Bunter Nachwuchs bei den Rentieren im Zoo Basel

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Eines der Ende Mai geborenen Rentierjungen. (Bild: Zoo Basel)
Das weisse Rentier kam am 1. Mai zur Welt und hat blaue Augen. (Bild: Zoo Basel)
Rentierjungtiere folgen ihrer Mutter bereits kurz nach der Geburt. (Bild: Zoo Basel)
Eines der Ende Mai geborenen Rentierjungen. (Bild: Zoo Basel)
Eines der Ende Mai geborenen Rentierjungen. (Bild: Zoo Basel)
Eines der Ende Mai geborenen Rentierjungen. (Bild: Zoo Basel)

Die drei jungen Rentiere spazieren, immer nahe bei den Müttern über die Anlage im Zoo Basel. Die Jungtiere vom 23. und 25. Mai sind beide braun und das älteste Junge vom 1. Mai ist schneeweiss und hat blaue Augen. Neugeborene Rentiere sind, anders als die meisten Hirschkälber, nicht gefleckt, sondern einfarbig grau, weiss, braun oder beige.

Zarte Rentierkinder

Neugeborene Rentiere sind sehr zart und sehen mit ihren langen Beinen eher fragil aus. In den ersten zwei Tagen nach der – meist nächtlichen – Geburt werden sie das erste Mal gewogen. Ideal ist ein Geburtsgewicht von mindestens fünf Kilogramm. Das blauäugige weisse Junge war mit vier Kilogramm eher ein Leichtgewicht. Rentierjungtiere folgen ihrer Mutter bereits kurz nach der Geburt. Wichtig ist, dass sie in den ersten Stunden saugen, nur dann produziert die Mutter die antikörperreiche Kolostralmilch. Die Antikörper schützen in den ersten Lebenswochen, bevor das eigene Immunsystem ausgebildet ist, vor Krankheiten. Ein weiteres wichtiges Indiz ist der Abgang des sogenannten Darmpechs, so nennt man den Darminhalt eines ungeborenen Jungtieres. Folgt dem Darmpech der gelbe «Milchkot», kann man sicher sein, dass das Junge bei der Mutter getrunken hat.

Rentiere sind heikle Esser

In ihrer nordischen Heimat fressen Rentiere vor allem energiereiche Flechten. Im Zoo sind sie sehr wählerisch und erhalten eine ausgeklügelte Diät: Sie erhalten ein sehr fein geschnittenes Kräuter-Gras sowie klein geschnetzelte Randen und Fenchel. In Wasser aufgequollene Trockenrübenschnitzel, Pellets und ein Mineralstoffzusatz bereichern den Menüplan zusätzlich. Im Sommer erhalten sie täglich frisch geschnittenes Gras, welches aber nicht zu grob sein darf, sonst lassen sie es links liegen.

Rentiere – in vieler Hinsicht speziell

Rentiere sind die einzige je zum Haustier gewordene Hirschart und die einzige, bei der auch das Weibchen ein Geweih trägt. Bei ihren jahreszeitlichen Wanderungen umfassen ihre Herden gebietsweise mehrere 100'000 Tiere und mit 5000 Kilometern machen sie die längste Wanderung von Landsäugern überhaupt. Noch mit einer weiteren Spezialität warten Rentiere auf: Wer ganz still vor der Anlage steht, hört ein regelmässiges, leises Klicken. Das Geräusch stammt von einer Sehne am Hinterbein, die beim Gehen über den Knochen streift.

Von den drei Jungen im Zoo Basel ist eines ein Männchen und zwei sind Weibchen. Die Rentierherde im Zoo Basel umfasst derzeit 11 Tiere. (PD)

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