«Circus Luna»: Nagelbretter und Luftsprünge

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Die Gruppe Jungfakire übt in der Manege des blauen Zirkuszeltes den Umgang mit Scherben und Nagelkissen, damit bei den Vorführungen auch alles klappt. Remo Wyss
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Gespannt hören die Kinder zu, wenn sie Instruktionen erhalten, und setzen diese motiviert in die Tat um. Die Akrobaten wollen die Zuschauer mit komplexen Figuren und menschlichen Pyramiden begeistern.

Die Scherben knirschen, als sich der Jungfakir auf sie legt und Liegestütze vollführt. Nach einigen Wiederholungen legt er sich hin, dreht den Kopf zu seinem Kollegen, der daneben auf einem Nagelkissen liegt. Sie heben beide gleichzeitig die Arme und Beine an, bis sie von den umstehenden Kindern Applaus ernten.

Eifrig wird geübt in der Kreisschule Leerau. Anstelle von Bruchrechnen, dem Bestimmen von Wortarten oder Englisch-Vokabeln standen diese Woche aber andere Disziplinen wie Akrobatik, Zauberei und Hula-Hoop auf dem Programm. Zusammen mit dem Circus Luna bereiteten sich die rund 135 Schüler auf zwei Vorstellungen vor, die am Freitagabend und am Samstagmorgen stattfinden werden.

«Die Schülerschaft wurde auf insgesamt zwölf gleich grosse Gruppen aufgeteilt», erklärt die Schulleiterin Claudia Kündig. Zehn Gruppen werden in der Manege stehen und zwei Gruppen sind für das ganze Drumherum wie Programmheft, Ticketverkauf und Restauration an der Vorstellung verantwortlich. Während Clowns, Jongleure, Trapezkünstlerinnen oder Fakire in der Manege stehen, sitzt Noah Stocker hinter dem Mischpult und ist für die Musik zuständig. «Die Zirkuswoche finde ich cool und lustig», sagt der 10-jährige Kirchleerauer, «es ist etwas Spezielles, das man nur einmal erlebt.» Es war sein grosser Wunsch, das Mischpult zu bedienen, und so freut er sich besonders auf seinen Einsatz.

Die Idee, eine Zirkuswoche durchzuführen, hatte die Schule schon seit längerem. Bereits vor zwei Jahren wurde das Motto für dieses Schuljahr, «zäme unterwägs», gefunden. «Unter diesem Motto wollen wir gemeinsam mit den Kindern etwas Grosses, Einmaliges, auf die Beine stellen. Sehr früh stiessen wir bei unseren Recherchen auf den Circus Luna», so Claudia Kündig. Die lange Vorbereitungszeit erlaubte es der Schule, sich nach Sponsoren umzusehen. Denn wie in Oftringen, wo der Zirkus vor gut einem Monat gastierte, belaufen sich die Kosten auch an der Kreisschule Leerau auf ungefähr 18 000 Franken. «Zu sehen, wie motiviert und begeistert die Kinder sind, ist unbezahlbar. Bei uns ist wirklich das Zirkusfieber ausgebrochen», sagt Kündig.

Nebst den Sponsoren gebe es aber auch noch andere Helfer, wie etwa die Feuerwehr. Diese regelt rund um die beiden Vorstellungen den Verkehr. «Es hat zwar einige Parkplätze. Wir bitten aber die Besucher, wenn möglich zu Fuss zu kommen.» Gut 400 Besucher finden pro Vorstellung Platz im blauen Zirkuszelt hinter dem Schulhaus in Kirchleerau. Ein Grossteil der Eintritte sei in den Vorverkäufen bereits weggegangen. «Vor den Vorstellungen können aber noch Tickets gekauft werden», merkt die Schulleiterin Kündig an.

Circus Luna, Schulhaus Kirchleerau: Freitag, 17. Mai um 18 Uhr, Samstag, 18. Mai um 10 Uhr. Vereinzelte Tickets sind noch vor den Vorführungen erhältlich.

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