Ein Schwingfest wird zum Volksfest

750_0008_7559861_zot_0704_spz_mwy9.jpg
0

Mit der Absicht, das 113. Aargauer Kantonalschwingfest auf dem Niklaus-Thut-Platz inmitten der Zofinger Altstadt durchzuführen, ging der Schwingklub Zofingen ein Wagnis ein. Die Herausforderungen waren vielschichtig: Wie bringt man eine Tribüne mit 3500 Plätzen und vier Sägemehlringe auf einem Platz unter, der von Häusern eng begrenzt ist? Wie schafft man es, die Bevölkerung hinter sich zu bringen, obwohl während mehrerer Tage gewisse Einschränkungen nicht zu vermeiden waren? Und wie würden die Anwohner und Inhaber der angrenzenden Geschäfte auf Behinderungen und Lärmemissionen reagieren? Die Organisatoren haben ihre Verantwortung wahrgenommen, frühzeitig informiert und sind deshalb zu einem überwiegenden Teil auf Verständnis gestossen.

Die OK-Mitglieder und vielen freiwilligen Helfer haben einen riesigen Aufwand betrieben, um dem Anlass zum 100-Jahr-Jubiläum des heimischen Schwingklubs einen würdigen Rahmen zu verleihen. Viele jubelnde Zuschauer, zufriedene OK-Mitglieder und Helfer, begeisterte Teilnehmer und ein würdiger Sieger waren der Dank dafür. Und weil auch das Wetter mitspielte, wurde aus einem Schwingfest ein Volksfest, das ohne grössere Zwischenfälle und mit begeisterndem Sport über die Bühne ging.

Wie immer an Schwingfesten spielten Respekt, Sportsgeist und das friedliche Miteinander die Hauptrollen. Urchige Männer nutzten ihre Muskelkraft und taktische Finessen, um den Gegner in einer der ursprünglichsten Formen zu bekämpfen. Es war zuweilen hart, für Nichtschwinger sogar an der Grenze, nach getaner Arbeit aber geben sich die Protagonisten die Hand und der Sieger zollt dem Verlierer Respekt, in dem er ihm das Sägemehl vom Rücken wischt. Ich bin nicht zuletzt deshalb ein Schwingfan, weil ich weiss, was mich an einem Fest nicht erwartet: Theater und verbale Entgleisungen. Das «Kantonale» war für die meisten Beteiligten ein Erlebnis, das kaum mehr wiederholt werden wird. Aber gerade deswegen war es so einmalig und unvergesslich. 

Die Achillesferse stammt als Begriff aus der griechischen Mythologie: Sagenheld Achilleus war nur an der rechten Ferse verwundbar. Verletzliche Stellen im System sind auch Thema dieser Kolumne.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.
Keine Kommentare vorhanden
Heute auf zofingertagblatt.ch
Frage des Tages
Marktplatz
regiostellen.ch
Landbeck AG Aarau
Detailhandelsfachfrau 15-20%, Mitarbeiter, Aarau
Strahlwerk Klus
Kaufm. Angestellten, 4710 Balsthal, Mitarbeiter, Balsthal
Strahlwerk Klus
Korrisionsschutzfachleute, San 4710 Balsthal, Mitarbeiter,
Café Knaus AG
Koch / Köchin, 4702 Oensingen, Mitarbeiter, Oensingen
Excellent
Excellent, 4702 Oensingen, ,
Home Instead Seniorenbetreuung
Teilzeitstelle, Solothurn, Mitarbeiter,
regioimmo.ch
Abo-Service

Normal-Abo (e-Paper/Digital inkl.)

Schnupper-Abo / Probe-Abo

Digital-Abo

Leserangebote
Partner