Littering: Alibi-Übung im Aargauer Grossen Rat!

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Der Grosse Rat des Kantons Aargau hat beschlossen, gegen das Littering mit Bussen bis zu 300 Franken vorzugehen. Abschreckung erhoffe man sich davon! Als aktiver, erfahrener Fötzeler (Abfallsammler entlang der Strassen) finde ich diesen Beschluss eine pure Alibi-Übung und Gewissensberuhigung. Die Umsetzbarkeit ist praktisch unmöglich; wer wirft schon Abfall weg vor den Augen der Polizei?

Das wirksamste Mittel gegen Littering wären Depotgebühren auf den nicht natürlich abbaubaren Stoffen, zumindest auf Alu-, PET- und Glas-Behältern. Es müsste aber dafür eine nationale Regelung im Parlament in Bern angestossen und beschlossen werden. Dafür wird sich jedoch kein Parlamentarier finden und schon gar nicht eine Mehrheit im Parlament. Die Lobbyisten der Verkaufsorganisationen im Bundeshaus würden Mittel und Wege finden, um eine gesetzliche Regelung zu verhindern.

Übrigens: Im nahen Deutschland funktioniert die Lösung mit Depotgebühren. Müssen wir warten, bis uns die EU eine solche Regelung aufdrängt?

Robert Bär, Rothrist

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