Musikstunde an der Kantonsschule mit motivierten Talenten

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Yara Schriefl und Walter Feldmann (Flöte) sowie Melina Kaderli und Alexander von Engelberg (Violine) traten als Quartett in Erscheinung und tauchten den Raum mit schönen Akkorden in eine romantische Atmosphäre. kbb

Ausnahmslos beeindruckten die Mitwirkenden über das gesamte Programm hinweg mit Konzentration, Freude und Vertiefung im Musizieren, die eigentlichen Grundlagen, um im Medium Musik Fuss zu fassen und darin Erfolg zu haben. Dass dem so ist, beweist die Teilnahme von einer Schülerin und drei Schülern der Kantonsschule Zofingen am Aargauer Spitzenförderungsprogramm: Lara Schaub (Querflöte), Benedikt Heuser (Klavier), Christoph Gebhard (Elektrobass) und David Gabi (Posaune).

Herausfordernde Stücke

Den Anfang machte ein Gitarrenquintett aus Eda Karkin, Lisa Burkhard, Leandro Rizzo, Delia Bevc und Egli Koçibelli mit «Gamerio» von Tilmann Hoppstock. Aus einem gemeinsamen Klangbild schälten sich Einschübe von einzelnen Instrumenten heraus. Elisa Scheidegger (Klarinette) und Ivan Horvatic (Klavier) stellten sich mit «Danse Préludes» von Witold Lutoslawski vor. Zuerst mit dynamisch aufgeladenem Tempo, danach in einen beruhigenden Dialog mit dem Klavier wechselnd. In eine schwärmerische, romantische Atmosphäre mit schönen Akkorden entführte das Quartett aus Yara Schriefl und Walter Feldmann (Flöte) sowie Melina Kaderli und Alexander von Engelberg (Violine) in einer Sarabande von Claude Debussy.

Nach einer sprühenden Einleitung des Klaviers (Helen Meyer) legte Ilaria Martorana (Violine) das «Allegro» aus dem Violinkonzert Nr. 3 in G-Dur in gleicher Weise und Virtuosität aus; eine beeindruckende Leistung, denn Mozart kannte die Möglichkeiten der Violine und schöpfte sie aus.

Ganz auf sich allein gestellt, beschrieb Alexandra Birrer (Gitarre) in «Paysage roumain» von Claude Gagnon eine idyllische Landschaft und wandte sich danach mit «Siete Diferencias sobre Guárdame las vacas» von Luis de Narváez einer figurenreichen und virtuosen musikalischen Kostbarkeit aus der Renaissance zu. Dem schloss sich eine Begegnung mit barocker Musik an. In der «Gavotte mit Variationen» aus der Sonate g-Moll erhielt diese von

Deanne Thomi (Altblockflöte) und Jörg Gugelmann (Klavier) ein heiteres, unbeschwertes Gesicht mit vielen Verzierungen und Verästelungen, flüssig und beschwingt vorgetragen. Muriel Frauenfelder, Deanne Thomi und Martin Buchmüller vereinigten sich in einem Trio für Altblocklöten von J. J. Quantz zum perfekten Zusammenspiel mit barockem Glanz.

Und wieder war eine Zeitwende fällig, diesmal in die Romantik. Bestens geeignet dazu war die «Mazurka g-Moll» von Chopin. Sie erscheint zwar verspielt und schwärmerisch, aber Chopin zu spielen ist immer eine Herausforderung und diese erfüllte Arun Vasudevan. Die Spitzenleistung in dieser Musizierstunde stand aber noch bevor. Sie erfolgte im «Allegro moderato», einer Sonate für Flöte und Klavier von Bohuslav Martinù. Nach einer langen Einleitung des Klaviers durch Ivan Horvatic setzte die Flöte, gespielt von Lara Schaub, mit turbulenten, rasanten und kontrastreichen Partien ein und stets trafen sie sich im punktgenauen Zusammenspiel – eine Glanzleistung, speziell der jungen Flötistin, die überhaupt keine Mühe erkennen liess.

Eine Auflockerung nach diesem spannenden Musikerlebnis brachte danach das Vokalensemble aus Sophie Ostrowsky, Valentina Olar, Lisa Egli, Joël Zangerl und Nando Brügger in «Swingin’ with the Saint». Und in der Tat: In diesem Ensemble verschmolz der gleiche Geist zur hochgradigen, stimmreinen und ausdrucksstarken Interpretation.

Nach der Pause sorgte das Tieftöner-Ensemble auf dem E-Bass für neue Höhepunkte in der Funky-Spielweise. Dazu holten Stephan Athanas, Christoph Gebhard und Patrick Müller «Cantaloupe Island» von Herbie Hancock und «Sing for my father» von Horace Silver herbei. Zwischendurch hämmerte Silvan Vonaesch einen Boogie in das Klavier und machte danach dem JazzFunk-Ensemble aus Lara Schaub (Flöte), Benedikt Heuser (Klavier), Christoph Gebhard und Stephan Athanas, beide E-Bass, Platz für «Spain» von Chick Corea und «Take Five» von Paul Desmond. Damit endete eine Musizierstunde mit einer universellen Spannweite im Programm. Eben etwas Einzigartiges in der Region, wie ein Besucher feststellte.

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