Beim TV STV Strengelbach sind nur die Ambitionen bescheiden

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Die Strengelbacher absolvierten den 3-teiligen Vereinswettkampf bei den Aktiven. (Bild: Michael WYss)

Die Stimmung vor dem Wettkampf ist gelöst, von Anspannung keine Spur. Auf den ersten Blick wird klar, für die 14-köpfige Delegation des TV STV Strengelbach ist das Resultat am Eidgenössischen Turnfest nur zweitrangig. «Unsere Ambitionen sind tatsächlich sehr bescheiden», erklärt der technische Leiter Daniel Schnyder, «wir wissen, dass wir nicht in die vorderen Ränge kommen. Wir sind insgesamt zu alt, um hier eine Chance auf einen Spitzenplatz zu haben.» Dennoch wird während den verschiedenen Einsätzen ersichtlich: Sind die zwei Strengelbacherinnen und zwölf Strengelbacher einmal mitten im Wettkampf, kann es vorkommen, dass da und dort der Ehrgeiz aufblitzt. «Natürlich willst du immer so gut sein, wie es möglich ist», bestätigt Daniel Schnyder.

Mit dem Fachtest Allround beginnt für die Strengelbacher gestern Morgen in Wöschnau der 3-teilige Vereinswettkampf in der 4. Stärkeklasse. «Diverse Disziplinen stehen schon seit Jahren in unserem Programm», erklärt Daniel Schnyder, weshalb man sich aus der breiten Palette an Möglichkeiten gerade für Fachtest Allround, Fachtest Volleyball sowie Kugelstossen/Weitwurf entschieden hat, «vom Alter, von den Fähigkeiten und von den Gebrechen her können wir teilweise gar nicht in anderen Bereichen antreten.» Im Fachtest Allround, der aus den beiden Rückschlagspielen Goba und Beachball besteht, sichert man sich die Note 6.79. «Mit diesem Ergebnis können wir einigermassen zufrieden sein», sagt Daniel Schnyder.

Zwei Stunden später, in der Aarauer Telli, muss man sich im Fachtest Volleyball beweisen. «Diesen Wettkampfteil haben wir neu in unser Programm aufgenommen», erklärt Daniel Schnyder, «um es für unsere Jungen etwas attraktiver zu machen.» So konnten immerhin zwei Turnerinnen dazu motiviert werden, sich den zwölf Turnern für das Eidgenössische anzuschliessen. Das war letztlich auch der Grund, weshalb die Strengelbacher in der normalerweise leistungsstärkeren Aktiv-Kategorie an den Start gehen und nicht bei den Männern. «Wir nehmen das aber sehr gerne hin», sagt der 51-jährige Zofinger Daniel Schnyder, «es ist immer gut, wenn die Jungen dabei sind. Man muss die Jungen fordern und fördern.»

Wie in vielen anderen Sparten und Vereinen fliegen dem TV STV Strengelbach die Mitglieder auch nicht mehr einfach zu. Noch sind es etwa 20 Aktive, die regelmässig in der schönen, neuen Halle im 4969-Seelen-Dorf anwesend sind. «Am Dienstag findet jeweils unser obligatorisches Training statt», erklärt der Informatiker Daniel Schnyder, «in diesem haben wir uns seit Januar auf das Eidgenössische Turnfest vorbereitet.» Zudem bietet der TV STV Strengelbach auch am Freitag noch eine Einheit zur Ertüchtigung an, oft wird diese aber für generelle Fitness- und Kräftigungstrainings oder für ein Alternativprogramm wie Biken und Jassen genutzt.

Zusammengehörigkeit wird in der Turnerfamilie sehr gross geschrieben, das ist beim TV STV Strengelbach nicht anders. Deshalb sind auch diejenigen nach Aarau gereist, die aus gesundheitlichen Gründen nicht aktiv mittun können. Es geht darum, die Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen und das «Wir»-Gefühl in vollen Zügen zu geniessen – sei es während dem Wettkampf oder davor und danach.

Nach der Note 5.83 im Fachtest Volleyball – «diese Note hätte schon ein bisschen höher sein dürfen» – müssen die Strengelbacher den langen Weg zurück nach Wöschnau beziehungsweise in den Schachen in Angriff nehmen. Mit dem Weitwurf und dem Kugelstossen schliesst der TVS seinen 3-teiligen Vereinswettkampf ab. «Damit haben wir in etwa rechnen dürfen», bewertet der technische Leiter Daniel Schnyder die Leistung, die mit der Note 7.05/7.21 belohnt wird. So kommen die Strengelbacher letztlich auf eine Gesamtnote von 19.74. «Mit der Gesamtnote sind wir nicht wahnsinnig glücklich», gibt Daniel Schnyder zu, «wenn wir bei den Männern antreten, liegen wir normalerweise etwas höher. Dennoch war es ein schönes Fest.»

Obwohl es letztlich also nicht für den ganz grossen Wurf reichen wird, ist für Daniel Schnyder und seine Turnkollegen klar: «Für uns zählt der olympische Gedanke: Dabei sein ist alles. An einem Eidgenössischen musst du einfach teilnehmen, vor allem, wenn es in der Nähe deines Wohnorts stattfindet.»

Schliesslich ist es doch ein bisschen anders, wenn der grösste Breitensportanlass in der Schweiz im Heimatkanton durchgeführt wird. «Es ist cool, dass die Anreise nicht lange gedauert hat», erklärt Daniel Schnyder, «es hat aber auch einen Nachteil: Du gehst am Abend ziemlich sicher nach Hause. Wenn das Eidgenössische Turnfest weiter weg stattfindet, übernachtest du dort und feierst normalerweise bis spät in die Nacht eine Party.»

Diesmal nahmen die Aargauer bereits um 23.15 Uhr den Zug Richtung Strengelbach. «Es kann aber auch sein, dass – zumindest Einzelne – noch länger bleiben», sagt Daniel Schnyder mit einem Lächeln im Gesicht. Wie lange die Strengelbacher – zumindest Einzelne – den vierten Teil des Eidgenössischen Turnfestes in Aarau letztlich ausgedehnt haben, ist nicht überliefert. 

 

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