AareLand: Identität stiften und Bundesgelder beschaffen

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Der Geograf und Raumplaner Tobias Vogel ist AareLand-Geschäftsführer. bkr

Das «AareLand» ist kein natürlich gewachsener Raum. Wie einst Napoleon den Aargau auf dem Reissbrett gestaltet hat, «zimmerte» der Bund vor einigen Jahren Agglomerationen zusammen, welche wenig Rücksicht auf Kantonsgrenzen nehmen. Ein Beispiel ist die Region Zofingen, die sich in einem Topf mit Aarau und Olten wiederfand. Die politischen Grenzen zwischen diesen Regionen sind ebenso spürbar wie die Grenzen der Interessen. «Aber», sagt Tobias Vogel, Geschäftsführer von AareLand, «zahlreiche Probleme lassen sich heute nur noch in grossen, grenzüberschreitenden Räumen angehen».

Vogel ist auch Geschäftsführer von Zofingenregio. Wie grenzen sich diese beiden Verbände ab? Weitere Aufgaben im Interesse der Region ausgeblendet, ist Zofingenregio ein klassischer Planungsverband. Dieser ist zusammen mit jenen der Regionen Aarau und Olten sowie der Kantone Aargau und Solothurn Mitglied und damit Teil des AareLand.

Starke Zentren

Dieses steht laut Vogel für einen gut vernetzten Wirtschaftsraum mit starken Zentren. «Wir wollen Identität stiften», sagt der Diplom-Geograf und Raumplaner, welcher – bevor er seine Stelle in der Zofinger Kustorei antrat – Projektleiter in der Abteilung Raumentwicklung beim Kanton Aargau war. Und er ergänzt: «Eine Stärke von AareLand sind die drei Zentren Aarau, Olten und Zofingen als Kerne der Agglomerationen und des umliegenden ländlichen Raums. Ihr vielfältiges Angebot in Kultur, Bildung und Dienstleistungen trägt massgeblich zur Qualität von AareLand bei».

Wie ist das mit den Bundesgeldern aus dem Agglomerationsfond? «AareLand sammelt, berät und koordiniert Vorhaben, die sich erfolgreich um Beiträge bewerben – ein Beispiel ist die Wiggertalstrasse», sagt Vogel. Und was er nicht gesagt hat: AareLand tut dies sehr professionell – während im letzten Jahr für die Agglo Baden Zusagen für Bundeszahlungen gestoppt wurden.

Geld beschaffen ist das eine, der Region AareLand eine Identität stiften, das andere. Ein sichtbares Zeichen ist hier der AareLand-Weg. Der Verein hat einen starken Fokus auf Raumplanung und Verkehrsinfrastruktur – aber nicht nur. So werden mit einem der Projekte «Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Gemeinden des AareLand», untersucht. Unter anderem soll geklärt werden, wie sich der Ausbau von altersgerechtem Wohnraum für die Gemeinden – 66 sind AareLand-Mitglied – finanziell auswirkt und wie die Kostenpflicht in kantonalen Grenzgebieten aussieht.

Zurück zur Planung: Aktuell läuft ein Agglomerationsfondsprogramm zum Thema «Raum ohne Grenzen». Neben Velowegen und anderen Infrastrukturen sind Grün- und Freizeitflächen einer der Aspekte. Grün in der Gemeinde selber –aber auch die Landschaft offenhalten, «Brätel»- und Ruheplätze in der Natur sichern. «Dies selbstverständlich in Abstimmung mit den Bedürfnissen der betroffenen Gemeinden», sagt Tobias Vogel.

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