Ersatzwahl in Wikon: Die SVP-Kandidatin zieht sich zurück

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Andrea Baumgartner tritt nicht erneut an. Sie spricht von einer "Schlammschlacht" mit Leserbriefen.

Am Sonntag hat die Ersatzwahl für den freien Gemeinderatssitz von Michaela Tschuor in Wikon stattgefunden. Keine der drei Kandidatinnen erreichte das absolute Mehr (wir berichteten). SVP-Kandidatin Andrea Baumgartner holte bloss 65 Stimmen. Das Ergebnis spreche für sich, sagt Baumgartner auf Anfrage. «Ich ziehe mich zurück. Das habe ich mit unserem Parteivorstand und dem Präsidenten besprochen.» Ihre Stimmen könnten nun an eine andere Kandidatin gehen. «Es war eine tolle Zeit», sagt die Bäuerin aus dem Hintermoos rückblickend. Negativ fand sie die «Schlammschlacht» mit Leserbriefen, in der ihr Bildungsniveau oder die SVP kritisiert wurden. «Doch wenn man ein öffentliches Amt anstrebt, muss man das akzeptieren.»

Die zwei anderen Kandidatinnen Rosmarie Brunner und Carmen Hodel-Kaufmann bleiben im Rennen, wie sie gegenüber dieser Zeitung erklärten. Bis Mitte dieser Woche müssen Kandidierende ihr Interesse bei der Gemeinde anmelden. Ein zweiter Wahlgang am 7. Juli wird damit fast sicher stattfinden. Die Eingabefrist für die Kandidaturen ist Donnerstag um 12 Uhr.

«Ich werde nochmals antreten», sagt CVP-Kandidatin Rosmarie Brunner, der mit 208 Stimmen nur 13 Stimmen zum absoluten Mehr fehlten. «Mit meinem Resultat im ersten Wahlgang kann ich zufrieden sein. Aber die Stimmen haben sich eben auf drei Personen verteilt», sagt sie. Brunner ist optimistisch, dass es beim zweiten Mal klappen wird. Dann zähle das relative Mehr. Wer mehr Stimmen holt, ist also gewählt.

Auch Carmen Hodel-Kaufmann ist zufrieden mit ihrem Wahlresultat. «Aus dem Nichts habe ich ein gutes Resultat geholt», sagt sie. Man habe ihr deshalb empfohlen, ihre Kandidatur nochmals einzugeben. Sie habe die beruflichen Qualifikationen für das Amt, fügt sie hinzu. Hodel: «Die Sozialvorsteherin wäre mir auf den Leib geschrieben und meine Berufung». Ein anderes Ressort im Gemeinderat– Stichwort Gesamterneuerungswahlen 2020– interessiere sie nicht. Falls sie nicht gewählt werde, wolle sie ihrer Gegenkandidatin aber das Amt nächstes Jahr nicht streitig machen.

Im ersten Wahlgang hatte die FDP.Die Liberalen Wikon die CVP-Kandidatin und Ortsparteipräsidentin sowie Historikerin, Journalistin und Bäuerin Rosmarie Brunner empfohlen und die SP Wikon die parteilose Kauffrau, Sozialpädagogin und Therapeutin Carmen Hodel-Kaufmann. Die Stimmbeteiligung in Wikon betrug am Sonntag hohe 45,3 Prozent.

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