Der Gemeinderat rüffelt Schulpflege wegen Führungsfehlern

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Unruhige Zeiten: Primarschulhaus Hofmatt in Aarburg. (Bild: Joel Widmer)

Vor einer Woche publizierte ZT/LN einen ausführlichen Artikel zum Führungsversagen der Aarburger Schulpflege. Ein Urteil des Verwaltungsgerichts dokumentiert eklatante Fehler, welche die Schulpflege vor drei Jahren im Streit zwischen Lehrern und Schulleiterinnen begangen hatte. Wegen einer widerrechtlichen Kündigung einer Schulleiterin wurde die Schulpflege zu einer Zahlung von 55 000 Franken verurteilt. Die Kosten für weitere juristische Streitigkeiten und externe Hilfe waren aber mit rund 500 000 Franken noch viel höher.

Lern- und Entwicklungsprozess

Nun reagiert auch der Gemeinderat und lädt die Schulpflege zeitnah zu einem Gespräch, wie er in einer Mitteilung schreibt. Er anerkennt dabei zwar, dass die Schule Aarburg nach einem langen und intensiven Lern- und Entwicklungsprozess seit Ende 2018 wieder grüne Ampeln habe. Alle Beteiligten würden unter den neuen Schulleiterinnen motiviert arbeiten.

Doch die Verfehlungen in den letzten Jahren werden in der Mitteilung deutlich gerüffelt: «Der Gemeinderat ist mit dem Ausgang verschiedener juristischer Streitigkeiten zwischen der Schule Aarburg und ehemaligen Mitarbeitenden unzufrieden.» Es seien dadurch hohe finanzielle Verpflichtungen für die Steuerzahler entstanden und das Image der Schule habe gelitten.

Der Gemeinderat habe die Entwicklungen der Schule in den vergangenen drei Jahren eng beobachtet, begleitet und unterstützt. Dies immer im Rahmen seiner Möglichkeiten und gesetzlichen Legitimation. In regelmässigen Treffen zwischen der Schulpflege und Schulleitung sowie dem Gemeinderat habe dieser überprüft, ob die Neuerungen und Entwicklungen an der Schule Aarburg alltagstauglich, zweckmässig und nachhaltig seien. Der Gemeinderat erwarte, dass die grünen Ampeln – insbesondere beim Arbeitsklima – auch in Zukunft erreicht würden.

Und der Gemeinderat zeigt gegenüber der Schulpflege eine Haltung der finanziellen Null-Toleranz: «Erneute Ausgaben für juristische Fehler oder externe Führungsunterstützung werden durch den Gemeinderat in Zukunft nicht mehr geduldet.»

Probleme ernst nehmen

In seiner Verantwortung für die Gemeinde Aarburg werde der Gemeinderat die Schulpflege und allenfalls weitere direkt betroffene Anspruchsgruppen nun noch mal zu einem Gespräch einladen, um diese Themen und die daraus zu ziehenden Schlüsse und Konsequenzen detailliert zu erörtern und gemeinsam aufzuarbeiten. Weiter möchte sich der Gemeinderat vergewissern, dass die getroffenen Massnahmen auch wirklich wirksam sind.

Gemeindeammann Hans-Ulrich Schär bekräftigt auf Anfrage, man wolle der Bevölkerung mit dieser Mitteilung zeigen, dass man die im ZT/LN-Artikel aufgezeigten Probleme ernst nehme. Schulpflege und Gemeinderat seien zwar eigenständige Behörden. «Aber da wir die finanziellen Folgen tragen, wollen wir mitreden.»

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Schulpflege Aarburg: Der unsägliche Schlamassel!

Peter Cussigh, Aarburg
schrieb am 08.05.2019 08:11
Mit grossem Interesse las ich die gestern in dieser Zeitung publizierte Stellungnahme des Gemeinderates Aarburg mit Bezug auf die gravierenden Führungsfehler der Schulpflege und die damit verbundenen, sehr hohen Kosten. Dass der Gemeinderat erst jetzt aus dem Loch kommt, stösst beim Schreibenden auf grosse Verwunderung, wurde doch dieser von der ehemaligen Aarburger Oberstufenleiterin nachweislich schon im September 2018 über den klaren Ausgang ihrer Klage gegen die Schulpflege schriftlich informiert.
Exakt zwei Monate später, an der Herbstgmeind, zog der Gemeinderat es aber vor, nur kurz über die Kosten für externe Berater, a.i. Schulleiter und anderes, nicht aber über das entsprechende Urteil des Verwaltungsgerichtes AG zu informieren. Statt ehrlich zu sein, wurde der Weg der Verheimlichung gewählt, vermutlich um die Schulpflege zu schützen. Erst jetzt, nach dem umfassenden Bericht vom 30.4.2019 im ZT/LN und der Offenbarung der Wahrheit konnte sich der Gemeinderat bequemen, Stellung zu nehmen und wäre wohl ohne diesen weiterhin schön ruhig geblieben.
Das ist Heuchlerei in Vollendung und dient offensichtlich nur dazu, sich selbst besser darzustellen und die Aarburgerinnen und Aarburger zu beschwichtigen. Wieder ist eine Klage hängig, wieder wurde mit einer Lehrperson eine Entschädigung und Freistellung vereinbart und wieder verlassen mehrere Lehrpersonen die Mittelstufe. Von wegen gutes Arbeitsklima. Die Personalfluktuation ist nach wie vor enorm hoch und es wird weiterhin erfolglos nach einem vierten Mitglied für die Schulleitung gesucht. Eine groteske Wurstelei ohne Ende. Das einzig richtige und beste für Aarburg wäre jetzt, wenn sowohl die Gesamtschulpflege sowie auch der Gesamtgemeinderat Verantwortung übernehmen und sofort zurücktreten. Alles andere wäre eine Zumutung und für die Zukunft von Aarburg nicht förderlich.
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