In den höchsten Tönen gelobt: Musikschule Zofingen

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Schülerinnen und Schüler in Begleitung ihrer Lehrerin am Adventskonzert 2018 der Musikschule Zofingen.zvg

«Musikunterricht ist eine lohnende Investition», schreibt David Fehr, Redaktionsleiter beim Wirtschaftsmagazin «Punkt» in der «Fermate», der Hauszeitung der Musikschule Zürcher Oberland. Er macht sich in seinem Artikel Gedanken über den Lehrplan 21 und dessen Fokus auf «Medien und Informatik». Themen, die für ihn unbestreitbar wichtig sind – aber die Frage aufwerfe: «Wie weit soll man dabei gehen?». Was Fehr zu kurz kommt, ist der Musikunterricht. Verlange man vom heutigen Menschen «originell, kreativ, intelligent, ausdauernd, schnell, sprachgewandt» zu sein und Selbstdisziplin an den Tag zu legen, sei das ein grosser Anforderungskatalog «Wenn er erfüllbar ist, dann durch Musikunterricht», meint Fehr und zitiert verschiedene Fachleute.

«Weshalb also schicken Eltern ihre Kinder nicht ausnahmslos in die Musikschule?» Die Antwort: «Nebst fehlendem Geld ist fehlende Zeit ein Grund.» Die Zeitnot habe mit der Einführung der Fünftagewoche an den Schulen begonnen. Heute seien die Schülertage derart durchgetaktet, dass für Musik immer weniger Platz bleibe.

Was Fehr zum Stichwort Geld feststellt, ist, dass auf dem Zürichberg mit seinen wohlhabenden Familien 50 Prozent der Kinder die Musikschule besuchen – im Arbeiterquartier Schwamendingen knapp 18 Prozent.

Wie dieses herkunftsbedingte Ungleichgewicht ausgleichen? Auf der Suche nach einer Antwort habe ihm der Leiter der Zürcher Musikschulen den Tipp gegeben, einen Blick auf Zofingen zu werfen, sagt Fehr auf Anfrage. Und er wurde fündig. «Was Zofingen von anderen Gemeinden abhebt, ist, dass die Hälfte der Schülerinnen und Schüler ein Instrument spielt. Also genau wie am Zürichberg, nur dass Zofingen eine durchschnittliche Gemeinde mit durchschnittlichen Einkommen ist.»

Als Teil der Bildung gelebt

Wie Zofingen diesen Rekordwert erreicht, weiss Gabriela Meyer, Leiterin der Musikschule: «Die Schule Zofingen hat vor über zehn Jahren ein Blockzeitenmodell erarbeitet, das den Instrumentalunterricht integriert.» Während fünf vordefinierter Stunden pro Woche haben die Schüler die Möglichkeit, Instrumentalunterricht zu besuchen. Dank einer speziellen Unterrichtsstruktur – geleitete und schülerzentrierte Aktivitäten wechseln sich ab – arbeiten alle Schüler einer Klasse während dieser Zeit an ihren individuellen Lernprogrammen. Der Musikunterricht finde so nicht wie anderswo üblich nur in der Freizeit statt, sondern während der Schulzeit. «In Zofingen wird Instrumentalunterricht als Teil der Bildung gelebt», sagt Meyer.

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Schülerinnen und Schüler nutzten 2018 die Angebote der Musikschule Zofingen, 450 besuchten den Instrumentalunterricht – 154 machten in Ensembles, Bands, Kinderchören und im Musikspielgarten mit.

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