte der Brittnauer Feuerwehrkommandant Boris Tellenbach. Der Brandschutz war nach zwei Minuten innerhalb der geforderten drei Minuten bereit. Sehr professionell wurde die Vorgehensweise der Stützpunktfeuerwehrleute während des Übungseinsatzes beurteilt. Verbesserungspotential gibt es immer, dafür sind Übungseinsätze da. Besser hätte die Kommunikation zwischen der Gesamteinsatzleitung und dem Rettungsdienst laufen können.

Das Gesamturteil lautete: Übung erfüllt. Vor 15 Jahren soll es an fast der gleichen Stelle einen richtigen Unfall gegeben haben, der allerdings glimpflicher ablief, als in der Übung trainiert wurde. Den Übungsleitern Boris Tellenbach, Kommandant Feuerwehr Brittnau, Thomas Roos, Chef Unfallgruppe der Stützpunktfeuerwehr Zofingen, und Dominik Marti, Erwachsenenbildner des Rettungsdienstes, war dies bei der Planung noch nicht bekannt. Die Auswahl des Übungsortes erfolgte eher zufällig, aber mit dem Auge der Vorhersehung

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