Ruftaxi war unbestritten: Wiliberg wieder an den öV angebunden

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Gemeindeammann Patric Jakob (stehend) konnte 38 Wiliberger zur Versammlung begrüssen. Am Gemeinderatstisch: Gemeinderat Benedikt Wolf, Vizeammann Angelika Voser Meier, Gemeindeschreiberin Gabriela Murè, Gemeinderätin Petra Grädel und Gemeinderat Manfred Müller. Lilly-Anne Brugger

«Das Ruftaxi ist eine gute Sache», meinte Gemeinderat Manfred Müller, als er das Traktandum vorstellte. Die Thematik war den 38 Wilibergern (von 140 Stimmberechtigten) vertraut: Seit Ende 2008 ist ihre Gemeinde vom öffentlichen Verkehr abgeschnitten. Nun hat der Gemeinderat in Zusammenarbeit mit dem Kanton nach dem Vorbild der Gemeinde Kallern ein Ruftaxi-Konzept ausgearbeitet. Drei Jahre soll der Probebetrieb dauern und pro Jahr maximal 20 000 Franken kosten. Im Probebetrieb trägt die Gemeinde 75 Prozent der Kosten und 25 Prozent der Kanton. Bei definitiver Einführung des Ruftaxis teilen sich Gemeinde und Kanton die Kosten ebenbürtig. Zwei Mal pro Woche werden fahrplanmässige Fahrten nach Reiden und Reitnau angeboten, einmal pro Woche nach Bottenwil. Zusätzlich können Tag und Nacht individuelle Fahrten bestellt werden, die in diese drei Gemeinden und zusätzlich nach Zofingen führen.

Nur effektive Kosten bezahlen

«Bei einem Kostendach von 20 000 Franken gibt dies ungefähr 400 Fahrten im Jahr, etwa 7 Fahrten in der Woche», meinte ein Versammlungsteilnehmer und schob die Frage nach, was denn passiere, wenn das Kostendach erreicht sei. Noch sei unklar, wie viele Fahrten tatsächlich nötig seien, gab Gemeinderat Manfred Müller zu. Der Kostenrahmen sei nach einer Hochrechnung aus den Erfahrungen der Gemeinde Kallern abgesteckt worden. Kallern hat gut doppelt so viele Einwohner wie Wiliberg und kennt das Ruftaxi seit gut sechs Jahren. Während des Probebetriebs seien durchaus Anpassungen möglich, gab Müller zu bedenken. Und auch der Abbruch des Versuchs sei denkbar. «Wer wird den Versuch abbrechen? Wir bezahlen ja nur die effektiven Kosten», warf ein Versammlungsteilnehmer ein. Müller gab ihm recht. Dies sei der Unterschied – und auch der Vorteil – zum öffentlichen Verkehr: Da müsse die Gemeinde ihren Beitrag leisten, auch wenn das Angebot nicht entsprechend genutzt werde.

Versammlungsteilnehmer und Gemeinderat waren sich einig: Wird das Projekt nicht gestartet oder abgebrochen, wird die Gemeinde wohl nie mehr die Chance haben, an den öffentlichen Verkehr angebunden zu werden. Daher stimmte die Versammlung mit 36 Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen der Einführung des Ruftaxis zu. Da das Quorum von 28 Stimmberechtigten erreicht worden ist, ist dieser Entscheid definitiv.

Ja zur guten Jahresrechnung

Auch die weiteren Traktanden nahmen die Wiliberger Stimmberechtigten an. Dies waren unter anderem der Rechenschaftsbericht und die Jahresrechnung 2018. Diese schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 303 373 Franken. Dieser wird dem Eigenkapital zugewiesen. Das gute Ergebnis (budgetiert war lediglich ein Ertragüberschuss von 88 200 Franken) ergibt sich unter anderem aus der Marktwertanpassung des ehemaligen Lehrerhauses um 150 000 Franken und einem um 35 000 Franken besseren Steuerertrag.

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