Lebensmittelkontrolle: 108 Kilogramm Crevetten, zehn Kilo Fisch und 75 Suppenhühner entsorgt

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In einem Aargauer Handelsbetrieb wurden 108 Kilogramm Crevetten, 10 Kilogramm Fisch und 75 Suppenhühner beschlagnahmt. (Archivbild: Keystone)

Verdorbenes Fleisch, verdreckte Küchen, verstaubtes Brot: Es gibt kaum etwas, was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Lebensmittelinspektorats bei ihren Kontrollen nicht antreffen. Letztes Jahr haben sie knapp 3200 Inspektionen durchgeführt und rund 8000 Proben im Labor untersucht. Das geht aus dem Jahresbericht des kantonalen Amts für Verbraucherschutz hervor.

In neun Betrieben wurden Lebensmittel beschlagnahmt. Besonders viel zu entsorgen gab es in einem Aargauer Handelsbetrieb: 108 Kilogramm Crevetten, 10 Kilogramm Fisch und 75 Suppenhühner. Die Tiefkühlprodukte sind über eine unbestimmte Zeitdauer ungekühlt gelagert und transportiert worden. In den Produkten wurde eine Temperatur von 14 Grad Celsius gemessen.

Zwei Küchen geschlossen

In zwei Restaurantküchen gab es so viel zu beanstanden, dass sie vorübergehend geschlossen wurden. Die Küchen waren dreckig und die Kühltemperaturen ungenügend. Ausserdem fanden die Kontrolleure verdorbene Lebensmittel. Andere Küchen wurden zwar nicht geschlossen, aber den Besitzern wurde die Benützung von Geräten untersagt – darunter eine seit neun Monaten nicht mehr gereinigte Bierausschankanlage.

Ein Detailhandelsbetrieb, der trotz laufender Bauarbeiten bereits wieder geöffnet war, hatte den Umbaubereich nicht vom Laden abgetrennt. Die Kontrolleure fanden offen angebotenes Brot, «das bereits mit einer gut sichtbaren Staubschicht bedeckt war», heisst es im Jahresbericht. Die Brote wurden beschlagnahmt und die Bauarbeiten durften erst wieder aufgenommen werden, nachdem Staubschutzwände installiert waren.

Ein besonderes Augenmerk galt letztes Jahr den Geschirrspülern. Von den insgesamt 315 kontrollierten Anlagen gab es bei 115 etwas zu beanstanden. Oft seien die Maschinen nicht genügend gereinigt worden. Auch die gemessenen Temperaturen zeigten eine grosse Spannweite. Das Amt für Verbraucherschutz kündet im Jahresbericht an, in diesem Bereich weiterhin genau hinzusehen.

Bessere Hygienewerte erreicht

Zwar klingen die im Jahresbericht geschilderten Fälle drastisch, dennoch ist das Amt für Verbraucherschutz insgesamt zufrieden mit den Ergebnissen der Lebensmittelkontrollen. Diese fielen gut aus. Handlungsbedarf bestehe vor allem noch bei der Hygiene. Hier habe aber das im Jahr 2013 eingeführte Konzept der Betriebshygienekontrolle Wirkung gezeigt. Dieses verfolgt das Ziel, ungenügende Betriebe durch eine enge Nachbetreuung und über klar kommunizierte und stufenweise verschärfte Massnahmen markant und nachhaltig zu verbessern. Etwa 80 Prozent der Betriebe hätten im Verlauf der Nachkontrollen deutlich bessere Werte erzielt. Das Vorgehen erscheine daher sinnvoll und werde beibehalten.

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