Eine ganz spezielle Gabe

Mich grausts, wenn ich nur daran denke. 260 Kilometer in 52 Stunden, 200 Kilometer in 26 Stunden, knapp 2000 Höhenmeter verteilt auf knapp 46 Kilometer in sechseinhalb Stunden. Kein Problem, sagen Sie? Vielleicht im Auto, aber der Oftringer Stefan Ambrosini absolviert diese Strecken zu Fuss. «Du kannst Millionär sein, aber dir solche Emotionen nicht einfach in der Migros kaufen», erklärt der 47-Jährige seine Beweggründe. In Gedanken stelle ich mir auch etwa vor, einen Ultra-Marathon oder die 100 Kilometer von Biel zu absolvieren. Ich bin fest entschlossen, es zu tun – bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit. Nach den 40 Höhenmetern von unserem Haus auf den Heiternplatz beim Spaziergang mit dem Hund verwerfe ich die Idee aber schnell wieder. Diese ganz spezielle Gabe, sich bis zum Äussersten zu quälen, ist mir nicht gegeben. Obwohl ich bei Ausdauerathleten wie Stefan Ambrosini nur den Kopf schütteln kann, bewundere ich sie doch. Manchmal wäre ich auch gerne wie sie – vor allem im Ziel.

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