Suhrental soll vor 100-jährlichem Hochwasser geschützt werden

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Die Suhre bei "kleinem Hochwasser" (Archivbild Mai 2015) Zur Verfügung gestellt

Das Siedlungsgebiet im Suhrental soll vor einem 100-jährlichen Hochwasser geschützt werden. Das Projekt des Kantons mit Kosten von 31 Millionen Franken sieht auch vor, die Suhre zu revitalisieren und die Produktionsbedingungen für die Landwirtschaft zu verbessern.

Die Abflusskapazität der Suhre sei auf einer Länge von mehr als zwei Kilometern im Siedlungsgebiet ungenügend, schreibt der Regierungsrat in der gestern dem Grossen Rat zugestellten Botschaft. Von einem 100-jährlichen Hochwasser wären rund 45 Hektaren Bauzonen mit etwa 600 Gebäuden und diversen Industrieanlagen betroffen. Das Schadenpotenzial beträgt gemäss Regierungsrat rund 27 Millionen Franken.

Daher will der Kanton das Siedlungsgebiet im Suhrental vor einem so grossen Hochwasser schützen. Mit einem Hochwasserrückhaltebecken im Raum Staffelbach würde gemäss Konzept das Hochwasser der Suhre oberhalb des Siedlungsgebiets zurückgehalten und gedrosselt.

Grosses Rückhaltebecken geplant

Das Rückhaltebecken soll in der Ebene der Suhre zwischen Staffelbach, Moosleerau und Reitnau zu liegen kommen. Diese Ebene wird landwirtschaftlich intensiv genutzt. Bei einem 100-jährlichen Hochwasserereignis würden rund 84 Hektaren Landwirtschaftsland in der Suhreebene eingestaut.

Das Hochwasserrückhaltebecken wird so ausgelegt, dass die von einem Rückstau betroffenen Infrastrukturen und Liegenschaften keinen Schaden erleiden. Weiter ist ein rund 150 Meter langer und im Durchschnitt drei Meter hoher Rückhaltedamm geplant. In den Gemeinden Schöftland, Oberentfelden, Suhr und Buchs sind zusätzliche Teilausbaumassnahmen an der Suhre erforderlich, um das Hochwasser gefahrlos abzuleiten, wie aus der Botschaft hervorgeht.

Dank des Kombiprojekts Hochwasserschutz und Revitalisierung der Suhre bis zur Grenze der Kantone Aargau und Luzern zeichnen sich erhebliche finanzielle Vorteile für die Gemeinden und den Aargau ab, hält der Regierungsrat fest. Gleichzeitig sollen in Moosleerau, Reitnau und Staffelbach mit modernen Meliorationen die Bedingungen der produzierenden Landwirtschaft verbessert werden. Ein Schwerpunkt liegt in der Instandstellung der Entwässerungsanlagen und deren verbesserter Einleitung in die Suhre.

Der Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat zwei Verpflichtungskredite: 26,35 Millionen Franken für das Kombiprojekt Hochwasserrückhaltebecken Staffelbach mit Revitalisierung der Suhre bis zur Kantonsgrenze. Hinzu kommt ein Kredit von 4,65 Millionen Franken für die Teilausbaumassnahmen in Schöftland, Oberentfelden, Suhr und Buchs.

Der Bund beteiligt sich mit 21,1 Millionen Franken an den Gesamtkosten, der Kanton mit 4,23 Millionen Franken und die Aargauische Gebäudeversicherung mit 880 000 Franken. Die restlichen 4,79 Millionen Franken werden auf die beteiligten Gemeinden verteilt – gemäss ihrem Anteil an der Reduktion des überfluteten Gebiets im Siedlungsgebiet.

Das Geschäft kommt jetzt in den Grossen Rat. Stimmt er zu, ist der Baubeginn für das erste Quartal 2023 geplant, die Inbetriebnahme dann gegen Ende 2025. 

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