Anna Marie Jarvis : Sie bereute die Erfindung des «Muttertags»

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Anna Marie Jarvis (1864 - 1948) wünschte sich am Ende, sie hätte den Muttertag nie erfunden (Wikipedia Commons)

Es war der 12. Mai 1907 in Grafton (West Virginia, USA) und somit der erste Sonntag nach dem zweiten Todestag von Ann Maria Reeves Jarvis, welche die US-amerikanische Frauenbewegung Mitte des 19. Jahrhunderts geprägt hatte. Ihre Tochter Anna Marie Jarvis veranstaltete an diesem Tag ihr zu Ehrenein «Memorial Mothers Day Meeting» Das Logo des Tages: eine weisse Nelke, die Lieblingsblume ihrer Mutter. Auch ein Jahr später wurde laut Wikipedia in der Methodistenkirche in Grafton allen Müttern eine Andacht gewidmet. Bereits 1914 beschloss der US-Kongress, dass als Zeichen der Liebe und Verehrung der Mütter der zweite Sonntag im Mai als Muttertag gefeiert werden sollte. So liess der amerikanische Präsident Woodrow Wilson noch im gleichen Jahr am Muttertag die öffentlichen Gebäude beflaggen. Bis es jedoch soweit war, kämpfte Jarvis mit Briefen an Ex-Präsident Theodore Roosevelt und Schriftsteller Mark Twain um die Anerkennung des Muttertages.

Ärger über Kommerzialisierung

«Für mich ist der Muttertag ein praktischer Vorteil für den Patriotismus, der die Heimat als die grösste Inspiration für unser individuelles und nationales Leben hervorhebt», sagte Anna Maire Jarvis der Zeitschrift Smithsonian American Museum. Während der Tag für sie also einen patriotischen Wert hatte, zeigte sie sich zunehmend verärgert über die Kommerzialisierung des Muttertages. Der Ärger ging sogar so weit, dass sie sich von der Bewegung abwandte und sich erfolglos für die Abschaffung des von ihr erfundenen Muttertags einsetzte.

Durchbruch dank Floristen

In der Schweiz ergriffen zwei Organisationen die Initiative für die Einführung des Muttertages: die Unions Chrétiennes de Jeunes Gens de la Suisse romande und die Heilsarmee. Letztere rief erstmals im Jahr 1917 zur Begehung eines Ehrentages für die Mutter auf. Zelebriert wurde er vorerst nur in kleinen Kreisen. Mitte der 20er-Jahre waren es dann die Floristen, Gärtnermeister und Konditoren, welche begannen, sich für den Muttertag zu engagieren. Mittels Zeitung, Radio, Flugblätter und Schaufenster gelang dem Muttertag hierzulande am zweiten Maisonntag des Jahres 1930 der Durchbruch.

89

Jahre ist es her, seit der Muttertag in der Schweiz zum ersten Mal richtig verbreitet gefeiert wurde. Geschäftsleute trieben den Durchbruch des Ehrentages voran, da sie sich daraus ein gutes Geschäft erhofften. Zuvor setzte sich auch die Heilsarmee für den Tag ein.

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