Faszinierende Momente im Medium Musik

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Die Musikgesellschaft Safenwil unter der Leitung von Urs Güdel thematisierte die Elemente in musikalischer Form. KBB
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Roger Koch (Mitte) wurde am Jahreskonzert für 40 Jahre Aktivmitgliedschaft geehrt. kbb

«Mit Feuer und Elan sind wir an die Proben gegangen. Viel Luft haben wir gebraucht, um unseren Instrumenten die vorgegebenen Töne zu entlocken. In der Erde (Natur) haben wir die Kraft für unser Hobby gefunden. Mit Wasser oder Teilen davon haben wir nach getaner Arbeit unseren Durst gelöscht.» So beschreibt das Programm den Kontakt mit dem Motto «Die vier Elemente». Präsident Thomas Höchenberger wusste noch ein anderes Beispiel von der Auseinandersetzung mit den vier Elementen. Ein Safenwiler Lehrer habe seine Klasse einmal über die Bezeichnung der vier Elemente befragt. Die ersten drei hätten sie gewusst, aber über das vierte hätte Schweigen geherrscht, bis eine Schülerin «Bier» rief. «Wie kommst du darauf?», fragte erstaunt der Lehrer. Antwort: «Immer wenn Vater ein Bier trinkt, sagt Mutter, er fühle sich in seinem Element.»

Das erste Beispiel war «Wind Power» (Thierry Deleruyelle). Das Element «Luft» mache seine eigene Musik, stellte die gewandte und kompetente Moderatorin Alena Höchenberger einleitend fest. Manchmal säusle er, könne aber auch heulen und pfeifen, wie in letzter Zeit häufig draussen zu hören war. Das Orchester führte vor allem seine Kraft vor und dies in harmonischer Form. In der Schnellpolka «Donner und Blitz» (Johann Strauss) trat das Element «Luft» in zwar sehr eleganter, aber auch blitzender und krachender Form in Erscheinung. Jedes Mal, wenn ein Kracher ertönte, erlosch kurz das Licht auf der Bühne. Kraft- und effektvoll kam sodann «The White Stone» (Jacob de Haan) in den Strudel von Luftströmungen, angetrieben von den Bassregistern und durchsetzt mit stossenden Akzenten der hohen Stimmlagen. Klare Luft in gesundem Klima herrschte in der Polka «Bergkristall» (Jakob Bieri). Man merkte, dass sich darin das Orchester heimisch fühlt und das Publikum auch. Danach wandte sich das Programm dem Element «Wasser» zu, und zwar mit dem Walzer «Über den Wellen» (Juventino Rosas). Das Stück war seinerzeit eine der bekanntesten und beliebtesten Walzermelodien und hat auch heute noch nichts von seinem schaukelnden Wellenritt verloren. Zwischendurch wurde Roger Koch für seine 40 Jahre Aktivmitgliedschaft geehrt.

Klimawandel auf erfreuliche Weise

Nach der Pause fixierte sich das Programm auf unterhaltsame Weise auf die Elemente Feuer und Erde. Ersteres erhielt einen nachhaltigen Brennstoff in «Mährisches Feuer» (Freek Mestrini). Es flammte so warm und melodisch auf, dass die Sinne des Publikums zu lodern begannen und erst nach der Wiederholung langsam abflackerten. Das nachfolgende Stück «The Firemen», ein Boogie Woogie von Jakob Bieri, begann mit den spektakulären Tönen entsprechend der Feuerwehrsirene und gab der Musikgesellschaft Gelegenheit, seine Solisten auf Bass, Cornett, Posaune und Schlagzeug vorzustellen. Sie spielten so brillant und überzeugend, dass wiederum «da capo» verlangt wurde. «Wind of Change» (Klaus Meine), eine Rockballade der «Scorpions», liess die Wende in Deutschland mit dem Mauerfall und dem Ende des Kalten Krieges aufleben und traf damit genau den Nerv der Zeit. Das Orchester brachte die darin wohnende Sehnsucht und Zuversicht in voller Klangschönheit ein. Doch der Höhepunkt des Programms stand noch in «Ein Stern, der deinen Namen trägt» (Nikolaus Presnik) bevor. Dieser Name heisst nun in Safenwil nicht mehr Ötzi, sondern Richard Reck. Mit dem schier unglaublich authentischen Auftritt voller Schmelz und Stimmkraft ist er über Nacht schlag(er)artig zum Popstar aufgestiegen und musste diese Rolle nach stürmischem Applaus gleich nochmals spielen.

Mit Rick Davies «It’s Raining Again» (Es regnet wieder) schloss sich nochmals ein Taucher dem Element «Wasser» an. Aber gleich danach folgte die Kehrtwende auf die sonnige Seite mit «Sunny Side Up» (Gerald Oswald). Kein Wunder, dass nach so vielen musikalischen Leckerbissen der Gluscht nach weiteren aufkam. Nach so vielen Wiederholungen müsse er die Zugaben einschränken, bedauerte Dirigent Urs Güdel, der so souverän die Urelemente illustriert hatte, kam aber nicht um zwei herum.

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